Schluß mit dem Sanktions-Wahnsinn

Nachdem die USA “die härtesten Sanktionen der Geschichte” planen (gegen Iran), will Russland nicht nachstehen – und macht den Weg für Sanktionen gegen die USA frei. Hört dieser Wahnsinn denn nie auf?

Wie Du mir, so ich Dir. Nach diesem Motto weiten sich die Sanktionen immer mehr aus. Längst geht es nicht mehr nur darum, Verstöße gegen internationale Vereinbarungen zu sanktionieren, wie noch auf der Krim.

Nein, die USA unter Trump setzen die Sanktionen als Druckmittel ein, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen und einen Handelskrieg gegen Länder vom Zaum zu brechen, die nicht brav folgen.

Dabei setzen sie sich auch zunehmend über die EU hinweg. Die US-Sanktionen gegen russische Oligarchen und die neuen Iran-Sanktionen sind sogar geeignet, europäischen Firmen massiv zu schaden.

Normalerweise würde man einen Aufschrei aus Europa erwarten. Doch vor allem Deutschland bremst – denn der transatlantische Handel ist für den Exportweltmeister einfach zu wichtig, wie sich gerade wieder zeigt.

Außerdem sanktioniert die EU auch auch schon alles und jeden. Da kann man den Amerikanern schlecht vorwerfen, dass sie es genauso machen. Dennoch wäre es höchste Zeit, diesen Wahnsinn zu beenden.

Denn die Sanktionen führen fast nie zu den gewünschten Verhaltensänderungen. Zudem nehmen sie derart überhand, dass sie die Stabilität des internationalen Systems gefährden – und die Wirtschaft noch dazu.

Zu einem ganz ähnlichen Schluß kommt übrigens H. Teltschik, einst Vertrauter von Kanzler Kohl und Chef der Münchner Sicherheitskonferenz. Zitat aus einem Interview mit n-tv:

Sanktionen bringen nichts. Ich habe in der Politik zahlreiche Sanktionsentscheidungen erlebt und habe ständig Geheimdienstberichte auf dem Tisch gehabt, die zeigten, wie alle Seiten diese aushebelten. Kaum wird es Nacht, werden sie umgangen – das haben die Amerikaner so gemacht, die Israelis, die Europäer.

Teltschik sprach übrigens über die EU-Sanktionen gegen Russland. Er weiß eine Mehrheit der Deutschen hinter sich – doch Berlin und Brüssel machen einfach weiter, immer weiter…

 
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