Israel: USA schicken Militär-Berater, Baerbock torpediert Friedensgipfel

Der militärische Aufmarsch rund um Israel geht weiter. Washington schickt nun auch Militärberater – offenbar für die geplante Offensive in Gaza. Derweil torpediert Berlin einen Friedensgipfel.

„Der Pentagon schickt Waffen und Berater in den Nahen Osten“, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Einer der Berater war vorher im Irak tätig, bekämpfte den „IS“ und gilt als Experte für den Straßenkampf.

Zuvor hatte US-Präsident Biden mit Regierungschef Netanjahu telefoniert. Es ging um “U.S. support for Israel and ongoing efforts at regional deterrence, to include new U.S. military deployments.”

Das Weiße Haus beschuldigte Iran, Angriffe auf US-Militärbasen in der Region „aktiv zu unterstützen“ (was auch immer das heißen mag). Man werde mögliche Angriffe nicht unbeantwortet lassen.

Frankreichs Präsident Macron forderte bei einem Besuch in Israel eine internationale Allianz gegen Hamas nach Vorbild der Anti-IS-Allianz. Der Kampf müsse „gnadenlos, aber nicht ohne Regeln“ sein.

Derweil streitet die EU weiter. Nun lägen sich Außenministerin Baerbock und EU-Chefdiplomat Borrell in den Haaren, meldet der „Spiegel“. Baerbock habe sogar eine Abschlußerklärung beim Kairoer „Friedensgipfel“ verhindert.

Das eine Lager, zu ihm gehörten der EU-Außenbeauftragte Borrell und sein Landsmann, der spanische Außenminister José Manuel Albares, setzte sich für eine gemeinsame Abschlusserklärung mit den arabischen Staaten und den Vertretern des sogenannten Globalen Südens ein. An der Spitze des anderen Lagers stand die deutsche Außenministerin. Zusammen mit den Außenministerinnen Frankreichs und Kanadas markierte Baerbock einige rote Linien und blockierte am Ende eine gemeinsame Abschlusserklärung.

Offenbar versteht sie doch etwas von Diplomatie – wenn es darum geht, eine Feuerpause zu verhindern und einen Friedensgipfel zu torpedieren…

Siehe auch Bedrohlicher Aufmarsch der Großmächte rund um Israel und Ohnmacht in Nahost

P.S. Baerbock hat bei der UNO in New York für „humanitäre Fenster“ für eine Versorgung der Zivilbevölkerung im Gazastreifen geworben. Doch sie ist weiter gegen eine Waffenpause. Das verstehe wer wolle…