Die Klimabank kommt – aber erst nach 2021

Die Europäische Investitionsbank will aus der Förderung fossiler Brennstoffe aussteigen – aber erst nach 2021. Damit hat sich Berlin durchgesetzt, das auf der Bremse stand. Umweltschützer sind trotzdem zufrieden.

Die EU-Staaten haben am Donnerstagabend beschlossen, ab Ende 2021 die direkte Förderung fossiler Energien wie Kohle, Öl und Gas durch die EIB weitgehend einzustellen. Bis dahin sollen aber neue Gasprojekte gefördert werden.

Die Grünen im Europaparlament hatten diese Verzögerung im Vorfeld scharf kritisiert. Die EIB werde so nicht zur “Klimabank” werden, sagte Bas Eikhout, stellvertretender Chef des Umweltausschusses.

Doch nun sind plötzlich (fast) alle zufrieden. Die EIB mache den ersten Schritt, um Europas “Klimabank” zu werden, sagte Markus Trilling von der Klimaschutzorganisation CAN (Climate Action Network).

Zufrieden zeigte sich auch Ann-Kathrin Schneider, Klimaexpertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Die EIB werde zum Vorreiter, sagte sie.

Allerdings machte sie eine Einschränkung: “Noch besser wäre es gewesen, die Bank hätte sich sofort aus der Finanzierung von klimaschädlichen Projekten zurückgezogen.” 

Nun wird in zwei Jahren eine neue Entscheidung fällig. Man darf gespannt sein, ob es dann zu neuen Verzögerungen kommt. Neben Berlin steht auch Warschau auf der Bremse…

Siehe auch “Berlin bremst beim Klima”

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