Vogel Strauss in Brüssel

Die Wahl in Österreich war ein toller Erfolg für EUropa, mit dem gescheiterten Referendum in Italien haben wir nichts zu tun. So die offizielle Reaktion der EU-Kommission nach den beiden Entscheidungen.

“In der österreichischen Debatte war Europa ein zentrales Thema”, begründete der Chefsprecher von Kommissionspräsident  Juncker seine Haltung. In Italien sei es dagegen um interne Dinge gegangen.

Der Mann muss wohl geschlafen haben – oder die italienische Debatte ignorieren. Premier Renzi hat immer wieder darauf hingewiesen, dass seine (nun gescheiterte) Reform wichtig für weitere EU-Reformen sei.

Zudem haben die Fünf-Sterne-Bewegung und alle anderen Renzi-Kritiker immer wieder auf das “deutsche Europa”, vor allem auf Kanzlerin Merkel, eingeschlagen. Juncker erscheint ihnen nur noch als Merkels Pudel.

Aber das überhört man in Brüssel geflissentlich. Man hat sich auf diesen Wahlgang nicht vorbereitet und übt sich nun in Vogel-Strauss-Politik. Bin mal gespannt, wie lange das noch gut geht…

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3 Responses to Vogel Strauss in Brüssel

  1. Peter Nemschak 5. Dezember 2016 at 15:02 #

    Es hieße unrealistische Erwartungen hinsichtlich der EU zu haben, könnte diese auf die Bundespräsidentenwahl In Österreich oder auf das Referendum in Italien Einfluss nehmen. Wie hätte sie das tun können? Etwa Hofer hochloben, um das Gegenteil zu bewirken oder gar dem europäischen Steuerzahler die hausgemachten italienischen Bankenprobleme umhängen?.

    • S.B. 5. Dezember 2016 at 17:10 #

      Die italienischen Bankenprobleme werden per EZB-Niedrigzinspolitik (direkt oder indirekt) schon längst dem europäischen Steuerzahler umgehängt. Und nicht nur die der italienischen Banken.

      • Peter Nemschak 5. Dezember 2016 at 21:46 #

        Ich gebe ihnen recht, dass die Eurozone kein Wert an sich sondern bloß Mittel zum Zweck ist. Wenn die Nachteile die Vorteile überwiegen, gehört sie reformiert.

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