Neues vom Wirtschaftskrieg (276): Trump droht der EU – schon wieder

Indien kritisiert Abhängigkeit der EU von russischem LNG. USA verhängen Sekundärsanktionen gegen Indien. Und Trump droht der EU – schon wieder.

  • Trump droht der EU – schon wieder. US-Präsident Trump droht mit Zöllen in Höhe von 35 Prozent, sollte die EU sich nicht an die mit den USA getroffene Vereinbarung im Zollstreit halten. (…) Die versprochenen Investitionen in Höhe von 600 Milliarden Dollar stünden den USA zur freien Verfügung, behauptete Trump: »Sie haben uns 600 Milliarden Dollar gegeben, die wir in alles, was wir wollen, investieren können.« Trump bezeichnete die Summe als »Geschenk«, das kein Darlehen sei und damit nicht etwa in drei Jahren zurückgezahlt werden müsse. (Der Spiegel). In Brüssel hofft man nun auf den 7. August – dann soll alles in trockenen Tüchern sein. Eigentlich fällige Gegenmaßnahmen wurden erneut ausgesetzt. Das zeigt, dass sich die EU weiter an der Nase herumführen lässt…
  • Sekundärsanktionen gegen Indien. Im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg verdoppelt Trump die Zölle für Indien auf 50 Prozent. Grund für diese sogenannten Sekundärsanktionen seien die anhaltenden Käufe russischen Öls durch Indien, erklärte das Weiße Haus. Die Regierung in Neu Delhi verurteilte den Schritt als “unfair, ungerechtfertigt und unangemessen” (AFP). – Sekundärsanktionen wurden von der EU bisher stets als illegal verurteilt. Doch da es gegen Russland geht, sagte Brüssel – nichts!
  • Indien kritisiert Abhängigkeit der EU von russischem LNG. Despite the Russia-Ukraine war, the European Union’s reliance on Russian LNG has grown. Imports increased by 9% since 2022, costing the EU billions. This contrasts with sanctions imposed on an Indian refinery with Russian ties. Trade between Europe and Russia extends beyond energy, encompassing various goods. India’s trade with Russia is significantly less than Europe’s. (India Times) Ein weiterer Beleg für die Heuchelei der EUropäer – diesmal aus Neu Delhi.

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