“Erstmal Selenskyj fragen”: EU erneut im Panikmodus

Die EU ist im Panikmodus. Kommissionschefin von der Leyen setzt eilige Beratungen an – dabei ist sie beim G20-Gipfel in Südafrika. Kanzler Merz wirft seinen Tagesplan um und sagt alle Termine ab. Grund der Hektik: Der neue Friedensplan für die Ukraine.

Der amerikanische Plan wurde hinter dem Rücken der EUropäer entworfen und bisher – folgt man EU-Ratspräsident Costa – immer noch nicht offiziell kommuniziert.

Eine von US-Medien veröffentlichte Version enthält 28 Punkte. Bei ihnen geht es unter anderem darum, dass die ukrainischen Gebiete Donezk und Luhansk als faktisch russisch anerkannt werden.

Die EU soll ihre Sanktionen gegen Russland nach und nach aufheben und auch die derzeit viel diskutierten “Russian Assets” freigeben. Ein Teil des Gelds soll in den Wiederaufbau der Ukraine fließen, der Weg für einen EU-Beitritt wäre frei.

Doch obwohl zumindest der letzte Punkt den EUropäern und Ukrainern gefallen dürfte, herrscht in Brüssel und in Berlin wieder einmal Panik – wie immer, wenn die Trump-Administration einen Friedensplan ausheckt.

“Wir werden die Lage sowohl mit den europäischen Staats- und Regierungschefs als auch mit den Führungspersönlichkeiten hier am Rande des G20-Gipfels erörtern“, sagte von der Leyen in Johannesburg.

Sie werde außerdem den ukrainischen Präsidenten Selenskyj kontaktieren. Zentral sei weiterhin, dass nichts ohne die Ukraine entschieden werde. Allerdings ist Selenskyj offenbar längst im Bilde – im Gegensatz zu VdL!

Deutsche Führung? Fehlanzeige!

Kanzler Merz, der eigentlich die “Führung” in der Ukraine-Politik übernommen wollte, wurde von den Ereignissen überrascht. Er hat seinen Tagesplan umgeworfen und will nun eiligst mit Selenskyj, Macron und Starmer telefonieren.

Vielleicht fliegt der Kanzler hinterher ja wieder nach Washington – so wie im Sommer, als die EU einen improvisierten Ukraine-Gipfel im Weißen Haus veranstaltete, um Selenskyj vor US-Präsident Trump zu schützen?

Die Fotos von Merz, von der Leyen & Co., die wie Bittsteller bei Trump im Weißen Haus vorsprechen, sind allerdings nicht in allerbester Erinnerung geblieben…

Siehe auch Friedensplan für die Ukraine: Die EU ist schon wieder dagegen

P.S. Laut “Bloomberg” soll es diesmal kein Treffen mit Trump geben, sondern nur ein Telefonat. Man wird bescheiden…