Ukraine: Kallas will bei Friedensgesprächen nachkarten
Seit vier Jahren steht die EU bei Friedensgesprächen für die Ukraine auf der Bremse. Nun scheint eine Einigung nahe – doch die Außenbeauftragte Kallas will erneut nachkarten.
„Russland gewinnt nicht. Im Gegenteil: Die Verlustraten steigen deutlich“, sagte Kallas im Gespräch mit dpa und anderen großen Nachrichtenagenturen in Brüssel. „Sie sind in einer schwierigen Lage“, sagte sie.
Damit stellt Kallas die Fakten auf den Kopf: Die Ukraine ist in einer schwierigen Lage, das Land steht vor dem energetischen und wirtschaftlichen Kollaps. Ohne EU-Hilfe droht zudem in ein paar Wochen die Pleite.
Egal – ausgehend von ihrer falschen Analyse will Kallas auch noch bei den Friedensgesprächen nachkarten und größere Zugeständnisse von Russland fördern. Als Beispiel nannte sie eine Obergrenze für die russischen Streitkräfte. Dabei geht es bisher um ein Limit für die ukrainische Armee!
“Mehr Zugeständnisse von Russen fordern”
„Wenn die USA keine Zugeständnisse von den Russen verlangen, ist es Sache der Europäer, das zu tun“, sagte Kallas. Vorschläge dazu sollten beim nächsten Außenministertreffen in knapp zwei Wochen diskutiert werden.
Wenn das eintritt, dann tritt die EU erneut massiv auf die Bremse. In wessen Namen eigentlich? Die Ukraine will endlich Frieden, viele Ukrainer sind angesichts des Debakels sogar zu größeren Konzessionen bereit.
Wer nicht bereit ist, das sind Kallas und die Osteuropäer. Sie möchten den Stellvertreterkrieg gegen Russland möglichst lange fortsetzen, um weiter aufzurüsten – und dann zur Not auch ohne die USA “kriegstüchtig” zu sein…
Siehe unseren Update hier
P.S. Auch Selenskyj hält sich eine Hintertür bei den Friedensgesprächen offen. Territoriale Zugeständnisse, wie sie auch die USA fordern, würden Europa keinen Frieden bringen, sagte er bei der MSC: “It would be an illusion to believe that this war can now be reliably ended by dividing Ukraine – just as it was an illusion to believe that sacrificing Czechoslovakia would save Europe from a greater war”.
Mehr zur Ukraine und zum Krieg hier

12. Februar 2026 @ 08:46
@Kleopatra
Militärische Dauerkonfrontation halte ich für keine erstrebenswerte Lebensform – das liegt schon mal nicht in meinem vitalen Interesse. Ich war auch in “meinem” kleinen West-Germany sehr zufrieden. Ein sich ständig aufblähendes EUropa hat meinen Geldbeutel nicht vergrößert, eher im Gegenteil. Was so in meinem vitalen Interesse liegt, bestimme ich lieber selbst.
12. Februar 2026 @ 08:59
Ich darf daran erinnern, dass der Kalte Krieg der Zeit vor 1989, nach dem Sie sich zurücksehnen, durch eine konstante militärische Konfrontation zwischen West und Ost gekennzeichnet war; erinnern Sie sich noch an die Demonstrationen gegen die Pershings? Und implizit bedeutet das, dass Sie alle mittel- und osteuropäischen Nationen den Russen zur Versklavung vorwerfen wollen würden.
12. Februar 2026 @ 11:34
Gerade wird ein ehemals neutrales und blockfreies Nachbarland von Russland in Schutt und Asche gelegt, weil es sich lieber als NATO-Stützpunkt gegen Russland profilieren und die eigene Bevölkerung entrussifizieren wollte. Welche Intelligenz steckt in dieser Ukraine? Offenbar keine, darum hat sie sich zum Sklaven der EU und der USA gemacht.
