Erneut krasse Fehlinformation im Fall Skripal

“Russische Herkunft des Giftes im Fall Skripal bestätigt” – so meldet es die “Süddeutsche”. Fast wortgleich berichten auch SPON und “Tagesschau” über den neuen Bericht der OPCW. Doch die Sache hat einen Haken.

Das Wort “Russland” oder “russisch” taucht in dem Prüfbericht der internationalen Organisation nämlich kein einziges Mal auf. Wer möchte, kann es gerne  selbst nachprüfen – der Bericht steht hier.

Die Giftgas-Experten schreiben lediglich, dass sie die Ergebnisse des britischen Labors bestätigen. Dabei geht es aber nur um die Substanz – nicht um die Herkunft. Zitat:

The results of the analysis by the OPCW designated laboratories of environmental and biomedical samples collected by the OPCW team confirm the findings of the United Kingdom relating to the identity of the toxic chemical that was used in Salisbury and severely injured three people.

Im Fall Skripal wurde also offenbar Nowitschok verwendet (den Namen nennt die OPCW auch nicht) – doch wo es herkommt, bleibt offen. Alles andere ist eine krasse Fehlinformation…

P.S. Ausführlich dokumentiert werden die falschen Darstellungen in den Nachdenkseiten

Siehe auch “Giftgas: Was Merkel und Macron verschweigen”

 

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