„Merkel wollte Griechen rauswerfen“

Eigentlich ist es kein Geheimnis, doch nun bestätigt es sogar ein ehemaliger Zentralbänker: Kanzlerin Merkel spielte bis Ende 2012 mit dem Gedanken, Griechenland aus dem Euro zu werfen.

Dies hat L Bini Smaghi, ehemlaiger EZB-Direktor, in seinem neuen Buch „Morire di Austerita“ enthüllt, schreibt die griechische Website ekathmerini. Erst spät habe sie eingesehen, dass dies mit hohen Kosten für Deutschland verbunden wäre.

Überzeugt wurde die Kanzlerin übrigens von US-Präsident Obama und Frankreichs Staatschef Hollande, die massiv in Berlin intervenierten, um einen Kollaps in der Eurozone zu verhindern.

Zu dumm nur, dass Merkel im Wahlkampf schon wieder mit einem „Grexit“ flirtet. So hat sie mehrfach betont, es sei ein Fehler gewesen, Athen in den Euro aufzunehmen… – Mehr dazu hier

 

Auch interessant:  Ärzte verzichten auf "schmutziges" EU-Geld

, ,

4 Responses to „Merkel wollte Griechen rauswerfen“

  1. Benno 13. September 2013 at 11:02 #

    „…um einen Kollaps in der Eurozone zu verhindern.“
    Warum eigentlich sollte die Eurozone kollabieren, wäre Griechenland 2010 ausgetreten?
    Dieser Aufbau einer Angst- und Bedrohungskulisse dient natürlich Frankreich:
    Die französischen Banken waren Ende des 1.Q 2012 mit 40 Mrd in Griechenland involviert, deutsche Banken nur mit etwas über 6 Mrd (http://graphics.thomsonreuters.com/F/09/EUROZONE_REPORT2.html).
    Und seit 2010 haben französische Banken (ein Vielfaches mehr als deutsche Banken) sich einen großen Teil ihrer griechischen Schulden entledigt. So rettet der deutsche Steuerzahler die französischen Banken. Klar, dass Frankreich Griechenland im Euro halten wollte/will, denn so können die gewaltigen Risiken der französischen Banken auf andere Steuerzahler verteilt werden.
    Aber die Politiker, die eine Situation wie die Eurokrise/rettung erst ermöglichten, sollten ihre Fehler vorgehalten bekommen und zur Verantwortung gezogen werden, anstatt Preise und Auszeichnungen zu erhalten.
    Was ist mit einer Insolvenzverordnung für Staaten? Nichts.

    • ebo 13. September 2013 at 11:06 #

      Stimmt, Frankreich war in Griechenland stärker exponiert. Aber Deutschland war in Spanien stärker exponiert. Ein „Grexit“ hätte sofort zu einer Megakrise in Spanien und Italien geführt, und die wäre damals nicht mehr beherrschbar gewesen, auch nicht für Berlin und die deutschen Banken.

  2. GS 13. September 2013 at 17:30 #

    Interessanter finde ich, dass Berlusconi offen mit Austritt gedroht und versucht hat, die anderen Länder zu erpressen.

Trackbacks/Pingbacks

  1. Kleine Presseschau vom 13. September 2013 | Die Börsenblogger - 13. September 2013

    […] Lost in EUrope: “Merkel wollte Griechen rauswerfen” […]

Powered by WordPress. Designed by WooThemes