Die EU wechselt von WhatsApp zu Signal – mit Ach und Krach

Auch wenn es nicht sicher war, kommunizierte die EU-Kommission bisher über WhatsApp mit Journalisten und anderen Ansprechpartnern. Sogar der Ministerrat nutzte den Dienst. Nun wechselt man zu Signal – ziemlich holprig.

Während Signal vor wenigen Jahren mit nur wenigen Funktionen neben WhatsApp stand, bietet es sich heute als sehr gute Alternative, die zusätzlich mit Datenschutz und Privatsphäre punktet. Das schreiben die Computer-Experten von “Chip”.

Nun setzt auch die EU auf diese Alternative. Bisher hat sie in verschiedenen Chat-Gruppen ihre Botschaften an die Presse verteilt – und sogar Links zu Zoom-Meetings verschickt. Sehr sicher war das nicht, vor allem der Datenschutz ist fragwürdig.

Nun switchen alle zu Signal. “In the coming days, the Council of EU will change the instant messaging platform it uses to share information with journalists: we will move our groups from WhatsApp to Signal“, heißt es im Ministerrat.

Eine Begründung wird nicht geliefert – was erstaunlich ist. Schließlich rühmt sich die EU ja, mit der DSGVO einen Weltstandard für den Datenschutz aufgestellt zu haben.

Wenn das stimmt, dürfte WhatsApp nicht von heute auf morgen unsicher werden – oder die EU müsste darlegen, was hier vorgeht und warum das passiert ist (also über Facebook sprechen). Das macht sie aber nicht.

Stattdessen müssen sich nun alle in Brüssel akkreditierten Journalisten (rund 1000) in den diversen neuen Signal-Gruppen (in meinem Fall vier) anmelden und warten.

Denn eine Bestätigung für erfolgreiche (und hoffentlich) sichere Aufnahme gibt es bisher auch noch nicht…

Siehe auch “Facebook zerschlagen?”