11. Februar 2026 @ 13:38
“Die einzige offene Frage ist, wie groß das Schlachtfeld noch werden wird.”
Frau Kallas rechnet sich wohl aus, dass Russland das Baltikum wegen der Nähe zu seinem eigenen Territorium vom nuklearen Schlachtfeld heraushalten wird. Der Rest EUropas ist ihr offenbar dabei egal!
11. Februar 2026 @ 11:13
… billige Werkbänke oder Soldatenfabriken?
es sind die billigen Werkbänke, und Soldatenfabriken, die aus Sicht der Feudaloligarchie noch gebraucht werden! Man kann Dinge zwar ohne Arbeiter zu Hauf produzieren, aber ohne Käufer ist kein Geschäft damit zu machen. Also: Personal schlecht bezahlen und ausdünnen soweit irgend möglich ja, abschaffen nein. Die Soldaten dürften rares Gut werden, Überalterung und Geburtenrückgang schlagen zu, weil sich Kinder für normale Bürger einfach “nicht mehr lohnen” sie sich Kinder einfach nicht mehr leisten können. Nur deshalb also auch “im nächsten Schritt” die vorsätzliche Verarmung der “Ruheständler”, dann müssen diese -zu ihrer Altersicherung- wenigstens wieder ein oder zwei Kinder “produzieren”. Die einzige Chance auf neue Soldaten ist ebendiese: die Geburtenrate. Sie ist es auch, die allein noch im Einflußbereich der Bevölkerungen verblieben ist: a la Sparta: keine Kinder mehr.
Aber das lässt sich mit offenen Zwangsmaßnahmen sicher “modellieren”, mit social Coring, Debanking und anderen Maßnahmen, wozu die Leute wegsperren und verpflegen, wenn man sie doch “kostngünstiger” auf der Straße verrecken lassen kann… Jeder der die Segnungen eines darben Daseins erleben will, muss sich eben fügen. Woher bitte soll da noch der Impetus zu Widerstand kommen?
Mir ist auch bei diesen Überlegungen ganz klar geworden, warum die EU sich vom Staatenbund zum Bundesstaat “weiterentwickeln” will: der ideelle “Vertrag” mit dem “Staat”, der für “Rechtsicherheit” sorgt bei der künftigen Aushebung der “Landesverteidigung”…
11. Februar 2026 @ 11:11
@Kleopatra:
Die extrem rigide moralische und rechtliche Haltung gegenüber Russland und die extrem lasche und tolerante Haltung gegenüber den Aggressoren Israel und USA legt das größte Problem Ihrer weit verbreiteten Denkweise offen: Sie sind nicht glaubwürdig. Ihre Argumente zerfallen zu Staub, bevor Sie sie ausgeprochen bzw. in die Tasten gehämmert haben. Es sind Pseudoargumente, die nur noch ermüden und langweilen. Was Sie äussern, ist vollkommen belanglos und wertlos für eine lösungsorientierte Politik. Sie sind immer Teil des Problems.
Solange Ihre Denkweise am Leben bleibt, wird Russland seine Ziele mit militärischen Mitteln durchsetzen. Man muss nicht Einstein heissen, um diese Logik zu verstehen. Der Verstand eines aufmerksamen Erstklässlers reicht.
12. Februar 2026 @ 12:27
Ich schliesse mich dem vorbehaltlos an.
11. Februar 2026 @ 10:17
Hut ab vor Putins Engelsgeduld. Seit er Präsident der Russischen Föderation ist, versucht er die agressive, bedrohliche Nato-Osterweiterung zu stoppen, friedlich. Aber das oberste Ziel der Globalisten seit Jahrzehnten war Russland im Stellvertreterkrieg zu zermürben und dann zu zerschlagen, dann Zugriff auf unermessliche Bodenschätze. Das hat jetzt nicht geklappt, aber da muss doch noch was gehen Frau Kallas?
