Update Trump: “Keine Gegenmaßnahme ausschließen”
Während der deutsche Außenminister Wadephul in Washington versucht, die Drohungen von US-Präsident Trump gegen Grönland und die EU zu entschärfen, verstärkt sich in Brüssel der Widerstand gegen Trump – jedenfalls im Europaparlament.
So erklärte die Chefin der liberalen Renew-Fraktion, V. Hayer, die EU müsse sofort handeln. “Wir dürfen keine Gegenmaßnahme ausschließen”, sagte sie bei einem Neujahrsempfang für die Presse in Brüssel.
Als mögliche Gegenmaßnahmen nannte die Französin den Anti-Coercion-Mechanismus der EU, der es erlaubt, US-Unternehmen vom europäischen Markt auszuschließen.
Sie erwähnte auch die Besteuerung der großen US-Digitalkonzerne, eine mögliche europäische (französische?) Militärpräsenz in Grönland sowie die US-Schulden, die EU-Länder als Hebel nutzen könnten.
“Die Kosten für Trump müssen erhöht werden”, betonte Hayer. “Dies ist der Moment der Wahrheit, wir dürfen nicht zurückschrecken“, betonte die Vertraute von Präsident Macron.
Ähnlich äußerten sich deutsche Europaabgeordnete. Was sie im Einzelnen fordern, wird in diesem Blog später nachgetragen – stay tuned!
Siehe auch “Wie sich die EU gegen Trump wehren kann”

14. Januar 2026 @ 08:38
Immer dieses Palaver! Europa muss sich dazu entschließen souverän werden zu wollen und sich ab sofort entsprechend verhalten. “Europe first!” Front gegen die USA!
Es tut am Anfang etwas weh, der Schmerz lässt dann nach. Ein Preis ist so oder so zu zahlen – die Frage ist nur: Lassen wir uns den aufdrücken oder bestimmen wir ihn mit (und lassen die USA auch daran teilhaben, an dem Preis)?
14. Januar 2026 @ 11:18
Das wird von den deutschen Transatlantijern schnell wieder kassiert werden. Die hoffen immernoch Trump aussitzen zu können.
Außerdem wollen sie unbedingt Trump wieder stärker in der Ukraine haben.
13. Januar 2026 @ 18:23
Ist „militärisch verteidigen“ jetzt ein Synonym für Diplomatie?
13. Januar 2026 @ 16:05
Ist es nicht seltsam, dass wir gegenueber den USA “Diplomatie bemuehen”, waehrend das mit Russland nicht einmal versucht wurde, obwohl wir uns den gleichen Kontinent teilen und Russland auch nach dem Konflikt weiter unser geographischer Nachbar bleiben wird.
Bemerkenswert! 😉
14. Januar 2026 @ 03:01
Und mit den Pragmatikern Putin und Lawrow könnte man sich auf einer diplomatischen Ebene durchaus treffen – wohingegen an Trump als einem egomanischen Narzissten im Grössenwahn jede Diplomatie einfach abperlt…