Ukraine will 100 französische Kampfjets kaufen – auf EU-Kosten
Jetzt wissen wir endlich, wozu die Ukraine neue Milliardenkredite braucht: Der ukrainische Präsident Selenskyj und der französische Staatschef Macron haben eine Absichtserklärung zum Kauf von bis zu 100 Rafale-Jets unterzeichnet. Außerdem will Kiew französische Drohnen, Drohnenabwehrsysteme und Lenkbomben bestellen. Alleine der Kauf von 100 Rafale-Jets würde sieben bis zehn Mrd. Euro kosten. Wenn Europa Geld zur Finanzierung der Verteidigung der Ukraine mobilisiere, sei es sinnvoll, davon auch europäische (sprich: französische) Waffen zu beschaffen, sagte Macron. – Allerdings hängt das geplante 140 Mrd.-Euro-Kreditprogramm immer noch in der Luft. Der Plan, dafür in Belgien eingefrorenes russisches Vermögen einzusetzen, stößt weiter auf Widerstand – nun auch bei “Euroclear” – Mehr dazu hier.

A. Lesemann
18. November 2025 @ 11:13
Nicht zu vergessen: Hat Herr Selenskyj nicht gerade einen Letter of Understanding über die Lieferung von 100 bis 150 Saab Gripen unterzeichnet?
https://www.cnn.com/2025/10/23/europe/ukraine-sweden-gripen-fighter-jets-intl-hnk-ml
Unabhängig hiervon dürfte die Lieferung dieser Flugzeuge in nennenswerter Stückzahl ohnehin den Zeitraum nach dem Krieg betreffen, da zur Zeit bestehende Aufträge abgearbeitet werden und die Produktionskapazitäten begrenzt sind (Saab: aktuell angeblich 12 im Jahr). Mir scheint zur Zeit offen zu sein, ob dann nicht ohnehin Rüstungsbeschränkungen vereinbart werden (müssen). Sollen hier Claims für die Nachkriegszeit abgesteckt werden?
Freude über diese etwaigen zukünftigen Rüstungsaufträge scheint mir jedenfalls etwas verfrüht.
KK
18. November 2025 @ 13:45
“Freude über diese etwaigen zukünftigen Rüstungsaufträge scheint mir jedenfalls etwas verfrüht.”
Mir bereiten Rüstungsaufträge jedweder Art grundsätzlich keine Freude, im Gegenteil!
Thomas Damrau
18. November 2025 @ 08:57
In den Köpfen vieler PolitikerInnen läuft im Augenblick ein Fantasy-Film ab. Plot:
— Schulden für Rüstung aufnehmen (in Deutschland nach der letzten Grundgesetzänderung unbeschränkt möglich)
— Die “akute Bedrohungslage” als Begründung nutzen, um “den Staat” im Sinne der Neoliberalen und der Finanzmärkte zurechtzustutzen.
— Mit Rüstungsproduktion für Wachstum sorgen.
— … und dann lebten sie glücklich bis an ihr Lebensende …
Das ist leider nur Fantasy:
— Wer Geld mit Waffen verdienen möchte, muss für genügend Konflikte sorgen, in denen die Waffen in Schrott verwandelt werden: das US-amerikanische Geschäftsmodell.
— Ohne ausreichend viele Konflikte laufen irgendwann die Lager voll und die Nachfrage stagniert. Auch eine zusätzliche Nachfrage durch “Innovationen”, wie Drohnen, reicht nicht aus, um diesen Effekt aufzuheben.
— Wenn Waffen eingesetzt werden, werden nicht nur die Waffen zerstört, sondern auch Menschen und Infrastruktur. Nun kann man als Zyniker meinen “prima, Zerstörung schafft Nachfrage für neue Infrastruktur und Prothesen – also Wachstum”. Die schlechte Nachricht: Auch den Wiederaufbau muss ja jemand bezahlen. Im Fall der Ukraine wird das nicht Putin sein.
— Wer mit Verweis auf das deutsche “Wirtschaftswunder” nach dem Zweiten Weltkrieg (“erst mal alles zu Klump schießen und dann kräftig in die Hände spucken”) auf ein sich selbsttragendes Wachstumsmodell aus Rüstung + Zerstörung + Wiederaufbau zu spekulieren, wäre schon ein Oberzyniker.
Deshalb ist das in diesem Bild https://1drv.ms/i/c/9d24040ac03a7ba7/IQDrlREbdNcMR5dSn2WTXT7aAcTbzynMg–1Uth-aFEKCxQ?e=bBx2bH dargestellte Denkmodell keine Lösung.
KK
18. November 2025 @ 10:14
Das praktische an (bewaffneten) Drohnen ist ja, dass sie sich auch prima gegen eigene Bürger im Innern einsetzen liessen, wenn die mal allzu unzufrieden mit ihren Regierungen werden sollten…
KK
18. November 2025 @ 02:02
Provinz-Schauspieler Selenskyj in der Rolle seines Lebens: ein verwöhntes Balg reicher Eltern, das mit der Platin-Kreditkarte von Papi shoppen geht…
Michael
17. November 2025 @ 21:20
Bevor diese Macron/Selenskyi Absicht realisiert wird, dürfte Russland den Konflikt beendet haben! Die NATO Mitgliedschaft und Militarisierung der Ukraine wird sich dann als Hirngespinst erweisen!
Der Skeptiker
17. November 2025 @ 19:09
Das ist wie einem Kleinkind einen Sack Feuerzeuge geben. Es reicht, ich höre sofort auf zu arbeiten und trete in Konsumstreik. Der Krieg ist verloren, der Kerl ist der reichste Bettler der Welt und hat zumindest Teile seines Vermögens nicht mit eigener Arbeit erworben. Und für einiges hat er sich vermutlich bezahlen lassen.
Die Ukraine hat diesen Krieg verloren und der Westen mit ihr. Wann geht das endlich in die Köpfe der Leute? Verhandelt den Frieden, ob es Selenskyi und seinen Nazionalisten nun passt oder nicht. Aber gebt ihnen um Gottes Willen nichts, womit sie noch mehr Schaden anrichten können. Und die, die sie unterstützen sind mit verantwortlich, vor allem die Briten (Johnsen, Starmer, King Charles).
KK
18. November 2025 @ 09:10
Sie haben noch Konsum, den Sie bestreiken können? Glückwunsch!
Arthur Dent
17. November 2025 @ 18:06
Deutschland wird jetzt auch, über Umwegen, das französische Militär aufrüsten (Macron sucht ja schon länger Deppen, die ihm die Aufrüstung und Modernisierung – Stichwort Nuklearschirm – seiner Armee finanzieren). Da alles unserer Sicherheit dient…
Olaf Scholz hat den Amerikanern ja 35 lahme Enten (F-35) abgekauft und ich glaube, schon 2,5 Mrd. Anzahlung geleistet. Noch haben wir allerdings keine.
palman
17. November 2025 @ 17:01
… und die >Ukruine-Zombiade< ist halt auch n u r ein “anglo-armeeri-khasarisches” Billionen-GESCHÄFTS-Modell nach dem Motto: – LEBEN auf PUMP – !!??!! 😉