Das hat sich bewahrheitet

Nach dem Blick zurück im Zorn leiste ich mir noch eine kleine Positiv-Bilanz des Jahres 2016. Einiges von dem, was in diesem Blog analysiert wurde, hat sich nämlich bewahrheitet.

  • Ausländermaut: Wie zu erwarten (und hier richtig analysiert), finden sich Österreich und andere Anrainerstaaten nicht mit der neuen Ausländermaut ab – trotz des späten Segens der EU.
  • Türkisch-russische Achse: Als es in diesem Blog stand, haben es alle belächelt. Doch nun haben Putin und Erdogan Ernst gemacht und Syrien ihren Stempel aufgedrückt – gegen EU und Nato.
  • Terrorismus: Immer wieder habe ich beschrieben, wie sehr Frankreich und Belgien unter dem Terror leiden – und wie wenig Deutschland gerüstet ist. Dann kam Berlin – und der Katzenjammer.
  • Brexit: Nein, eine Prognose habe ich nicht gewagt. Aber mein Live-Blog aus London hat doch die Stimmung getroffen – und gezeigt, wie gedankenlos die Briten in den Brexit geschlittert sind.
  • EU-Reform: Dass Deutschland “nicht reformwillig” ist, war immer wieder in diesem Blog zu lesen. Auch das hat sich bewahrheitet – nicht einmal der Brexit hat etwas geändert…

 

7 Responses to Das hat sich bewahrheitet

  1. Peter Nemschak 1. Januar 2017 at 11:15 #

    Eine Momentaufnahmen wie die Ihre muss man in ihrer Einseitigkeit mit einem Körnchen Salz genießen. In der Politik ist, wie 2016, gezeigt hat, alles möglich: Brexit und Trump, Erdogan und Putin. Die Welt ist schon mit Ärgerem fertig geworden und wird es auch diesmal werden. Immerhin, der Flüchtlingspakt hat bisher gehalten, Köln hat sich 2016 nicht wiederholt. Leider hat der Terror diesmal in Istanbul zugeschlagen und ist im Mittleren Osten Teil des Alltags geblieben. Dagegen nimmt sich das Leiden in Westeuropa bescheiden aus. Die “Bankensanierung auf italienisch” ist zwar noch nicht state of the art, zeigt aber langsam in die richtige Richtung,. Das Thema Migration wird 2017 hoffentlich weniger emotional als rational angepackt werden. Vernünftige Stimmen, zuletzt der Wiener Kardinal Schönborn, erinnern daran, dass nicht alle Migranten Kriminelle und alle Inländer Heilige sind. Nur weil dieser Blog es nicht erwähnt, ist auch Positives 2016 eingetreten – wie zu erwarten war und wird 2017 allen Unkenrufen zum Trotz eintreten. Für all jene, die einen Paradigmenwechsel herbeisehnen, bietet sich dafür heuer in Frankreich und Deutschland die erhoffte Gelegenheit.

    • Peter Nemschak 1. Januar 2017 at 17:07 #

      Die Türkei und Russland haben, unabhängig von persönlichen Sympathien oder Antipathien ihrer Präsidenten, gleichlaufende Interessen in Syrien. Russland will sich auf Dauer einen Verbündeten schaffen und machtpolitisch die sich zurückziehende USA ersetzen, die Türkei um jeden Preis einen zusammenhängenden Kurdenstaat verhindern, was aus ihrer Sicht verständlich ist. Dafür ist ihr jedes Mittel recht, wenn notwendig, auch mit Russland gemeinsam. Die EU muss sich überlegen, wie sie ihr stärkstes Machtmittel, Wirtschaft, am besten strategisch einsetzen kann. Eine eurasische Freihandelszone wäre als eine Option überlegenswert, um den Einfluss Russlands in dieser Region auszubalancieren. Warum sollte die Türkei für einen Krieg gegen Russland motiviert werden? Das Eingreifen der NATO im Irak war grundsätzlich sinnvoll, nur die Umsetzung war strategisch katastrophal. Bush senior hat es nach dem ersten Golfkrieg 1991 klüger gemacht, Saddam Hussein zwar nicht zu vernichten, ihn aber zu begrenzen. Auch internationale Intervention will gekonnt sein und muss mit Augenmaß erfolgen. So oder so wäre uns der Terror nicht erspart geblieben als Preis, den wir in einer globalisierten Welt mit unzähligen politischen Akteuren auch in Zukunft zahlen müssen.

  2. kaush 1. Januar 2017 at 13:55 #

    Ein Frohes Neues! Und auf ein Neues…

    – Das man in unserer Nachbarschaft nicht erfreut über die Maut ist, dafür hat’s keine hellseherischen Kräfte gebraucht.

    – Die Türkei konnte nicht für einen Krieg gegen Russland motiviert werden, wofür man sich einen versuchten Regime-Change eingehandelt hat.
    Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr (generieren), also ist man wieder auf Russland zugegangen. Da Russland der wichtigste Wirtschaftspartner für die Türkei ist, auch nicht verwunderlich.