11. Februar 2026 @ 09:40
Wenn Kallas Forderungen stellt, wird Putin sicher erzittern. Warum jagt man diese Furie mit samt ihrem kriegsgeilen Hofstaat nicht einfach zum Teufel oder sperrt sie wegen Kriegstreiberei weg? Wirklich Leidtragend ist die ukrainische Bevölkerung und noch mehr deren Soldaten, die von der EU immer weiter ins Elend getrieben werden.
11. Februar 2026 @ 09:31
Zwei Hinweise:
1) haben alle europäischen Staaten in diversen völkerrechtlichen Instrumenten bekräftigt, dass gewaltsam erzwungene Gebietsveränderungen unzulässig sind und nicht anerkannt werden (zB. KSZE-Schlussakte “Keine solche Besetzung oder Aneignung wird als rechtmäßig anerkannt werden.”) Insofern dürfen “wir” den Russen niemals konzedieren, dass das, was sie sich zusammengeraubt haben, ihr rechtmäßiges Territorium sei, sondern müssen russisch okkupierte Teile der Ukraine behandeln wie z.B. Nordzypern. (Folge unter anderem: Es ist extrem schwierig bis unmöglich, in Nordzypern Land so zu erwerben, dass der Erwerb von EU-Gerichten als rechtmäßig anerkannt wird).
2) Wenn die Ukraine erst Mitglied der EU ist, werden beim nächsten russischen Angriff alle EU-Mitgliedstaaten verpflichtet sein, alles in die Schanze zu werfen, was “in ihrer Macht steht”. Wir haben insofern ein vitales Interesse daran, dass dann die ukrainische Armee bereits so stark wie möglich ist. Die Voraussetzungen für eine Koexistenz mit geringem Rüstungskonzern- und Personalbestand der ukrainischen Armee hat Russland selbst zerstört. Die kriegsverbrecherische Besatzungspolitik bewirkt, dass im Zweifel viele Ukrainer zwei Möglichkeiten sehen: entweder gegen die Russen kämpfen oder vor ihnen nach Mittel- oder Westeuropa fliehen.
11. Februar 2026 @ 10:15
1) Gilt dies auch im Kosovo? Oder aktuell im Westjordanland? Offenbar nicht. Was Nordzypern betrifft: Die EU gibt dem Regime dort sogar Geld – Beispiel für den Donbass?
2) Die Beistandsklausel ist nicht verbindlich. Wer sie operabel und verbindlich machen will, wie die EVP, spielt offensichtlich mit dem Feuer.
11. Februar 2026 @ 13:25
Danke, das lag mir auch auf der Tastatur. Diese Doppelmoral ist einfach unglaublich. BTW: Der Kosovo ist auch nich tvon allen EU-Staaten anerkannt.
12. Februar 2026 @ 08:20
1) Das Kosovo existierte schon vor 1999 als politische Entität mit Grenzen, die durch das geänderte Verhältnis zu Serbien nicht verändert wurden. Das Westjordanland liegt außerhalb Europas, so dass die Schlussakte der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa darauf schlecht anwendbar ist.
2) Inwiefern soll die Formulierung “Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaates schulden die anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung” (“the other Member States shall have towards it an obligation of aid and assistance by all the means in their power”/”les autres États membres lui doivent aide et assistance par tous les moyens en leur pouvoir” etc.) unverbindlich sein? Es ist jedenfalls stärker formuliert als der NATO-Vertrag, in dem nicht von dem Maximalumfang (alles, was in der Macht der anderen Mitgliedstaaten steht) die Rede ist. Solange ein anderer Mitgliedstaat eine Armee hat, steht ja auch die “in seiner Macht”.
11. Februar 2026 @ 08:38
Die Äußerungen der Frau Kallas sind eine Mischung aus Unwissenheit, Demagogie und Vasallentum und daher nicht zu beachten.
