Aufgelesen: Deutsche Aufrüstung weckt alte Ängste in Paris
Deutschland rüstet auf – nicht zuletzt mit Hilfe der neuen Kriegskredite für die Ukraine. Ein Großteil der EU-Hilfen dürfte Rheinmetall & Co. zugute kommen. Das weckt alte Ängste in Frankreich, berichtet “telepolis”.
Kürzlich haben sich die Länder der Europäischen Union darauf verständigt, gemeinsam Schulden in Höhe von 90 Milliarden Euro aufzunehmen und der Ukraine das Geld zu geben. Damit soll Kiew in die Lage versetzt werden, Waffen zu kaufen.
Doch hinter den Kulissen tobt ein Streit zwischen Deutschland und Frankreich über die Bedingungen darüber, wo die Ukraine die benötigten Waffen beschaffen darf. Im Kern geht es um die Frage: Darf Kiew auch bei US-Herstellern einkaufen – oder nur bei europäischen Unternehmen?
Paris drängt laut Politico auf eine strenge Regelung, die den Kauf von Rüstungsgütern auf EU-Unternehmen beschränkt. Die französische Regierung will verhindern, dass EU-Gelder “nach Washington fließen”, und stattdessen die europäische Rüstungsindustrie stärken.
Aus französischer Sicht bietet der Kredit eine einmalige Gelegenheit, die Hebelwirkung der EU-Finanzmittel zu maximieren.
Deutschland und die Niederlande sind damit nicht einverstanden. Berlin lehnt produktbezogene Beschränkungen ab und möchte der Ukraine mehr Spielraum bei der Beschaffung einräumen.
Weiterlesen auf “telepolis”

15. Januar 2026 @ 11:38
Trau schau wem!!! Bei den vielen abgeräumten Versprechungen, gebrochenen Zusagen, Wertebrüchen, Tricksereien und den Erfahrungen der Vergangenheit kann man eigentlich nicht überrascht sein, wenn sich manche fragen, “ab wann wird zurückgeschossen”.
15. Januar 2026 @ 08:36
Ihr Artikel ist sachlich, die Überschrift dazu aber reißerisch. „Alte Ängste“ kann in dem Kontext nur Angst vor einem deutschen Angriffskrieg meinen; die Streitigkeiten darüber, ob Waffen, die man ohnehin kaufen würde, bevorzugt bei europäischen (am besten französischen) Herstellern oder auch ggf. bei US-Herstellern gekauft werden sollen, sind keine alten Ängste, sondern ein ständiger Streitpunkt zwischen verschieden ausgerichteten Handelspolitiken. Da es überdies um Waffenkäufe der Ukraine geht, hat dies mit „deutscher Aufrüstung“ nichts zu tun; aufrüsten soll die Ukraine.
15. Januar 2026 @ 02:40
Krieg ist halt ein super Geschäft… Wachstum ist ja so wichtig, und wenn die Wirtschaft mal nicht weiter wachsen will, dann sorgt ein zünftiger Krieg dafür,dass es von Null wieder nur nach oben gehen kann. Hooray!
Von den Kriegskrediten redet dann danach ohnehin keiner mehr, dann wurden neue Schuldverhältnisse geschaffen. Viele haben dann bereits mit dem Leben bezahlen müssen, während die Geschäftemacher vorm sicheren warmen Kamin oder auch mal im Bunker gesessen haben.
14. Januar 2026 @ 18:30
Okay, die 90 Milliarden sind eindeutig zu knapp. Da müssen nochmal ein paar hundert Milliarden her, damit es wirklich für alle Rüstungsfirmen Europas und der USA reicht. Wenn schon Krieg, dann bitte fair. Nicht, dass sich die armen Waffenschmieden noch um die Brosamen streiten müssen.
14. Januar 2026 @ 17:36
Was hat Merz denn gegen Rheinmetall?