EU soll für US-Sicherheitsgarantien zahlen

Die USA machen glänzende Geschäfte mit dem Krieg in der Ukraine. Die EU zahlt nicht nur die amerikanischen Waffen, sondern auch noch zehn Prozent Aufschlag für neue Sicherheitsgarantien – sagt Finanzminister Bessent.

Das Geld könne für die Kosten genutzt werden, die die nach einem Friedensschluss geplanten US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine verursachen, sagte Bessent in einem Interview mit “Fox News”. Dies sei beim Ukraine-Gipfel in Washington vereinbart worden.

Allerdings wollen die Amerikaner bisher nur Luftraumüberwachung und -unterstützung leisten. Präsident Trump hat die Entsendung von Soldaten ausgeschlossen.

Der Zehn-Prozent-Aufschlag kommt offenbar zu den 100 Mrd. Dollar hinzu, die die EUropäer bei ihrem Ukraine-Gipfel mit Trump in Washington zugesagt haben.

Damit würden sie – d.h. vor allem Deutschland – auch die amerikanischen Sicherheitsleistungen für die Ukraine zahlen. Und das sogar nach dem Ende des Krieges!

Frieden als Geschäft

Trump sieht den von ihm angestoßenen Friedensprozess offenbar vor allem als lukratives Geschäft, bei dem er die EU, die Ukraine und womöglich auch Russland ausquetschen kann…

Derweil ringen die EUropäer weiter um ihre eigenen Sicherheitsgarantien. Wenn Deutschland – wie von Kanzler Merz angedacht – Soldaten schickt, dürfte das neue Milliarden-Kosten verursachen.

Merz hatte zuvor bereits die Erhöhung des deutschen Nato-Beitrags sowie den Kauf von Patriots-Systemen in den USA zugesagt. Für die Ukraine ist ihm offenbar nichts zu teuer…

Siehe auch “Update Ukraine: EU will mehr US-Waffen und Sanktionen”

P.S. Russland will an möglichen Sicherheitsgarantien für die Ukraine mitwirken und ein Vetorecht erhalten. “Der Westen versteht sehr gut, dass eine ernsthafte Diskussion über Sicherheitsgarantien ohne die Russische Föderation eine Utopie ist”, sagte Außenminister Lawrow. Zuvor hatte Moskau bereits “Friedenstruppen” aus Nato-Ländern abgelehnt…