BEST OF 2025 – Selenskyj & Friends zum Rapport bei Trump

Die besten (meistgelesenen) Beiträge von Lost in EUrope im vergangenen Jahr. Folge 7 von 10 zur europäischen Gefolgschaft in der Ukraine-Politik.

REPOST vom 17.08.25UPDATE unten

Seit dem Alaska-Gipfel stehen die EUropäer massiv unter Druck. Das zeigt sich nicht nur an immer neuen Krisensitzungen – sondern auch an einem bizarren EU-Ukraine-Gipfel in Washington.

“Zum Rapport bei Oberbefehlshaber Trump“: So könnte man das improvisierte Treffen in Washington überschreiben. Ursprünglich war nur ein “Debriefing” mit dem Gefreiten Selenskyj geplant. Trump wollte Selenskyj über den Alaska-Gipfel unterrichten und ihn auf Linie bringen.

Doch weil man in Berlin und Brüssel offenbar fürchtete, Selenskyj könne von Trump über den Tisch gezogen werden, kommt er nun mit seinen Bodyguards – pardon: seinen europäischen Schutzbefohlenen.

Kanzler Merz, Präsident Macron, Premier Starmer und natürlich auch EU-Chefin von der Leyen werden – angeblich unter “deutscher Führung” – dabei sein, wenn Selenskyj über die Folgen des Trump-Putin-Gipfels spricht.

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Auch die italienische Regierungschefin Meloni und der finnische Präsident Stubb wollen unbedingt dabei sein. Das ist fast schon ein EU-Gipfel – auch wenn die eigentlich gefragten Politiker fehlen.

Denn normalerweise sind Ratspräsident Costa und Außenkommissarin Kallas für internationale Treffen zuständig. Doch normal ist schon lange nichts mehr in der EU. Selbst der dänische EU-Vorsitz wird übergangen.

Was die EU-Granden und Selenskyj in Washington erreichen wollen, ist klar: Sie wollen verhindern, dass Trump territoriale Zugeständnisse macht und versuchen, ihn zu Sicherheitsgarantien und Sanktionen zu überreden.

Sinnlose Forderungen

Das macht natürlich keinen Sinn, denn für einen Friedensschluss mit Russland müssten die Sanktionen eher gelockert werden. Zudem hat Putin die Entsendung europäischer oder amerikanischer Truppen in die Ukraine abgelehnt.

Aber was macht das schon? Weil die EUropäer es immer noch nicht wagen, Putin selbst zu treffen und die Realitäten des Stellvertreter-Kriegs anzuerkennen, versuchen sie wenigstens, Selenskyj den Rücken zu stärken und Trump zu “beraten”.

Das ist alles, was von der “geopolitischen EU-Kommission” und “Global Europe” übrig geblieben ist – ein trauriges Häuflein von Bedenkenträgern und Bittstellern, die zum Rapport ins Weiße Haus reisen…

Siehe auch Trump kommt Putin weit entgegen – EUropäer geraten unter Druck sowie den Update Gipfel in Washington: Die nächste Klatsche für die EUropäer?

UPDATE: Das Treffen im Weißen Haus ist in die Geschichte eingegangen – wegen der Fotos, die “Daddy” Trump und seine folgsamen “Freunde” aus EUropa zeigen. Es hat auch Schule gemacht, denn fortan haben Selenskyj & Friends ihre Politik immer wieder an Trump ausgerichtet. Dabei konnten sie sogar einige Korrekturen durchsetzen – etwa zum 28-Punkte-Plan, der allzu pro-russisch war. Doch insgesamt gab und gibt Trump die Linie in der Ukraine-Politik vor.

Dies zeigt sich auch jetzt wieder, nach den Gesprächen mit Selenskyj in Florida. Die Europäer waren daran nicht beteiligt und beschränkten sich darauf, dem ukrainischen Staatschef den Rücken zu stärken bzw. vor Trump zu warnen. Selenskyj wiederum erklärte, einen Frieden in der Ukraine könne nur Trump erreichen. Womit erneut bewiesen wäre, daß die EUropäer eine Statistenrolle spielen. Gebraucht werden sie nur, um die Rechnung zu bezahlen…