Aufgelesen: Wir brauchen eine kritische Debatte über die Aufrüstung
Die EU treibt ihre Aufrüstung entschieden voran, zuletzt mit einem Vorstoß zum “militärischen Schengen”. Da Europaparlament nickt alles ab – vielen Abgeordneten geht die Vorbereitung auf einen möglichen Krieg mit Russland nicht schnell genug. Dabei wäre eine breite demokratische Debatte nötig, schreibt das “Surplus Magazin”.
“Alternativlos” – so bezeichnete der Chef der Europäischen Volkspartei (EVP) Manfred Weber im Frühjahr Europas Aufrüstungskurs. Mit dieser Sichtweise ist er nicht allein. Im Anschluss an den russischen Angriff auf die Ukraine hat sich in den politischen Eliten Europas ein Konsens für eine massive Aufrüstung gebildet, der seither umgesetzt wird.
Der letzte Ausdruck davon ist, dass die Ausgaben der EU für Verteidigung und Sicherheit der EU im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen verfünffacht werden sollen – zusätzlich zu den nationalen Mitteln der Mitgliedstaaten. Eine Grundsatzentscheidung des Europäischen Rates dazu soll im Dezember fallen.
All das geschieht ohne eine breite demokratische Debatte über das Ob und Wie einer Aufrüstung. Nicht zuletzt aus sozialen und ökologischen Gesichtspunkten scheint es dringender denn je, die behauptete Alternativlosigkeit der Aufrüstung einem gründlichen Realitätscheck zu unterziehen.
Weiterlesen hier (Surplus). Mehr zur Aufrüstung hier

Arthur Dent
22. November 2025 @ 13:58
Eliten, sind das die, die den Bürger immer auf “Gürtel-enger-schnallen” trimmen (kalte Waschlappen, zwei Pullover statt heizen), sich selbst aber immer einen größeren Schluck aus der Steuerzahler-Pulle gönnen. Für Friseur, Styling, schöne Fotos machen lassen?
Brauchen wir überhaupt Aufrüstung?Um Handelswege freizuhalten, zur Rohstoffsicherung?
Bei Horst Köhler war man darüber noch sehr empört
KK
22. November 2025 @ 15:51
Apropos Friseur: Hat man die Friseur-Kosten von Kanzler Merz mal aufs einzelne verbliebene Haar umgerechnet?
hg
22. November 2025 @ 08:00
Für elementare Entscheidungen sollten die Bürger aktiv mit vorderen können Kriegsvorbereitung ist eine solche!
Pjotr
22. November 2025 @ 01:32
Mein reden, seit Jahren! Hat aber eine Relevanz wie der Pups einer Fliege im Orkan.
Ist „unsere Demokratie“* wirklich „unsere Demokratie“*?
*“Eine repräsentative Demokratie ist ein politisches System, in dem die Bürger ihre Vertreter wählen, die dann in ihrem Namen Entscheidungen treffen und Gesetze erlassen.“ presearch AI
Finde den/die Fehler.
KK
21. November 2025 @ 23:31
Wenn heutzutage Debatten eine ungewollte Richtung einschlagen, werden die Debattierenden als „Delegitimierer der Demokratie“ vom Verfassungsschutz beobachtet, bekommen frühmorgens abschreckenden Besuch oder werden gleich strafrechtlich verfolgt.
Da tun sich viele halt schwer mit Debatten, wenn sie eine abweichende Meinung haben.
Ute Plass
22. November 2025 @ 08:12
Repräsentative Demokratie“ – Wollt Ihr uns verarschen!?
https://youtu.be/0sWUpVfttHo?feature=shared
„Warum wir heute Losdemokratie brauchen“
https://youtu.be/xYYnKt-TOq8?si=_40x-A6ScYF2ih7U
Michael
21. November 2025 @ 21:39
Wenn die Medien mit der Politik ins Bett steigen gibt es keine Agenda und ohne Agenda gibt es keine Debatte! So einfach ist das in diesen Zeiten! Es war einmal anders … !
Erneuerung
21. November 2025 @ 16:59
Die Debatte wird sich gespart, da die Umfragen ja ein deutliches “Ja” zur Aufrüstung anzeigen. Und wer das nicht glaubt, der möge sich bewusst werden, wer da am längeren Hebel sitzt und seine noch vorhandenen Groschen zählen sowie ein paar zur Seite legen, um in 5 Jahren noch leben zu können (falls der Russe nicht alles platt macht). Die EU hat sowas von fertig, und das in einem atemberaubenden Tempo, das hat noch keine Organisation vorher hingekriegt.
Karl
22. November 2025 @ 07:58
Nicht nur die EU hat fertig; die Eliten der meisten europäischen Staaten haben das schon länger. Ihr Tempo ist geringer, denn sie können sich hinter der EU verstecken: die Lethargie des Niedergangs auf dem alten Kontinent, auf dem die Reichen sich das Vasallentum leisten können, denn sie haben ihr Geld in den USA angelegt.
Der starre Tunnelblick der EU ist motiviert durch die aus einer tiefen Kränkung folgenden Besessenheit nach Rache an Russland (T. Fazi)? Oder handelt es sich um Vasallentum aus Dummheit? Oder kommt der starre Blick in die Sackgasse des Vasallentums aus der Gier nach dem leistungslosen Leben durch den US-Finanzkapitalismus (E. Todd)? – Jedenfalls geht es um eine reflexhafte Elitenentscheidung der meisten europäischen Länder, die einst Hegemonial- und Kolonialmächte Europas waren – mit zwei bemerkenswerten Ausnahmen: Österreich (Neutralität) und Spanien (Regierung anti-Franco).
Über die Sicht von Thomas Fazi – Rache an Russland aus Kränkung – zwei aktuelle Artikel: https://tkp.at/2025/11/12/kein-ende-des-kalten-krieges-gleichsetzung-von-russland-mit-sowjetunion/ || https://globalbridge.ch/russland-das-racheprojekt-der-eliten/