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Naturgesetze: Klima vs. europäischer Green Deal

Das Klima und "das Grüne was gegen den Wandel helfen soll" ist häufig in den Medien, seit spätestens 1972 (Club of Rome) ist bekannt, dass da etwas schief läuft. Wissenschaftlich kann man schon seit 1856 (Eunice Foote – Klimagase https://de.wikipedia.org/wiki/Eunice_Newton_Foote#Forschung), 1895 (Svante Arrhenius – erwartbare Klimaentwicklung nach der Industrialisierung https://de.wikipedia.org/wiki/Svante_Arrhenius#Meteorologie_und_Geophysik) und vielen(!) mehr erahnen – oder auch wissen –, dass da tatsächlich etwas schiefläuft.
Der Punkt ist, dass das Publikum – und die Politik(!) – vieles zum Thema nicht kennt (Wetter vs. Klima), oder nicht erkennt und deshalb irgendwo im Verständnis-Nirwana stecken bleibt. Es wäre vielleicht gut, bliebe man nicht beim IPCC und einzelnen Meinungen zu den Aussagen des IPCC hängen, vielleicht gelingt es etwas tiefer zu graben und "unter die Decke" zu gucken.
Hier ein Einstieg in eine Diskussion/Stoffsammlung zum Thema: https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-56772-2
Zum Autor: https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Buchholz_(Science-Slammer)
Und hier ein "Science-Slamm" https://www.youtube.com/watch?v=1rxSaqz6E4Y (wer das Format nicht mag kann sich eventuell allein auf den Inhalt konzentrieren).
Es ist von Interesse, was die Ingenieure, Physiker und Lehrer die bei ebo mitlesen zum Thema beitragen können.

Schade! Bisher <100 Aufrufe und keiner ruft "Spinner" oder "Defätist" … oder hat etwas zum Thema beizutragen!? Warum? Wir haben's doch hingekriegt uns von der Erd-Scheibe zu lösen und mit einer Erd-Kugel zufrieden zu sein – und das schon bevor wir uns diese Geschichte aus dem All betrachten konnten. Es war doch auch nicht so schwer Isaac Newton zu akzeptieren und seine "Story" betreffend der Schwerkraft. Warum tut man sich so leicht die Existenz der natürlichen Tatsachen/Naturgesetze (Erd-Scheibe out, Erd-Kugel in, Schwerkraft? Yes!) einerseits aber andererseits unbedingt die Existenz von Naturgesetzen und deren allgemeinen Gültigkeit())! in der Ökonomie/Wirtschaft – und damit ursächlich beim Klima – auszunehmen. Will man auf eine (klima-)chaotische Zukunft warten und sagen: "Die Wissenschaft hat es seit >200 Jahren vorausgesagt, och, guck, jetz isses tatsächlich da!"?

Zum besseren Verständnis wird hier etwas weiter in die Ökonomie ausgeholt, die Berührung zum Klima sind hervorgehoben:

In den letzten zwei Jahrzehnten haben wir eine Art Revolution in den Naturwissenschaften erlebt, als sich das thermodynamische Denken von einer Gleichgewichts- oder „klassischen” Perspektive zu einer Nichtgleichgewichts- oder „selbstorganisierenden” Perspektive entwickelte. In diesem Übergang wurde die Thermodynamik auf neue Weise und in neuen Forschungsbereichen angewendet [allgemein gültige Naturgesetze wurden endlich allgemein angewendet!!] Samuelson, den Autor der maßgeblichen Abhandlung, auf der die neoklassische Wirtschaftstheorie der Nachkriegszeit basierte, nämlich seine „Foundations of Economic Analysis”. Auf die allgemeine Vernachlässigung thermodynamischen Denkens in der Wirtschaft wurde uns Ende der 1960er Jahre von Nicholas Georgescu-Roegen aufmerksam gemacht. Zu diesem Zeitpunkt war die Wirtschaftstheorie, wie sie beispielsweise im allgemeinen Gleichgewichtssystem von Arrow-Debreu zum Ausdruck kam, so ausgefeilt, dass sie von thermodynamischen Ideen nicht mehr durchdrungen werden konnte. [wichtig!! altes Denken herrscht mit solcher Kraft, dass man da nicht mehr gegen ankommt; erst der finale Untergang muss es beweisen] Für Georgescu-Roegen stellte dies eine Krise der Wirtschaftswissenschaften dar, da die Vernachlässigung der Thermodynamik seiner Ansicht nach zu einer Blindheit der Ökonomen gegenüber einem Wirtschaft/Umwelt-Problem in der globalen Wirtschaft führte.

