Selenskyj fordert “All Inclusive”-Versicherung
Zum vierten Jahrestag der russischen Invasion hat der ukrainische Staatschef Selenskyj eine lange Forderungsliste an die EU vorgelegt. Das Europaparlament quittierte seine Rede mit Standing Ovations.
Die im Dezember zugesagten Hilfskredite von 90 Mrd. Euro müssten trotz des Vetos aus Ungarn so schnell wie möglich freigegeben werden, sagte Selenskyj in einer Videoansprache vor dem Europaparlament.
Außerdem müsse das ebenfalls blockierte 20. Sanktionspaket gegen Russland unbedingt kommen: “Es darf in der freien Welt keinen Platz geben für russisches Öl, russische Tanker, russische Banken”.
Die EU müsse der Ukraine außerdem mit belastbaren Sicherheitsgarantien für die Zeit nach dem Krieg helfen und ein konkretes Beitrittsdatum nennen, forderte Selenskyj.
Ohne eine verbindliche Zusage zum EU Beitritt werde Russlands Präsident Putin einen Beitritt der Ukraine “auf Jahrzehnte blockieren, indem er Europa spaltet”.
Das klingt nach einer “All-Inclusive”- Versicherung, bei der die EU die Risiken des Stellvertreterkrieges so weit wie möglich absichert. Das Parlament quittierte es mit Standing Ovations…
Mehr zur Ukraine und zum Krieg hier
P.S. Die 90 Mrd. Euro soll Selenskyj auf jeden Fall bekommen – auf die eine oder andere Weise, sagte EU-Queen von der Leyen. Um auf Nummer sicher zu gehen, unterzeichnete das Europaparlament sogar schon den Kredit. Zu dumm, daß es nun im Rat hakt…

25. Februar 2026 @ 23:16
@Kleopatra
77 Jahre Grundgesetz sind kein Grund zum Jubeln, es wurde auch schon 67-mal geändert.
26. Februar 2026 @ 08:38
@A. Dent: Und Sie wollen die Preußische Verfassung wiederhaben, weil sie auf Befehl des Kaiser Friedrich Wilhelm erlassen war und nur selten geändert wurde?
25. Februar 2026 @ 18:46
Standing Ovations also. Wofür bitte nochmal? Dafür etwa? “Es darf in der freien Welt keinen Platz geben für russisches Öl, russische Tanker, russische Banken”. Für diesen fein verbrämten rassistischen Hass gegen einen Vielvölkerstaat, die Russische Föderation?
Gustave le Bon meinte schon 1895 als Begründer der Massenpsychologie: ” Die Verbrechen der Masse sind in der Regel die Folge einer starken Suggestion, und die Einzelnen, die daran teilnehmen, sind hinterher davon überzeugt, einer Pflicht gehorcht zu haben. Das ist beim gewöhnlichen Verbrechen durchaus nicht der Fall.”
Wenn das keine treffende Beschreibung der Reaktion “Standing Ovations” ist
25. Februar 2026 @ 19:09
Le Bon ist gut!
25. Februar 2026 @ 10:46
@Kleopatra – Ihr Text mit ausgeschalteter Antworfunktion:
“Jeder Christ, der im Religionsunterricht aufgepasst hat, weiß, dass der Gott Israels auch sein Gott ist. Und zumindest der Form nach ist Trump Christ, so dass ihre Feststellung ins Leere zielt.”
Ich nehme zur Kenntnis, dass der Gott Israels natürlich auch der Gott der umliegenden Völker, incl. christenlicher Anteile, ist. Deshalb werden durch Israel auch Christen mindestens behindert und alle anderen getötet oder in Gefängnissen misshandelt und missbraucht. Die ca. 20000 von Israel zugegebener Maßen getöteten Kinder und die seit Waffenstillstand auch wieder 150 getöteten Kinder müssen also auch in Gottes Namen getötet worden sein. In meinem Religionsunterricht, den ich in der DDR bis zur 4. Klasse neben der Schule besuchte, war von Barmherzigkeit und Gleichheit die Rede. vermutlich war das bei Ihnen anders und rundet mein Bild von Ihnen ab.
