Ukraine: Merz hat recht, sagt aber nur die halbe Wahrheit
Noch ein Dämpfer für die Ukraine: Von einem Friedensabkommen sei man noch “ziemlich weit entfernt”, erklärte Kanzler Merz nach dem Gipfel der “Willigen” in Paris. Leider sagt er nur die halbe Wahrheit.
Der Kanzler verwies bei der Winterklausur der CSU-Landesgruppe im oberbayerischen Kloster Seeon darauf, dass vor den in Paris diskutierten Sicherheitsgarantien ein langfristiges Abkommen mit Russland stehen müsse.
Von einer Zustimmung Russlands zu solch einem Abkommen “sind wir vermutlich immer noch ziemlich weit entfernt”, so Merz. Damit hat er recht. Moskau hat gerade erst vor der Stationierung europäischer Truppen gewarnt.
Wegen des russischen Widerstands gebe es auch keine Eile bei den Sicherheitsgarantien, so Merz. Deutschland müsse sich deshalb auch noch nicht festlegen, ob es die Bundeswehr in die Ukraine schicken will.
Es hakt in der Ukraine
Das hingegen ist nur die halbe Wahrheit. Die Debatte über Sicherheitsgarantien ist nicht etwas, das Russland gefordert hätte. Vielmehr war es die Ukraine, die Garantien verlangt hat, bevor sie sich auf Friedensverhandlungen einlässt.
Nur mit beinharten Zusagen ist Präsident Selenskyj überhaupt bereit, in Gespräche einzusteigen. Und trotz der nun konkretisierten Garantien ist er immer noch nicht bereit, über territoriale Konzessionen zu reden.
Aus seiner Sicht verständlich – dennoch beißt sich die Katze hier in den Schwanz. Die von den EUropäern erhoffte Sequenz: Garantien – Konzessionen – Friedensgespräche mit Russland geht nicht auf.
Daran ist nicht etwa Kremlchef Putin schuld, der unvermindert weiter bombt, sondern Selenskyj, der sich immer noch rückversichern will – und natürlich auch US-Präsident Trump, der sich zunehmend aus dem Prozess herauszieht…
Siehe auch USA ziehen Unterschrift zu Ukraine-Garantien zurück

9. Januar 2026 @ 08:42
M. Bleibt sich treu!
9. Januar 2026 @ 08:39
Die westliche Diplomatie hat, was Russland betrifft, nur ein Ziel: strategische Niederlage Russlands. Dafür braucht der CIA- und MI6-Agent Selenski Geld, Waffen und Soldaten. Sein Job ist es, die Lieferungen zu organisieren. Damit der Flurschaden nur in der Ukraine entsteht, liefert der Westen nur so viel, dass Russland keine Veranlassung für den Einsatz von Atomwaffen sieht. Das hat bis jetzt gut funktioniert. Russland wird sukzessive geschwächt, und man hofft wohl, dass Putin eher früher als später das Zeitliche segnet. Solange Russland alle Provokationen stoisch hinnimmt, ist Frieden kein Thema. Es geht in der Diplomatie nicht um Frieden, sondern um Kriegverlängerung mit reduziertem US-Support.
9. Januar 2026 @ 08:39
Kommentar: Kein Kommentar! m(
9. Januar 2026 @ 00:24
„…dennoch beißt sich die Katze hier in den Schwanz.“
Das ist wohl auch von der an dem Schwanz hängenden Katze genau so gewollt, denn diese Katze weiss, dass sie genau so lange Präsident bleibt und ein priviligiertes Leben hat, wie sie in ebendiesen Schwanz beisst. Für die Katze kanns danach ja nur schlechter werden – im besten Fall ins Exil, aber vielleicht wird sie sogar von den eigenen Landsleuten in einen Sack gesteckt und ersäuft.
9. Januar 2026 @ 00:10
Das halbgare herumtheoretisieren hat etwas von mittelalterlicher Scholastik „wie viele Engel passen auf eine Nadelspitze“ – Nato-Truppen an russischer Grenze für den Frieden – auweia. Die meinen das ganz im Ernst? Hahaha
8. Januar 2026 @ 21:06
Interessant, Selenskyj’und seine willigen Partner stehen auf der Verlierer Seite stellen aber Forderungen!? Wenn das nicht pathologisch ist dann … !?
8. Januar 2026 @ 18:19
Und wieder einmal: Der Krieg endet, wenn die Ursachen beseitigt sind. Die Ursachen heißen: Einkreisung Russlands mit Nato und Amistützpunkten in verbündeten Staaten, Rassismus, Diskriminierung und faschistische Überheblichkeit der Truppenteile um Selenskyj.
Natürlich kann der Krieg auch mit Komplettzerstörung Europas enden, dem Trump wäre das egal, und der Vance muss halt dann woanders Ski fahren.
Die Europäer scheinen immer noch das Letzte zu wünschen, jedenfalls solange sich noch Geld auftreiben lässt.
9. Januar 2026 @ 08:43
D’accord!