Update: EU und Nato gründen Arbeitsgruppe

Erst die gemeinsame Erklärung, nun eine Arbeitsgruppe: EU und Nato weiten ihre Zusammemarbeit auf Wirtschaftsthemen aus. Das immer noch unaufgeklärte Attentat auf Nord Stream bildet einen willkommenen Vorwand.

Zum Schutz kritischer Infrastruktur wie der Energieversorgung richten beide Institutionen eine gemeinsame Arbeitsgruppe ein. Das kündigten Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel an.

In der Taskforce sollten Experten beider Seiten zusammenarbeiten, „um die wichtigsten Bedrohungen für unsere kritischen Infrastrukturen zu ermitteln und die strategischen Schwachstellen, die wir haben, zu untersuchen“, sagte von der Leyen. 

Zugleich sollten Maßnahmen entwickelt werden, um die Widerstandsfähigkeit der besonders wichtigen Bereiche zu erhöhen. Zunächst solle sich die Arbeitsgruppe mit den Feldern Verkehr, Energie, Digitales und Weltraum beschäftigen.

Bisher waren diese Themen der EU vorbehalten, einer Wirtschaftsunion. Nun geht das Kommando mehr und mehr an die Nato und damit an die USA über. Nicht auszudenken, wenn die USA irgend etwas mit dem Attentat auf Nord Stream zu tun hätten…

Siehe auch „Strategische Autonomie adé“