11. Februar 2026 @ 09:46
@ Kleopatra
2) Wenn die Ukraine erst Mitglied der EU ist, werden beim nächsten russischen Angriff alle EU-Mitgliedstaaten verpflichtet sein, alles in die Schanze zu werfen, was “in ihrer Macht steht”.
Genau deshalb darf die Ukraine nie EU-Mitglied werden. Korruption hat die EU auch ohne die Ukraine bereits im Überfluss.
11. Februar 2026 @ 13:30
Wenn die UA EU-Mitglied werden sollte, sind alle anderen Länder Nettozahler, greift die UA enorme Summen für die Landwirtschaft ab, erpresst die UA mit ihrem Veto-Recht.
Da werden einige Länder ihre ideologischen großmäuligen Versprechungen noch überdenken. Das eigene Geld ist den meisten wichtiger als die UA.
12. Februar 2026 @ 08:21
Frau Kallas weiß aus den Erfahrungen ihrer eigenen Familie genau, wozu Russen als Eroberungs- und Besatzungsmacht fähig sind.
12. Februar 2026 @ 13:34
Und wieviele Millionen Russen und diejenigen Balten, die nicht mit den Deutschen kollaboriert haben, wissen aus aus den Erfahrungen ihrer eigenen Familie, wozu Deutsche (also Nazis sowie deren Helfer wie zB diejenigen der OUN um Bandera) als Eroberungs- und Besatzungsmacht fähig sind?
11. Februar 2026 @ 08:25
Dieser Konflikt wird auf dem Schlachtfeld entschieden. Er war seit 2008 so angelegt. Alle Chancen auf eine friedliche und diplomatische Lösung wurden seitdem vertan, vor allem westlicherseits. KALLAS WILL KRIEG, darum wurde sie Außenbeauftragte der EU. Die einzige offene Frage ist, wie groß das Schlachtfeld noch werden wird.
So viel steht fest: Russland wird diesen Krieg weiterführen, bis es seine MINIMALziele erreicht hat: Krim und Donbass bleiben russisch, die Ukraine eliminiert das restliche Offensivpotenzial und bleibt der NATO fern.
Der Westen hat den Krieg gegen die Russen konsequent unterstützt und kein Geheimnis aus seinen Absichten gemacht. Wenn der russische “Papiertiger” im Westen größeren Flurschaden anrichtet, ist das die Quittung dafür. Selenski und Kallas wollen die Fortsetzung des Flurschadens. Solange sie an der Macht sind, wird der Flurschaden größer. Ihre Macht ist sehr gefestigt. Die westlichen Bevölkerungen sind zu apathisch und zu sehr mit Partys beschäftigt, um die Kriegstreiber zu entmachten.
11. Februar 2026 @ 09:43
Guido B.: “Die westlichen Bevölkerungen sind zu apathisch … , um die Kriegstreiber zu entmachten.”
Die westlichen Bevölkerungen sind völlig überaltert und haben ihre Zukunft hinter sich. Als wir jung waren und es in fast jeder Familie Kinder gab, sah die Welt ganz anders aus!
Außerdem sind stark zunehmenden Millionäre und Milliardäre in Deutschland von den USA und ihren Steueroasen auf Gedeih und Verderb abhängig. Daher haben wir einen Bläckrocker als Kanzler und keinerlei Souveränität, sondern 20 US-Militärbasen und noch in diesem Jahr als einziges Land in Europa neue Atomwaffen-Marschflugkörper, die natürlich dem Schutz der Zivilbevölkerung dienen, haha!
Das weitere ist bei Emmanuel Todd, “Der Westen im Niedergang”, nachzulesen.
Selbst das neue Papier der gescheiterten Transatlantiker-Senioren von der Münchner “Sicherheitskonferenz” übernimmt die Thesen des Todd, zieht aber völlig falsche Schlüsse daraus: nach mehr Militarisierung macht die Reichen reicher, die Abhängigkeit von den USA noch größer, aber die Bevölkerungen ärmer und noch älter.