Quelle: https://link.springer.com/book/10.1007/978-94-015-8269-8 Economics and Thermodynamics – New Perspectives on Economic Analysis

"In den letzten zwei Jahrzehnten …" jetzt müssen nur noch der Rest der Ökonomiks, der Politniks und die Menschen nachziehen(!!?).

> 370 Klicks, keine Resonanz, Schade.
Hier geht's weiter mit der Energie und der Entropie, dem "Grünen" und dem "Nachhaltigen", ab hier https://www.hhoeft.de/mythos/index.php/2025/08/28/wer-schaffende-mensch-und-die-natur/ "Der schaffende Mensch und die Wirtschaft – Gäste der Natur?" und weiter bis hier https://www.hhoeft.de/mythos/index.php/2025/09/16/die-sache-mit-der-entropie-und-der-schaffende-mensch-teil-4/ Die Sache mit der „Entropie“ und der schaffende Mensch – Teil 4

Es geht "fröhlich" weiter:

Es gibt keine grüne, keine "nachhaltige" Energie (es gibt nur Worthülsen die so lauten!), es gibt keine frei schöpfbare Elektrizität; alle Elektrizität war vorher gebundene Energie (außer Sonne, Wind, Wasserkraft) die dann in Elektrizität transformiert wurde. Bei deren Wandlung (Transformation) in Elektrizität entsteht Entropie ("Verlust") … und ebenso bei der weiteren Transformation von Elektrizität in Arbeit/Wärme … wieder Entropie. (Grafik siehe hier https://www.hhoeft.de/mythos/wp-content/uploads/2025/09/biosphaere-erde0120925-als-png.png)

"Erneuerbare Energie"? Was ist an Energie "erneuerbar"? Heisst es doch "Energieverbrauch"? Ist da etwa Pfand drauf? Kann man "verbrauchte" (transformierte) Energie wieder aufpolieren und hat sie dann 1:1 wieder zurück? Ich kapier's nicht, kann mir da jemand helfen?

Und dann noch das:
"Projekte und Gelder gestrichen – Bei grünem Wasserstoff macht sich Ernüchterung breit" https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bei-gruenem-Wasserstoff-macht-sich-Ernuechterung-breit-article25942264.html Der "grüne Wasserstoff" ist schon weg bevor er richtig da ist. Uiuiui!

Nebenbei, der Bedarf an Elektrizität steigt rasant, nicht nur bei KI und Blockchain (Bitcoin & Co.). Beispiel aus KI: "Vertrag über 20 Jahre – Meta sichert sich Atomstrom für Rechenzentren" https://www.tagesschau.de/wirtschaft/energie/meta-atomstrom-100.html Sackerbörg hat wohl ein Endlager in petto?
"Zuckerberg erweitert sein Anwesen auf Hawaii – Einheimische sind alarmiert" https://www.focus.de/finanzen/zuckerberg-erweitert-sein-anwesen-auf-hawaii-einheimische-sind-alarmiert_bf4d1a70-ba65-4ddb-9a12-9258b1806916.html 2.300 Hektar, 16 Schlafzimmer … und ein Endlager! 😉

Last not least: Sonne, Wind und andere "erneuerbare"(??) Energie"quellen" haben einen Anteil von z. Z. ~ 16% …

Hat Ortega y Gasset etwa Recht mit (nachrecherchiert): "El pensar es demasiado penoso para la especie humana; prefiere juzgar, aunque sea sin pruebas.(Das Denken ist für die Menschengattung zu mühsam; sie zieht es vor, zu urteilen [zu handeln], und sei es ohne Beweise [ohne Bedenken].)" ? Aus "Aufstand der Massen".

Nein, dieser Hinweis ist nicht OT: "… dem demokratischen Kandidaten John Kerry vor, er habe in Bezug auf seinen Militärdienst in Vietnam gelogen. Fakten waren offenbar nicht mehr verlässlich. Wie konnte er all dem noch trauen, was er über Joseph McCarthy, den Bürgerkrieg oder die Erderwärmung gehört hatte?"

