Trump-Putin: Drei mögliche Ergebnisse – alle sind schlecht, eins katastrophal

Mit ihrer Last-Minute-Diplomatie haben Merz & Co. hohe Erwartungen an den Gipfel zwischen US-Präsident Trump und Kremlchef Putin geweckt. Doch Vorsicht: Drei Ergebnisse sind denkbar – alle wären schlecht. Eins wäre sogar katastrophal.

Das erste mögliche Ergebnis wäre, dass sich Trump die meisten Forderungen der EUropäer zur Ukraine zu eigen macht. Dies wäre zwar ein diplomatischer Erfolg für Merz, Macron, Selenskyj & Co.

Doch es würde mit ziemlicher Sicherheit zu einem Scheitern des Gipfels führen – denn Putin lehnt die Forderungen ab. Der Krieg würde weiter gehen, die Ukraine noch mehr verlieren. Dabei ist die Lage an der Front schon jetzt dramatisch.

Außerdem dürfte Trump bei einem Scheitern harte Sanktionen gegen Russland, China und wohl auch Indien verhängen. Das würde auch die europäische Wirtschaft treffen und den globalen Wirtschaftskrieg nochmal eskalieren.

Die zweite Option ist, dass Trump die EUropäer übergeht und einen eigenen Deal mit Putin macht. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder stimmen die EUropäer zu – sie würden sich Trump unterwerfen, wie schon im Zollstreit.

Das dürfte auch bedeuten, dass sie die Lasten dieses “schmutzigen” Deals tragen müssten, während Trump die Gewinne einfährt – genau wie im US-amerikanischen Handelskrieg.

Oder aber – Option Nummer drei – die Europäer lehnen den Deal ab. Dies würde Trump die Möglichkeit geben, zu behaupten, dass er alles getan habe und nun “raus” sei. Die US-Hilfe für die Ukraine würde eher früher als später enden.

Dann stünden die EUropäer gegen Trump und Putin – ein katastrophales Ergebnis. Sie hätten den Krieg verlängert und müssten die Kosten allein tragen. Dies würde den Ruin nicht nur Ukraine, sondern wohl auch der EU bedeuten.

Wie es aussieht, gibt es keine guten Optionen mehr – jedenfalls nicht aus Sicht der “führenden” EU-Politiker, die Trump “einbinden” und Putin “besiegen” wollen. Denn sie haben sich hoffnungslos verrannt…

Siehe auch Vor Putin-Gipfel: Merz und Macron buhlen um Trump – und verrennen sich sowie Der deutsche Beitrag zur Diplomatie: Mehr US-Waffen und mehr Sanktionen

P. S. Grundsätzlich ist es natürlich gut, dass sich Trump und Putin endlich treffen. Das verringert die Gefahr einer direkten Konfrontation zwischen den Großmächten, schafft Chancen zur (atomaren) Abrüstung und könnte sogar den Wirtschaftskrieg etwas entspannen. Doch selbst das wäre aus Sicht der bornierten “Leader” der EU schon ein Problem…