Eigentor bei “Fake News” aus China

In der Coronakrise sieht sich die EU einer Offensive von “” ausgesetzt. Angeblich kommt die “” vor allem aus Russland und China. Doch ein EU-Bericht zum Thema endet nun mit einem Eigentor.

Der EU-Außenbeauftragte sei unter Beschuss geraten, meldet “Politico” nach einer Anhörung im . Die Abgeordneten wollten wissen, ob Borrells Auswärtiger Dienst einen Bericht über “Desinformation” entschärft habe.

Nein, sagte Borrell. Es habe zwar Pressionsversuche aus China gegeben, doch seine Leute hätten nicht klein bei gegeben. Allerdings mußte der Spanier einräumen, dass es zwei Versionen des EU-Berichts gibt: eine “interne” – und die öffentliche.

Die “interne” Fassung war offenbar schärfer gegen China – und wurde in den Giftschrank gelegt. Dummerweise bekam aber die “New York Times” Wind davon und veröffentlichte Auszüge. Das brachte nun die EU-Abgeordneten auf die Palme.

Am Ende der Anhörung bezichtigten einige Parlamentarier den Pressestab von Borrell, die Unwahrheit gesagt zu haben. Andere stellten sich hinter den EU-Außenvertreter, wieder andere forderten eine härtere Gangart gegen China.

Mein Fazit: Die EU hat sich selbst ins Knie geschossen. Wer China attackiert, muß auch bereit sein, Beweise vorzulegen und zu diesen Beweisen zu stehen. Und wer von “Desinformation” redet, darf nicht selbst die Presse anlügen!

Siehe auch “Der K(ra)mpf der Narrative” sowie meinen Bericht in der taz

P.S. Nun hat auch die “New York Times” noch einmal nachgelegt. Der Bericht vom Hearing im EU-Parlament bringt aber nichts Neues. Schade – ich hätte zu gerne gewußt, woher die “N.Y.T.” den Leak hat, der die ganze Affäre auslöste. Vielleicht aus Washington?