Österreich rückt von Impfpflicht ab

Während Deutschland die allgemeine Impfpflicht plant, rückt Österreich schon wieder davon ab.

Kanzler Scholz, Gesundheitsminister Lauterbach, Außenministerin Baerbock: Alle fordern die allgemeine Impfpflicht, die noch diese Woche im Bundestag diskutiert werden könnte.

Dass sie sich damit international isolieren, kriegen sie offenbar nicht mit. Dabei rückt das einzige EU-Land, in dem es die Pflichtimpfung gibt, nun schon wieder davon ab.

Wenn sich ein Expertenrat für die Abschaffung der Impfpflicht ausspreche, werde man sich daran halten, sagte Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) in einem Interview. 

Das am vergangenen Wochenende in Kraft getretene Gesetz werde ständig evaluiert, sagte Nehammer. „Eine Kommission von Juristen und Ärztinnen und Ärzten beurteilt ständig neu, ob Impfen noch das rechtmäßige Mittel ist“.

Der Sinn dieses Gesetzes sei es nie gewesen, „eine Zwangsmaßnahme zu setzen, sondern die richtige Antwort zur richtigen Zeit auf die jeweilige Gefährlichkeit des Virus zu finden.“

Das unterscheidet Österreich von Deutschland. Denn hierzulande sucht man nicht etwa eine Antwort auf reale Probleme im Hier und Jetzt, sondern auf eine hypothetische Gefahr in der Zukunft…

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