Der deutsche Beitrag zur Diplomatie: Mehr US-Waffen und mehr Sanktionen
Kurz vor dem Alaska-Gipfel hat sich Kanzler Merz noch einmal zu Wort gemeldet. “Deutschland hat in den letzten Tagen an der Seite der Ukraine und der europäischen Verbündeten den Weg zu einem Frieden aufgezeigt, der die grundlegenden Sicherheitsinteressen Europas und der Ukraine wahrt”, behauptet Merz. Doch das ist Schall und Rauch – Symbolpolitik von der Seitenlinie. Deutschland und die EU haben Diplomatie seit drei Jahren systematisch verhindert. Der einzige konkrete Beitrag zum Alaska-Gipfel sind neue Russland-Sanktionen und mehr US-Waffen für die Ukraine. Nachzulesen hier und hier. Für die Waffen, die die Ukraine bestellt hat, machte Merz mal eben 500 Mill. Euro locker. Trump kassiert und liefert – vielleicht…
Siehe auch Vor Alaska-Gipfel: Merz und Macron buhlen um Trump – und verrennen sich
P.S. “Europa sagt mir nicht, was ich zu tun habe”, erklärt Trump auf der Anreise nach Alaska. Er werde selbst entscheiden – und nicht einfach Merz & Co. folgen. Wieder ein Dämpfer für den Kanzler, der doch immer wieder versucht, Trumps Gunst zu kaufen…

16. August 2025 @ 17:48
Ich folge die Deutsche Politik.
16. August 2025 @ 17:58
Was meinen Sie damit?
16. August 2025 @ 08:52
Wenn das alles i d Hose geht, kommt dann das Fressen vor der Moral!?
16. August 2025 @ 08:31
„Deutschland und die EU haben Diplomatie seit drei Jahren systematisch verhindert.“
Kommt drauf an, was man im Westen heute unter Diplomatie versteht. Kartellabsprachen zur Erhaltung des Kriegs gegen Russland setzen auch Diplomatie voraus. Tatsächlich waren die diplomatischen Aktivitäten im Westen noch nie so intensiv wie in den letzten 10 Jahren. So ein Krieg ALLE gegen EINEN führt sich ja nicht von selbst, vor allem, wenn er dermaßen selbstschädigend ist. Dazu benötigt es ungeheure diplomatische Ressourcen – innerhalb der westlichen Kriegsgemeinschaft. Nicht nur für Geld- und Waffenlieferungen, sondern ebenso für die Harmonisierung des Narrativs. Der Westen ist in diplomatischer Höchstform!
16. August 2025 @ 07:46
Wer etwas anderes erwartet hat, ist einfach nur naiv. Trump zeigt den Europäern seit seinem Amtsantritt die kalte Schulter. Warum sollte sich das jetzt ändern? Nüchtern betrachtet, gibt es keinen Grund.
Jetzt hat es ein erstes Treffen gegeben. Man liest von einem geplanten Gegenbesuch von Trump in Moskau. Da werden Wirtschaftsbeziehungen zum Vorteil beider Länder vereinbart und die Friedensverhandlungen weitergeführt. Zahlen werden die Europäer. Die haben sich ja von Anfang an darum gerissen. Die EUCO-Präsidentin wird die Aufnahme der Ukraine in die EU durchpeitschen, die europäischen Bürger werden mit Austerität und zusätzlichen Belastungen beglückt und der Spin an den politischen Außengrenzen wird sich weiter beschleunigen.
Michael von der Schulenburg hat gerade dazu ein interessantes Gespräch mit der Weltwoche geführt. „Russland gewinnt diesen Krieg“
https://youtu.be/DdLm6v8EGwY
Diese EU wird daran zerbrechen, politisch und wirtschaftlich. Hier noch einmal der Artikel in der FT aus 2023 über die Kosten des EU-Beitritts der Ukraine und die Auswirkungen auf die Mitgliedsländer.
https://www.ft.com/content/a8834254-b8f9-4385-b043-04c2a7cd54c8
17. August 2025 @ 02:00
„Diese EU wird daran zerbrechen…“
Ich hätte vor wenigen Jahren noch nicht für möglich gehalten, dass ich mir das sogar wünschen würde. Aber da war es auch noch nicht völlig „diese“ EU, wie wir sie heute offenbar – b.a.w. – zu ertragen gezwungen sind…
16. August 2025 @ 07:42
Das größte Problem ist weniger, dass Merz erfolglos versucht Trumps Gunst zu kaufen. Auch nicht, dass der Bundesregierung nichts besseres einfällt, als immer mehr Waffen zu kaufen und in die Ukraine zu schicken. Das ist zwar alles katastrophal genug.
Als weitaus schlimmer empfinde ich, dass eine Anerkennung der Realitäten in diesem Lande vermutlich das Ende der Regierung und der sie tragenden Parteien bedeuten würde. Ein klarer Blick auf die Geschichte des Ukrainekriegs, auf seinen absehbaren Ausgang und auf seine Begleiterscheinungen wie z.B. die Zerstörung von Nordstream durch die verbündete USA lässt sich unter keinem Gesichtspunkt mit der offiziellen regierungsamtlichen Lesart verheirateten. Damit sind wir weiterhin und mindestens auf Jahre dazu verdammt, mit extremen Gemeinwohlverlusten die Coverstory unserer politischen Elite zu bezahlen. Zudem bleiben wir schon unter Hinweis auf bloße Fakten massiv erpressbar.
15. August 2025 @ 23:36
aber die Unzufriedenhaeit wächst. Die Bahn fährt weiterhin auf der letzten Rille und sucht einen neuen Trainer. Thyssenkrupp schreibt rote Zahllen. Maschinenbau baut Stellen ab. Was macht der Wasserstoffhochlauf? Der Bau eines Gaskraftwerkes dauert etwa 5 – 6 Jahre, bis 2030 sollen 20 Gigawatt installiert sein. Bis jetzt sind die nicht mal ausgeschrieben, aber RWE legt 2030 seine Braunkohlenkraftwerke still. Wo soll die Fernwärme für die kommunale Wärmeplanung herkommen? Wärmepumpen, E-Autos, Digitalisierung??? Vertrauen in die Rente – und dass sich das unter Merz verbessert? Eher nicht.
15. August 2025 @ 18:59
Es sind Henkersgelder, abgezweigt vom dummen Bauern, der kann ja länger arbeiten, um Rente zu bekommen, und kann seine Arztrechnungen selbst bezahlen. Am Kräfteverhältnis ändern sie nichts oder nur in der nicht gewünschten Richtung. Hier läuft ein ganz böses Spiel, es werden demnächst massenhaft Leute benötigt, um die Scherben zu beseitigen.