Trump-Deal kostet Wachstum – EUropa fällt weiter zurück
Der unfaire Handelsdeal, den EU-Chefin von der Leyen mit US-Präsident Trump geschlossen hat, kostet Wachstum. Dies hat die EU-Kommission eingeräumt. EUropa fällt deshalb weiter zurück.
„EU needs to step up action to reverse the trend of falling behind“, erklärte Wirtschaftskommissar Dombrovskis. “Die EU muß mehr tun, um den Trend umzukehren und nicht weiter zurückzufallen.”
Dombrovskis rechnet in diesem Jahr zwar mit einem etwas besseren Wachstum als erwartet – 1,4 Prozent statt 1,1 in der Frühjahrsprognose. Doch das ist vor allem Spanien und Polen zu verdanken.
Diese Länder wachsen gegen den Trend, den vor allem Deutschland setzt. Aber auch Frankreich und Italien schwächeln. Im kommenden Jahr dürfte sich die Lage kaum bessern, heißt es in der Herbstprognose.
Das Wachstum soll bei 1,4 Prozent verharren – nicht genug, um mit China oder den USA mitzuhalten. “Europas Wirtschaft wirkt wie ein Motor, der nur auf zwei Zylindern läuft, während andere Regionen auf der Überholspur unterwegs sind”, sagt der EU-Abgeordnete M. Ferber (CSU).
Dies ist auch eine Folge des miserablen Deals, den von der Leyen mit Trump geschlossen hat. Er dämpft das Wachstum um 0,1 bis 0,3 Prozentpunkte, so Dombrovskis. „The impact may be greater than expected“, fügt er warnend hinzu…
Mehr zur Wirtschaftskrise hier

Helmut Höft
18. November 2025 @ 11:19
“Trump-Deal kostet Wachstum – EUropa fällt weiter zurück”
Sry, isch kann’s Wasser nedd mehr halde: Wachstum, Waxxtum, Waxxtum …
Es wird Zeit, dass die Ökonomiks die Erde als zu klein erkennen und Wirtschaftsbeziehungen zum Universum empfehlen. Wegen knapper werdender Ressourcen natürlich Import und Export. m(
Das Klimadingsbums ist ausgelutscht, Zusammenfassung (Teil 10) ist on air (via hier https://lostineu.eu/forum-zur-eu-politik/topic/naturgesetze-klima-vs-europaeischer-green-deal/ )
PS.: Je tiefer man in die Forschung, die Literatur und die Quellen einsteigt, umso mehr verschlägt es einem den Atem, wie die Menschheit negiert, dass sie den Ast absägt auf dem sie sitzt, was alles von den Konzernen versteckt und herbei gelogen worden ist. Auswahl gefällig:
https://www.klimafakten.de/kommunikation/wie-shell-sein-wissen-ueber-den-klimawandel-geheimhielt
https://www.spiegel.de/spiegel/wie-shell-sein-wissen-ueber-den-klimawandel-geheim-hielt-a-1202889.html
https://www.kom.de/medien/shell-papers-konzern-geld-fuer-klimawandelleugner/
https://www.tagesschau.de/faktenfinder/kontext/desinformationsstrategien-zum-klima-101.html usw. usf. entsprechende Infos – breiter aufgestellt als in den Printmedien – gab’s schon vor vielen Jahren auf arte und phönix aber wer guckt da schon hin? Asoziale Medien, Amazon prime, Netflix und Co. sind angesagt.
Dies zeigt auch, wo das Interesse der meisten Menschen liegt: Zu allerletzt an den Lebensgrundlagen der Menschheit!
Wenn einer meint, ich wäre sauer, vllt. sogar zornig: BINGO! Ich verstecke das auch nicht, bin schließlich alt genug um nicht mehr brav sein zu müssen! Darüber freue ich mich 😀
@Thomas
FACK! Und sehr metaphorisch die Autometamorphose: Auto fängt mit “Au” an und hört mit “teuer” auf! Deutscher Stoizismus!
@european
“Der Trump-Deal ist m.E. nur vorgeblich für die europäische Misere verantwortlich.” FACK! (siehe Kommentar zum Besuch bei der BuBa, gestern: Alles Schwätzer!!!!!)
