Grönland-Gipfel im Weißen Haus – ohne EU und Nato
Die Außenminister aus Grönland und Dänemark werden am Mittwoch im Weißen Haus in Washington erwartet. Dort treffen sie sich mit US-Außenminister Rubio und Vizepräsident JD Vance. Schützenhilfe von EU oder Nato gibt es keine.
Vor dem heiklen Treffen probten beide Länder den Schulterschluss. “Wenn wir hier und jetzt zwischen den USA und Dänemark wählen müssen, wählen wir Dänemark und die EU”, sagte Grönlands Regierungschef Nielsen bei einer Pressekonferenz mit der dänischen Ministerpräsidentin Frederiksen in Kopenhagen.
Die große Frage ist, ob die Grönländer überhaupt noch eine Wahl haben. US-Präsident Trump hat aus seinem Besitzanspruch kein Hehl gemacht und erklärt, er wolle in Kürze Fakten schffen. Von einer Volksbefragung hat er nichts gesagt, stattdessen ließ er eine Sprecherin mit dem Militär drohen…
Eine weitere Frage ist, warum bei dem heiklen Treffen im Weißen Haus keine Vertreter von EU und Nato dabei sind. Der ukrainische Präsident Selenskyj durfte bei einem Besuch im Weißen Haus im Sommer die halbe EU-Spitze sowie Nato-Generalsekretär Rutte als “Bodyguards” mitbringen.
Die Ukraine ist wichtiger
Dänen und Grönländer hingegen müssen allein antreten und werden wohl nicht einmal Trump treffen. Offenbar sind sie nicht so wichtig, auch nicht für die EUropäer. In Brüssel hofft man ja immer noch, sich mit einer erhöhten Nato-Präsenz in Grönland aus der Affäre ziehen zu können...
Außerdem haben sich EU und Nato voll auf den Krieg um die Ukraine und den Kampf gegen Russland eingeschossen. Wenn sie Trump in Osteuropa bei der Stange halten können, wären sie im Notfall wohl sogar bereit, Grönland zu opfern und Dänemark zu demütigen.
Darauf deuten jedenfalls die letzten Äußerungen aus Brüssel hin. Das Trump-Problem wird schlicht geleugnet…
Mehr zur Grönland-Krise hier
P.S. Beobachter fürchten einen “Selenskyj-Moment”, wenn Dänen und Grönländer ohne “Begleitschutz” im Weißen Haus empfangen werden. Der ukrainische Präsident war im vergangenen Februar von Trump vor laufenden Kameras bloßgestellt worden. Offenbar soll Vance erneut den “Bad Cop” geben, schreibt “Der Standard”.

14. Januar 2026 @ 09:54
Und warum treibt sich die Personalie Wadephul in Washington rum!? Oder absolviert er inzwischen ein Touristenprogramm in New York mit seiner unsäglichen Vorgängerin Baerbock als Führerin? Egal, wird aus Steuergeldern finanziert, einschließlich der zwei Flieger, einer für Wadephul, einer für Klingbeil! Letzterer hat vermutlich eine Kreditkarte des Finanzministerium dabei!
14. Januar 2026 @ 09:10
@european
Sollte uns bekannt vorkommen. Wir veranstalten ja auch Friedensgipfel mit der Ukraine ohne Russland. * hihi * Das mögen die Menschen: Nicht miteinander reden (könnte Widerspruch ernten, das ist bäh), in jedem Fall übereinander reden (kein Widerspruch, Krone aufsetzen). Es ist sooo zum kotzen!
… Von einer Volksbefragung … ist keine Rede. So? Russland hat aber eine solche (aka Wahl) auf der Krim durchgeführt. 😉 Noch nicht einmal das traut sich die US- Demokratie?
14. Januar 2026 @ 08:44
Sollte uns bekannt vorkommen. Wir veranstalten ja auch Friedensgipfel mit der Ukraine ohne Russland. Außerdem hat die EU bewiesen, dass Trump mit ihnen machen kann, was er will.
Wie schon bei Olaf Scholz drängt sich der Verdacht auf, dass es da Aufzeichnungen und Mitschnitte des CIA gibt, die besser nicht an die Öffentlichkeit geraten sollen. Also lächelt man und sagt nichts.
14. Januar 2026 @ 08:43
Ukraine als Dauerhenker, Gaza und Westjordanland fortgesetzt zur Veranschaulichung der Barbarei, jetzt noch Venezuela mit drohendem Guerillakrieg und Iran mit zionistisch hineingerolltem Pulverfass, und das bei wirtschaftlichem Abstieg und stark steigender Verschuldung. Kann hier jemand noch irgendeine Strategie erkennen, außer der gierigen Sucht nach Rettungsbooten?
14. Januar 2026 @ 08:18
Die angebliche Bedrohung Grönlands durch Russlands und China ist reine Trump Phantasie weshalb auch eine erhöhte NATO Präsenz keinen Sinn machen würde! Die Bedrohung kommt qua USA aus den Reihen der NATO Mitglieder selbst und basiert auf der Gier nach Rohstoffen!
14. Januar 2026 @ 08:40
Es ist keine Phantasie, sondern ein Scheinargument für die amerikanische Bevölkerung, denn schließlich wird gerade das Kriegsbudget in exorbitante Höhen getrieben. Schlagwörter wie Befreiung bleiben im Gedächtnis haften und Massenvernichtungswaffen haben als Argument nicht nur ausgedient, sondern wirken im Zusammenhang mit Grönland eher lächerlich.
Sehr schön dazu ein Post des Grönländers Orla Joelsen auf x
https://x.com/OJoelsen/status/2010542551476920757
“I was born and raised in Greenland, and I live in Greenland
I have traveled widely along the coast, sailing on the coastal ferry from South Greenland all the way to North Greenland, and I also fly frequently on domestic routes. I have visited nearly every town in the country, with only Qaanaaq, Uummannaq, and Ittoqqortoormiit remaining.
I have never—not once—seen a Russian or Chinese destroyer in Greenlandic waters. Nor have I ever heard of any Greenlander who has.”
Sie werden Grönland trotzdem übernehmen. Davon bin ich überzeugt.
14. Januar 2026 @ 10:16
@european
Sieht so aus!
Wenn Trump der Richter ist dann sind Vance und Rubio seine Henker! Aber Frankreich will jetzt – keine Botschaft aber – ein Konsulat in Grönland eröffnen! Vielleicht beeindruckt Trump das!?
14. Januar 2026 @ 02:56
„Die große Frage ist, ob die Grönländer überhaupt noch eine Wahl haben.“
Nun, auch Hitler hat völkerrechtswidrig fremde Länder besetzt – und musste am Ende noch mehr als das Besetzte zurückgeben… die Weltgemeinschaft ist schon wegen Venezuela nicht gut auf ihn und die USA zu sprechen, das alles könnte ihm und den USA noch auf die Füsse fallen. Vielleicht nicht heute oder morgen, aber Geschichte ist geduldig…
14. Januar 2026 @ 08:13
Das Fatale ist ja, dass die Ukrainische Union mit ihrer Arschkriecherei einen Tyrannen stärkt statt eindämmt. Besseres kann einem Tyrannen nicht widerfahren. Die Tyrannei der USA wird gestärkt duch die Ukrainische Union. Man kann nicht ehrloser auf der falschen Seite der Geschichte stehen.