Ukraine: Das “Reparations-Darlehen” entpuppt sich als Waffendeal

Die EU-Kommission will das neue, schuldenfinanzierte Darlehen für die Ukraine in Höhe von 90 Mrd. Euro aufteilen – und zu einem Konjunkturprogramm für die Rüstungsindustrie machen. Ein Drittel des Geldes soll in das Staatsbudget in Kiew fließen und zwei ⁠Drittel in militärische ‍Ausrüstung, sagte Kommissionspräsidentin von der Leyen. Von “Reparationen” Russlands ist keine Rede mehr. Kanzler Merz hatte beim EU-Gipfel Ende Dezember ein “Reparations-Darlehen” gefordert, das aus russischem Vermögen finanziert werden sollte. Doch er konnte sich nicht durchsetzen. Nun muß Deutschland für frische EU-Schulden bürgen, bekommt zum Trost aber sicher lukrative Rüstungsaufträge aus Kiew. Diese Art der Ukrainehilfe entspräche den politischen Prioritäten der EU, erklärte von der Leyen. Allerdings sind drei Länder ausgeschert – die Kriegskredite haben die EU gespalten.