Thomas Damrau
18. November 2025 @ 08:11
„Europas Wirtschaft wirkt wie ein Motor, der nur auf zwei Zylindern läuft, …“ Deutsche PolitikerInnen kommen beim Thema Wirtschaft immer wieder auf Metaphern aus der Autoindustrie:
— ankurbeln (für Oldtimerfans)
— Bremsen lösen
— Gang wechseln
— Gas geben
Das zeigt, wie scheinbar unauflöslich die deutsche Politik mit den Industrien des 20. Jahrhunderts geistig verwachsen ist: Dagegen helfen auch coole Sprüche über europäische KI-Rechenzentren oder deutsche Fusionsreaktoren nix.
Mein zweites Problem mit solchen Metaphern: Wirtschaftspolitik funktioniert nicht wie Autofahren. Die Handlungsanweisung „Wenn es steiler wird, halt zurückschalten und mehr Gas geben“ lässt sich nicht einfach in eine Anweisung „Wenn keine 2 vor der Wachstumsrate steht, halt Sozialhaushalt runterfahren, Regulierungen abbauen und Unternehmenssteuern senken“ übersetzen. Wirtschaft ist ein komplexes System (https://redfirefrog.wordpress.com/2025/07/15/streiten-6/) mit vielen, teilweise gegeneinander arbeitenden Regelkreisen. Da gibt es keinen isolierten Parameter, an dem wir kurz drehen können, und schon „schnurrt der Motor“ wieder.
Um eine einigermaßen schlüssige (Volks-)Wirtschaftspolitik voranzutreiben, müssten unsere PolitikerInnen zumindest eine grobe Ahnung vom Thema haben. Und da muss ich dem armen Herrn Ferber (CSU) leider die Illusion nehmen, ein Wochenendseminar „Warum der Markt alles regelt“ bei der Firma Blackrock („Teilnahme kostenlos, für kaltes Büfett und geistige Getränke ist gesorgt …“) nicht ausreichend (https://redfirefrog.wordpress.com/2025/01/14/das-progressiv-8-analyse-neoliberalismus/).
Vielleicht sollten wir zusammenlegen und zumindest mal Herrn Merz einen einschlägigen Volkshochschulkurs spendieren.
Helmut Hoeft
18. November 2025 @ 10:02
Gestern auf ‘ner Veranstaltung bei der BuBa in D’dorf gewesen, es ging um “unsere sinkende Exportfähigkeit” – die BuBa berät, neben anderen “Mehnstriemern”, die BuReg. Was soll man sagen? Okee, die BRD ist ein rohstoffarmes Land, aber muss man den Exportismus (Andreas Nölke https://westendverlag.de/Exportismus/1525) gleich so übertreiben?
Viel technischer Kram, breite Datenbasis (277.000.000 Datensätze) – weitgehend korrekt – und natürlich das Bild welches uns täglich die Medien bieten: “Himmel hilf!” (Deutschland ist Weltmeister in stoischem Beharrungsvermögen aka “Alles muss besser werden – aber es darf sich nix ändern!”) Der ganze “nichttechnische Kram” wurde außen vorgelassen. Keine Ausreden wurden aufgetischt – an denen selbstverständlich auch etwas dran ist, etwas! – Beispiel: In den späten 60-igern bis Mitte 70-iger (vor der ersten Ölkrise) hatte die Wirtschaft mehr mit dem Problem mehr offene Stellen als Arbeitslose; in der Spitze bis zu 100.000 Arbeitslosen ggü. 1.000.000 offenen Stellen, Achtung, jetzt kommt’s: Und das trotz Armando Roediguez de Sá und seinen Kollegen!!!! https://de.wikipedia.org/wiki/Armando_Rodrigues_de_S%C3%A1#/media/Datei:Gedenktafel_%E2%80%9EDen_Eingewanderten_gewidmet%E2%80%9C_K%C3%B6ln-Deutz,_2024_-_153323.jpg). Kein Problem denn das Wort “Facharbeitermangel” war noch nicht erfunden worden 😉 . Was hat man gemacht? “Leute, da kommt ein Neuer, der kann euch nur entlasten, euch helfen, wenn ihr den schnellstens fitt macht!” (aka training on the job, aka die Betriebe haben ausgebildet!). Alle haben Deutschland gegen Slowakei gespielt, jeder ist für den anderen gerannt …
Na, BuBa, wie ist dein Rat an die Regierung und vor allem an die Gesellschaft, die Wirtschaft betreffedn “…mangel”?