Von hier: https://www.deutschlandfunk.de/curtis-yarvin-demokratie-jd-vance-peter-thiel-trump-usa-100.html

Die, denen es zu gut geht, reiten die Lebensgrundlagen von Fauna und Flora in die Grütze

Hier: https://www.hhoeft.de/mythos/index.php/2025/10/15/weiter-mit-der-entropie-die-sache-mit-dem-schaffenden-menschen-teil-7/

Selbst eine „Kreislaufwirtschaft“ (from cradle to cradle) fällt schwer zu denken. Sie würde, wörtlich genommen, einem „Perpetuum mobile“ entsprechen, was, folgt man den auf der Erde geltenden Naturgesetzen, nicht möglich ist (2. HS der Thermodynamik, „Entropiesatz“). Auch eine Kreislaufwirtschaft benötigt einen Zustrom an physischen Ressourcen und Energie. Ein Teil des physischen Zustroms – bereits mit Entropie „belastet“ – besteht in zuvor bereits hergestellten Produkten, Nebenprodukten und Abfällen, also bereits denaturierten Rohstoffen und Energie. Dieser „Zustrom-Zweiter-Hand“ muss herangeschafft und verarbeitungsfähig gemacht werden …

Zur Notiz:

1. Permanentes Wachstum ist exponentielles Wachstum, dies ist in einem begrenzten Raum nicht möglich,
2. jede Transformation ist mit „Verlust“ (Entropie) behaftet,
3. „planetaren Belastbarkeitsgrenzen“ dürfen nicht überschritten werden!

… weil Energie – außer der Sonnenenergie – eben doch nicht umsonst ist.

Man muss dafür sorgen, dass Energie „so billig wie nötig aber so teuer wie möglich“ ist – damit sie sparsam, vernünftig und nachhaltig eingesetzt und entsprechend ihrer „Produktionsmächtigkeit“ gewertet und bewertet wird.

Neuster Stand per 2024 gleich alter Stand: "How entropy drives us towards degrowth" https://pure.uva.nl/ws/files/216428711/Rammelt107.pdf

Springender Punkt (Zitat):
Im Gegensatz zum Stoffwechsel einer Gruppe von Waldaffen [Beispiel im Paper] wächst der Stoffwechsel des zerstörerischen Ungeheuers namens Kapitalismus zu schnell, als dass die Biosphäre mithalten könnte. Ökosysteme haben sich über Millionen von Jahren entwickelt, um den Energieverbrauch in ökologischen Nahrungsnetzen zu optimieren und die Entropie durch Biodiversität zu verzögern und zu reduzieren. Tragischerweise tun wachstumsorientierte Volkswirtschaften genau das Gegenteil, indem sie gegen diese natürliche Ordnung vorgehen und die Entropie in verheerendem Tempo erhöhen.

Und wenn die Natur Grenzen setzt, sucht der Kapitalismus aktiv nach Wegen, diese zu umgehen, was unweigerlich zu neuen Grenzen führt. Als Beispiel entwickeln wir Monokulturen, um die mechanische Landwirtschaft zu erleichtern, aber dadurch trocknet der Boden aus. Als Reaktion darauf führen wir Bewässerung ein, wodurch das Grundwasser erschöpft wird, und so entwickeln wir dürreresistente Nutzpflanzen. Wenn diese Nutzpflanzen das Bodenleben beeinträchtigen, entwickeln wir etwas anderes [z. B. chemische Kampfmittel aka "Pflanzenschutzmittel" gegen sog. Schädlinge, "Ewigkeitschemikalien" wie PFAS m( https://de.wikipedia.org/wiki/Per-_und_polyfluorierte_Alkylverbindungen "Ewigkeitschemikalien" usw.]. Leider hat dieses Muster schwerwiegende Folgen, wie die anhaltende Klimakrise und der Rückgang der Artenvielfalt zeigen. Der Kapitalismus schädigt in seinem Streben nach unaufhaltsamem Wachstum genau die Biosphäre, auf die er angewiesen ist, um seine entropieverstärkenden Aktivitäten abzuschwächen[!!]. Wenn wir diesen Weg weitergehen, steht dem Planeten eine düstere Zukunft als ökologische Wüste bevor.

