Grönland: Nato-Rutte und EU-Jörgensen leugnen das US-Problem
Führende EU- und Nato-Politiker leugnen weiter, daß es ein Problem mit US-Präsident Trump und Grönland gibt. EU-Kommissar Jörgensen und Nato-Generalsekretär Rutte drehen völlig frei.
Dies konnte ich heute “live” im Europaparlament in Brüssel erleben. Erst sprach EU-Energiekommissar Jörgensen – ein Däne! – in einer Parlaments-Debatte zu Russland.
Jörgensen brachte das Kunststück fertig, 20 Minuten lang die russische Gefahr zu beschwören, und die US-Gefahr für Grönland und seine Heimat Dänemark nur ganz kurz zu streifen…
Fast noch verrückter: Der Energiekommissar feierte das “Aus” für günstige russische Energie als “neue Unabhängigkeit” – und spielte die neue Abhängigkeit von teurer US-Energie herunter!
Totale Realitätsverweigerung
Völlig frei drehte kurz darauf Nato-Generalsekretär Rutte. Er war zu einer Veranstaltung der Liberalen im EU-Parlament geladen, natürlich als Starredner (Rutte ist auch ein Liberaler).
Erst pries der Mann, der früher in der EU die Gruppe der Geizhälse anführte, das unbezahlbare Fünf-Prozent-Ziel in der Nato. Dann beschwor auch er die russische Gefahr. Mit keinem Wort ging Rutte auf Grönland und Trump ein.
Und als der Nato-Chef schließlich dazu befragt wurde, erzählte er irgendwas von einer guten Nato-Debatte über die Arktis vor einem halben Jahr! Dabei ist diese Debatte durch Trumps Drohungen völlig überholt!
Mehr Realitätsverweigerung geht nicht. Auch wenn Rutte als “Trump-Flüsterer” bekannt ist und nie etwas Schlechtes über “Daddy” sagen würde – das war schon eine Zumutung, selbst für Liberale…
Siehe auch “Wie sich die EU gegen Trump wehren kann – und wie sich die Nato anbiedert”

14. Januar 2026 @ 08:43
Sie schreiben über “günstige russische Energie”, als ob diese einfach so zur Verfügung stünde. Tatsächlich ist Russland ein Staat mit Staatswirtschaft, der seit vielen Jahren seine Energieressourcen und den Handel mit ihren oder die Verweigerung des Handels als politische Ware einsetzt. Gegenwärtig führt er Krieg gegen ein Land, das mit der EU assoziiert ist, als Mitgliedschaftskandidat anerkannt ist und langfristig ein EU-Mitglied werden soll; diesen Angriff können wir nicht dulden und mit Russland einfach Handel treiben. Jegliche Gedankenspiele in diese Richtung müssen sich für ein Kommissionsmitglied von selbst verbieten.
Wie man Trumps Maulfurzereien begegnet und wieweit es sich um Maulfurzereien handelt, ist freilich eine andere Frage.
14. Januar 2026 @ 09:23
Das aus R bezogene Erdgas stammte vom deutschen Unternehmen Wintershall, eine Tochter der BASF, damit du endlich kapierst, was du für “Schreibfürze” verbreitest.
14. Januar 2026 @ 09:44
@Herbert: Mir sind die konkreten Einzelheiten der Eigentumsverhältnisse nicht bekannt; jedoch ist Russland ein Staat, der das Privateigentum nur solange respektiert, wie es der Führung opportun erscheint. Insofern ist für das „billige russische Gas“ weniger relevant, ob eine deutsche Firma als „Eigentümer“ der Gasfelder auftritt, als dass es im russischen Machtbereich gefördert wird und die russische Führung seine Lieferung jederzeit stoppen könnte. Solches hat sie zwar im Verhältnis zu Deutschland erst während des Ukrainekriegs getan, als das Verhältnis zu Deutschland eh nicht mehr zu heilen war; aber gegenüber anderen Staaten Mittel- und Osteuropas sehr wohl.
Für Boykottmaßnahmen gegen einen Staat, der seine Verpflichtungen aus der UN-Charta und der Helsinki-Schlussakte frech verletzt, ist es irrelevant, wer in der Lieferkette als Zwischeneigentümer auftaucht. Es geht immer darum, wo die Waren ursprünglich herkommen (oder wohin sie letztlich gehen sollen).
14. Januar 2026 @ 15:50
@ Kleopatra:
“Für Boykottmaßnahmen gegen einen Staat, der seine Verpflichtungen aus der UN-Charta und der Helsinki-Schlussakte frech verletzt,…”
Wie sieht es denn mit Boykottmassnahmen gegen die USA, die ebensolches seit Jahrzehnten ungestraft tun, aus? Und woher bekämen wir unsere Energie dann eigentlich, wenn wir alle Schurken gleich behandelten?
Und, BTW, die Schlussakte von Helsinki wurde zunächst von der Ukraine hinsichtlich ihrer russischen Minderheit verletzt; aber wer “boykottiert” – ausser Russland – die Ukraine deswegen?
14. Januar 2026 @ 08:42
… das war schon eine Zumutung, selbst für Liberale… beides ist eine Zumutung für jeden Menschen dessen IQ wenigstens Körpertemperatur erreicht! m(
14. Januar 2026 @ 02:57
Die sollten die Drogen, die sie nehmen, an alle Bürger verteilen, damit wir den Dumpfsinn von diesen Knallchargen überhaupt noch ertragen.
13. Januar 2026 @ 18:12
„Leugnen“ soll heißen, dass sie lügen und sich demagogischer Mittel bedienen! Es ist unglaublich aber auch wahr und wirklich! Fehlen nur noch aktuellste Verlautbarungen von Konsorten a la Leyen, Kallas, … !
13. Januar 2026 @ 17:53
Realitätsverweigerung? Oder aktive Mithilfe beim Basteln eines neuen, gefälligen Narrativs: die USA vereinnahmen oder okkupieren Grönland nicht (das Heilige Völkerrecht!) Die USA nehmen Grönland doch nur in „Schutz(haft)“ gegen die hochagressive russische Bedrohung in der Arktis! Dagegen kann doch niemand etwas haben…
14. Januar 2026 @ 03:03
Wir müssen das Stockholm- in Kopenhagen-Syndrom umbenennen, was?
13. Januar 2026 @ 17:08
Ich musste als Kind in den 70ern mit in die psychiatrischen Abteilungen der Krankenhäuser in der DDR gehen, um meine Opas am Ende ihres Lebens zu besuchen. Ich bekomme es nicht gebacken, die Parallelen auszublenden.