Apropos “sinkende Wettbewerbsfähigkeit” sie hier (https://www.hhoeft.de/mythos/index.php/2020/05/22/wettbewerb-ist-gut-teil-1/ 3 Teile)
Helmut Hoeft
18. November 2025 @ 10:40
Sry! Statt „Keine Ausreden wurden aufgetischt“ muss es „ausgelassen“ heißen.
PAX
Arthur Dent
17. November 2025 @ 12:58
Ein ganzer Kontinent ist mittlerweile ökonomisch grenzdebil. Deutschland hatte 2024 einen Exportüberschuss von 239,1 Milliarden. An mangelnder Wettbewerbsfähigkeit scheint es also nicht zu liegen.
Dennoch hat die Regierung den reichen Leuten versprochen, sie noch reicher zu machen. Durch Absenken des Rentenniveaus.
Man wartet gespannt auf private Investitionen. Wann werden die kommen? Vielleicht wenn die Nachfrage anspringt?
Wie aber soll das gehen, wenn partout niemand E-Autos oder Wärmepumpen kaufen will, selbst wenn sie gefördert werden.
Das letzte Mal, als wir ein Glas Kirschen gekauft haben, kostete es 1,19€, jetzt stehen sie im Regal für 3,29€. Da können die auch stehen bleiben bis zum St. Nimmerleinstag.
KK
17. November 2025 @ 14:18
“Man wartet gespannt auf private Investitionen. Wann werden die kommen? Vielleicht wenn die Nachfrage anspringt?”
Die Regierung tut ja alles dafür, dass immer mehr Einkommen des Grossteils der Bevölkerung in Lebensmittel, Wohnen und Energie abfliesst – wie soll da die Nachfrage nach sonstigen Gütern anspringen – die muss so doch zwangsläufig imnmer weiter sinken.
Arthur Dent
17. November 2025 @ 15:13
@KK
eben 🙂
european
17. November 2025 @ 14:31
Dieser Exportüberschuss wurde durch relative Lohnsenkung zu Lasten des deutschen Binnenmarktes, dem Rückgang der Importe und damit auf Kosten der anderen EU-Länder erkauft. Deutschland ist damit nicht allein, die Niederlande sind pro Kopf noch schlimmer als wir.
Nochmal wird dieser Taschenspielertrick nicht funktionieren ohne das die anderen Länder sich wehren werden, denn dieser Exportismus richtet großen Schaden an.
Arthur Dent
17. November 2025 @ 16:17
@european
Die USA wehren sich schon,
China wird sich gewiss wehren.
Im Binnenmarkt machen mittlerweile beim Rattenrennen um die asozialsten Lebensbedingungen alle mit.
european
17. November 2025 @ 12:23
Der Trump-Deal ist m.E. nur vorgeblich für die europäische Misere verantwortlich. Die Gründe für den Niedergang des Kontinents sind vielfältig und liegen zum einen an jahrzehntelanger verfehlter Wirtschaftspolitik, der Unfähigkeit und der fehlende Wille, den Kontinent als Ganzes zu sehen (z.B. die doppelte Buchführung im Binnenmarkt), dem mangelnden Willen an wirklicher Innovation und Investition, ganz vorn bei den Großkonzernen, den Monstranzen Austerität und Lohnsenkungen, und nicht zuletzt an der Trägheit des Moments. Es ist anstrengend, sich über die Zukunft Gedanken zu machen, in Bildung und Forschung nicht nur finanziell sondern auch personell zu investieren (Stichwort #IchBinHanna). Man hat sich auf breiter Front zurückgelehnt, den “Es läuft doch” Moment genossen und sich null Gedanken über die Zukunft gemacht. Die Politik nicht, die Wirtschaft nicht und die Bürger auch nicht. Das Problem sitzt nach wie vor vor dem Fernseher und guckt Lanz und Co.
Die EU-Hybris, völlige geopolitische Selbstüberschätzung, die Amerika-Hörigkeit, verbunden mit fehlenden Kontrollmechanismen und hohen Demokratiedefiziten tun noch ihr übriges. Dazu ist wirklich das Interview, das Patrik Baab mit Ex-General Kai-Achim Schönbach geführt hat, sehr aufschlussreich.
Auf einen Punkt gebracht: Die Russen sind an allem schuld 😉