Und so führen wir das Selbtsgespräch fort, Zitat:
"Naturgesetzlich … ist soweit alles geklärt: Alles was lebt auf dem Planeten Erde ist ein entropisches System. Die Flora setzt die Energie, die sie aufnimmt in Wachstum, Blätter, Blüten, Früchte usw. um und hält das System an ihrem Ende durch Verrottung im Gleichgewicht. Die Fauna verhält sich ebenso …, das passiert alles auf der Oberfläche der Erde, einzige Ausnahme: Der Mensch!: Er buddelt die in der Erde „eingefrorene“ Energie vergangener Jahrmillionen aus und speist diese in die Biosphere ein, jenseits aller Überlegungen und Rücksichtsnahmen. Man muss das nur bewusst machen, die Folgen breit erklären – so wie das hier auf MYTHOS seit der Klimaserie (seit Februar 2025, in bisher 17 Beiträgen zum Thema) geschehen ist – ist eigentlich nicht nötig. Es fragt sich nur: Wie kommen Menschen dazu die Fakten und Naturgesetze zu leugnen oder zu zu zerreden? Ist es das fehlende Wissen, die schiere Ignoranz oder das Pfeifen im Wald? Man stelle sich die Antwort dieser Menschen vor: „Keine Ahnung! *schulterzuck* Interessiert uns auch nicht, da pfeifen wir drauf!“ siehe hier https://www.hhoeft.de/mythos/index.php/2025/10/31/der-mensche-selbst-ein-entropisches-system/

Und, Zitat
"Wer will bestreiten, dass der Mensch und sein Tun und Handeln (sein „Wirtschaften“) auf der Erde und in der ihn umgebenden Natur stattfindet und Einfluß auf diese ausübt?
Wer will bestreiten, dass die immer weitergehende Entwaldung der Erde – für quadratkilometergroße Monokulturen an Ölpalmen, Sojabohnen und Mais 1), für weitere Autoahnen etc. 2) – zur Denaturierung der Umwelt führt und zur Desertifikation? („Verwüstung“)? 3)"
siehe hier: https://www.hhoeft.de/mythos/index.php/2025/11/03/die-sache-mit-dem-schaffenden-menschen-teil-9-was-laeuft-da-falsch/

2) https://de.wikipedia.org/wiki/Dannenr%C3%B6der_Forst#Autobahnbau_und_Waldbesetzung
3) https://de.wikipedia.org/wiki/Desertifikation#Ursachen

Der 10te Teil zum Thema "Der schaffende Mensch …" (insges. der 11te seit 28.08.2025) ist raus: "Die Sache mit dem schaffenden Menschen – Teil 10 Zusammenfassung in Bildern"
Wer lesen will, der lese; Kritik gerne erbeten: https://www.hhoeft.de/mythos/index.php/2025/11/14/die-sache-mit-dem-schaffenden-menschen-teil-10-zusammenfassung/

So, jetzt ist auch noch die Linkliste – mindestens zum großen Teil – veröffentlicht. Viele Links verstecken sich halt wieder in vielen Links – c'est la vie. 😉 https://www.hhoeft.de/mythos/index.php/2025/11/24/die-sache-mit-dem-schaffenden-menschen-linkliste-ausgewaehlte/

Zwei Zitate daraus: "Verantwortungsdiffusion auf höchstem Niveau! Je tiefer man in die Forschung, die Literatur und die Quellen einsteigt, umso mehr verschlägt es einem den Atem, wie die Menschheit negiert, dass sie den Ast absägt auf dem sie sitzt und was alles von den Konzernen – häufig in Tateinheit mit korrumpierten Wissenschaftlern und Politikern – versteckt und herbei gelogen worden ist."
und
"Nebenbei: Wer kommt angesichts der aktuellen Entwicklung eigentlich auf die Schnapsidee, das 1,5-Grad-Ziel zur Monstranz zu erklären die es gelte in Permanenz um den Globus zu tragen? Ist das schmelzende Inlandseis, die fortschreitende Desertifikation als „Belohnung“ dafür, aktuell knapp darunter zu bleiben nicht Warnzeichen genug, dass schon 1,5°C zuviel sind? Hingucken und nachdenken ist nicht unbedingt so die Stärke der Menschen."

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