Hat Ihr Abgeordneter auch ein Phantombüro?

Der Skandal hat keine großen Wellen geschlagen. Dabei ist es schon bizarr, dass viele Europaabgeordnete Spesen für Wahlkreisbüros kassieren, die nur auf dem Papier existieren – und das auch noch ohne Belege.

Manche Büros entpuppen sich bei näherer Betrachtung sogar als ständiger Wohnsitz und/oder privates Eigentum des Abgeordneten. Es sind “Phantombüros”.

Darunter sind auch prominente Deutsche wie der CSU-Politiker und EVP-Fraktionschef Weber sowie die AfD-Abgeordnete von Storch.

Doch obwohl der “Stern” und andere große Medien über diesen Spesen-Skandal berichtet haben, hält sich die Aufregung in engen Grenzen.

Ob es daran liegt, dass sich die deutschen Abgeordneten einig sind, dass alles in bester Ordnung sei – und es unzumutbar wäre, Spesen und Mietkosten zu belegen?

Oder vielleicht daran, dass viele Bürger gar nicht wissen, wer sie im Europaparlament repräsentiert – und wo die entsprechenden Wahlkreisbüros sind?

Das muss nicht so bleiben. Denn nun gibt es eine Website, auf der man nachprüfen kann, ob ein MEP ein Büro unterhält, wo es liegt und ob dafür Kosten ausgewiesen wurden.

Man kann auf eine Europakarte klicken und die 96 deutschen Abgeordneten überprüfen. Wer etwas für Transparenz tun möchte, kann sich danach auch an “seinen” Abgeordneten wenden.

Eine gute Sache, denn von selbst wird diese Selbstbedienung wohl nicht verschwinden. Die Website steht hier

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