Neues vom Wirtschaftskrieg (3)
Der Wirtschaftskrieg der USA und der EU gegen Russland zieht immer weitere Kreise. Putin spricht von einem “wirtschaftlichen Blitzkrieg”, der IWF warnt vor verheerenden Wirkungen auf die ganze Welt. Und die EU bekommt schlechte Noten.
- Schlechte Noten für neue EU-Sanktionen, die deutsche Wirtschaft ist besorgt
- Putin spricht von “wirtschaftlichem Blitzkrieg”, will aber nicht einlenken
- IWF und UNCTAD warnen vor Krisen und Hungersnöten
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17. März 2022 @ 16:30
Nachdem nun schon die Biolabore in der Ukraine keine “russischen fake news ” waren, kommen nun gerade von Glenn Greenwald frisch aus der Druckerpresse neue Nachrichten über Biden, seinen Sohn Hunter und deren Aktivitäten in der Ukraine, die auch keine “russischen fake news” waren.
https://bit.ly/3u67x4r
Heißt nicht, dass es keine russischen fake news oder russische Propaganda gibt. Aber die gibt es auf allen Seiten, was es für Normalbürger immer schwerer macht, überhaupt noch jemandem zu glauben. Da hilft auch keine Zensur, die das in meinen Augen sogar nur noch schlimmer macht.
17. März 2022 @ 09:00
Diese Sanktionen werden massive Auswirkungen haben. Der Grund liegt ganz klar in der Unmöglichkeit die Situation schnell zu bereinigen und in der Tatsache, das die Sanktionen zweit und dritt Runden Effekte haben.
Zweitrundeneffekt dürfte sein, das die Energiepreise auf allen Ebenen der Produktion neu einfließen und den Transport erheblich verteuern.
Drittrundeneffekt ist das die Inflation die aus den Sanktionen und den Zweitrundeneffekten kommen direkt in Lohnforderungen münden und das die Unternehmen die höheren Löhne dann direkt auf die Waren umlegen.
Dann haben wir importierte Inflation plus klassische Inflation (Wechselwirkung Lohnkosten => Endverbraucherpreise) und bekommen einen erheblichen Wirtschaftseinbruch, weil Zwischenprodukte und Rohstoffe entweder tatsächlich nicht verfügbar sind oder der Wirtschaft aus politischen Gründen vorenthalten werden.
Was fehlt ist ein richtig großes Maßnahmenpaket um Deutschland innerhalb kurzer (also kürzer 24 Monate) Zeit energetisch autark zu bekommen.
Technisch machbar, politisch sinnvoll aber durch den US Druck und die ganzen anderen Kosten die da auflaufen schwer durchzusetzen.
Was macht eigentlich dieser Ordoliberale “Wirtschaftsberater” vom Lindner? Hat der schon Brechdurchfall wenn er auf die Ausgaben schaut oder arbeitet der an einem Konzept der privaten Investitionen (PPP) für eine autarke Energieversorgung?
Das ist doch seine große Stunde …. jetzt kann er alles richtig machen und beweisen das Ordoliberalismus funktioniert, wenn nicht in einer Krise, wann dann?
17. März 2022 @ 09:43
Richtig, die Auswirkungen sind enorm. Doch es geht längst nicht mehr nur um Zeitrundeneffekte. Der Wirtschaftskrieg legt die Axt an die Wirtschaftsordnung, die bisher auf Liberalisierung und Globalisierung beruhte. Das offizielle ziel ist Russland, doch er betrifft die ganze Welt – die USA wollen auch China in die Schranken weisen. Ein “Decoupling” von Russland UND China wäre für Europa und speziell für Deutschland eine Katastrophe.
17. März 2022 @ 10:10
Gibt es eine Form der Gegenwehr gegen die US Forderungen?
Haben wir irgendeine Möglichkeit und sei sie auch noch so theoretisch?
Die EU ist Geschichte.
Die USA brechen ihren Teil aus der Welt heraus und das ist Besitzstand.
Der Rest wird nicht gerade auf Deutschland warten, wir haben zu lange im Popo der USA alles mitgemacht.
Unsere Nachbarn scheinen mir nicht geneigt (Polen) oder nicht fähig (Frankreich, Italien) oder zu klein, um das eigentliche Problem (Weltordnung-USA) auch nur anzudenken, wobei denken ja schon Hochverrat ist.
Das geht jetzt auch auch alles noch weiter. Das ist ja Salamitaktik mit den Sanktionen, die USA und die Neueuropäer der Intermarestaaten treiben den Keil so lange bis etwas wirklich gravierendes passiert. Es sieht auch nicht so aus, als wenn es da Grenzen gäbe, welche Schäden die anrichten.
Deutschland ist da genauso Ziel des Hasses wie Russland.
Also haben wir irgendeine Chance?
Ich sehe realistisch im Moment nur eine. Komplette Abkopplung, Autarkie, alles selbst machen, alle Abhängigkeiten brechen, vollständiges Abtauchen.
Das kostet uns mindestens 20%-30% BIP und ich bin mir nicht mehr sicher, ob das nicht billiger ist, als das was die Amis mit uns machen.
17. März 2022 @ 16:32
Worauf ich ja warte, ist die Neuberechnung der EU Haushalte.
Unter polnischer haben wir ja in einer beispiellosen “Solidarität” mit der Ukraine nicht nur unsere Energieversorgung extrem verteuert, sondern auch unseren zuverlässigsten Rohstofflieferanten verloren.
Da wird es Polen wohl nicht wundern, wenn die Nettozahler sehr viel weniger Netto vom Brutto haben und die Zahlungen ausbleiben.
So viel Führung und Solidarität muss dann sein oder?
Irgendwo muss das Geld für die Brüder und Schwestern aus der Ukraine ja herkommen.
Danke Polen. Die Investitionen gehen dann wohl auch eher in die Ukraine als nach Polen.
Wir wissen ja schließlich was von uns erwartet wird und möchten es nur allen Recht tun.
Also man sieht sich bei der Abrechnung.