    So, jetzt droht ein ganz schlimmes Szenario für Syrien: Es könnte Frieden ausbrechen. Zumindest in Aleppo. Was ist, wenn sich der Frieden in ganz Syrien ausbreitet? Das wäre doch katastrophal.

    Der Westen wird natürlich alles daran setzen, dies zu verhindern. Im Namen von Menschenrechten und Demokratie werden wir weiter versuchen, die Menschen in Syrien auszuhungern und die Söldner / Terroristen weiter tatkräftig unterstützen und finanzieren.

    “Appell kirchlicher Würdenträger aus Syrien (vom 29.05.16)”

    Die Sanktionen der Europäischen Union gegen Syrien und die Syrer sind unverzüglich aufzuheben
    http://antikrieg.com/aktuell/2016_06_18_appell.htm

    – Dem Terrorismus in Deutschland hat Merkel Tür und Tor sperrangelweit geöffnet. Nicht “nur” durch die Grenzöffnung, sondern auch durch die Beteiligung an den US/NATO-Kriegen im nahen Osten und Nordafrika.

    Beides in Kombination sind der Garant dafür, dass man Silvester und andere Großveranstaltungen nicht mehr ohne massivstes Polizeiaufgebot veranstalten kann.
    Das ist Merkels Deutschland.

    – Ich war in 2016 für ein paar Wochen in GB unterwegs. Bis einen Tag vor der Abstimmung. Entsprechend hat mich das Ergebnis nicht überrascht.
    Nicht die Briten sind Gedankenlos da rein geschlittert, sondern die EU!

  3. kaush 1. Januar 2017 at 17:09 #

    @Peter Nemschak
    “…Köln hat sich 2016 nicht wiederholt…”

    Entweder Sie sind nicht ganz auf der Höhe, oder sie versuchen die Leute hier für blöd zu verkaufen.

    Beides schlecht, würde ich sagen.

    Köln hat sich wiederholt:

    “Polizei: 1000 “fahndungsrelevante Personen” über Kölner Hauptbahnhof eingereist”

    Polizei kontrolliert rund 1700 Personen vorwiegend arabischen Aussehens am Kölner Hauptbahnhof
    Zug mit 300 Nordafrikanern in Deutz gestoppt
    1500 Beamte in der Innenstadt im Einsatz
    Zwei sexuelle Übergriffe, sechs Festnahmen, hunderte Platzverweise

    http://www.focus.de/politik/deutschland/news-ticker-zur-koelner-silvesternacht-silvesternacht-unter-starken-sicherheitsvorkehrungen-focus-online-in-koeln_id_6429489.html

    “Silvesternacht„Klientel von 2015“: Warum zog es erneut mehr als 1000 Nordafrikaner zum Dom?”

    “…Trotzdem hinterlässt der Aufmarsch der vergangenen Nacht ein ungutes Gefühl. Angesichts der Erschütterungen des vergangenen Jahres und der Aussage der Polizei, dass die Männer „offenbar zu der Klientel gehören, die im vorigen Jahr diese großen Probleme gemacht haben“, kann man darin durchaus eine Provokation sehen. Denn diesem „Klientel“ geht es nicht in erster Linie darum, mit anderen zu feiern…”
    http://www.focus.de/politik/deutschland/ungutes-gefuehl-klientel-der-silvesternacht-2015-warum-zog-es-1700-nordafrikaner-zum-dom_id_6431817.html

    In vielen anderen Städten hat das ähnlich ausgesehen.

    H. Nemschak, was meinen Sie? Die wollten wahrscheinlich letztes Jahr massenhaft zum Christentum konvertieren und da das nicht geklappt hat, haben sie es 2016 nochmal versucht?

    • S.B. 1. Januar 2017 at 20:14 #

      @kaush: Die Nafris müssen gar nicht zum Christentum konvertieren. Der durchgeknallte Kölner Kardinal Woelki, ist defacto nämlich bereits zum Islam konvertiert. Die Nafris zieht es also, wenn Sie zur Domplatte “pilgern” nur zu ihrem (neuen) Herrn. 😉

  4. Peter Nemschak 1. Januar 2017 at 19:01 #

    Sie dürfen nicht alle pauschal kriminalisieren, tun es aber.

  5. Claus 2. Januar 2017 at 21:42 #

    @Peter Nemschak: Da muss ich Ihnen ausnahmsweise zustimmen – pauschale Kriminalisierung und “racial profiling” auf 1.700 Nafris und Araber, die vermutlich friedlich in Köln mitfeiern wollten, geht nun garnicht, wie von den Linken und Grünen sehr deutlich und vollkommen zu recht kritisiert. Da hätte sich die Polizei auch mal die mit Rollator daherkommenden Senioren genauer ansehen müssen, die statistisch gesehen das gleiche Gefährdungspotential für Antanzen, Handyklau und sexuelle Übergriffe verkörpern.

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