24. Februar 2026 @ 16:26
Selenski hatte das Zeug zum Clown. Dank dem Slava-Ukraini-verzückten EUropa hat er nun das Zeug zum Diktator.
So viele fühlten sich zum Messias berufen. Sie endeten entweder als tragische Clowns oder als tyrannische Fanatiker.
24. Februar 2026 @ 16:44
Er hat immer noch das Zeug zum Clown – zum Clown nach der Art eines Pennywise aus Stephen Kings “ES”.
25. Februar 2026 @ 07:19
Zelens’kyj hat durch seine Diplomatie wesentlich dazu beigetragen, dass die Ukraine sich überhaupt so lange gegen Russland wehren konnte. Und dafür, dass nicht nur Zelens’kyj, sondern auch die meisten Ukrainer nicht zu einer Kapitulation bereit sind, haben die Russen durch ihr Verhalten als Besatzungsmacht und die Art ihrer Kriegführung gesorgt. Fast jeder Ukrainer dürfte sich bewusst sein, dass er bei einer Kapitulation der Ukraine, wie sie von den Russen unter dem Deckmantel der “Entnazifizierung und Entmilitarisierung” gefordert wird, einem so, brutalen Besatzungsregime ausgesetzt wäre, dass ihm nur die Flucht bliebe. Da zieht man die Verteidigung vor.
Zelens’kyj ist weder Clown (Komiker – als solcher war er ua. tätig– sind auerhalb der Bühne nicht lächerlicher als jeder andere Mensch) noch Diktator (allerdings Präsident mit Kriegsvollmachten, aufgrund eines Krieges, den er nicht begonnen ha)t.
25. Februar 2026 @ 20:34
Es gibt hervorragend informierte Menschen, die behaupten, dass der Stellvertreterkrieg der NATO gegen Russland schon 2014 begann. Die ca 14.000 Opfer bis 2022 sind jedoch gegenüber der Zahl der Opfer nach 2022 zumindest im Kopf vieler … vernachlässigbar.
26. Februar 2026 @ 06:40
Es gibt hervorragend informierte Menschen, die davon ausgehen, dass Russland im Frühjahr 2014 die Krym durch eigene, jedoch entgegen dem Kriegsvölkerrecht nicht gekennzeichnete Truppen besetzt und im Donbass an der Entstehung der beiden Räuber-“Republiken” massiv mitgewirkt hat, jedoch immer nach dem Prinzip, so zu tun, als kämpften da keine Menschen aus Russland. Insofern stimme ich Ihnen zu, dass der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine bereits 2014 begann, und auch die EU sieht das so (sie sanktioniert Russland bereits seit 2014) und Deutschland sieht es so (deshalb mussten Russen mit Wohnsitz auf der Krym Visa in Kyïv beantragen und konnten nicht zu Konsulaten in Russland gehen). Aber es handelt sich um keinen Stellvertreterkrieg der NATO, sondern um eine rechtswidrige russische Aggression.
26. Februar 2026 @ 08:32
Es gibt hervorragend informierte Menschen, die wissen, dass die Regierungen der NATO, allen voran die USA, eine Osterweiterung ausgeschlossen haben. Das war die Grundlage der deutschen Staatsvereinigung nach dem Mauerfall.
Und heute eskalieren Sie primitive Russophobie. – „Russophobie ist eine Form des Rassismus“ — https://globalbridge.ch/russische-historikerin-natalja-tanschina-russophobie-ist-eine-form-des-rassismus/
26. Februar 2026 @ 12:04
Eine Vereinbarung über den Ausschluss einer Aufnahme mittel- und osteuropäischer Staaten in die NATO konnte schon deshalb kein Bestandteil oder gar eine Voraussetzung für die Wiedervereinigung sein, weil zu dem Zeitpunkt der Warschauer Pakt noch bestand. Es gibt im 2+4-Vertrag Einschränkungen der Stationierung von NATO-Truppen in der Ex-DDR. Mehr nicht. Und es handelt sich nicht um eine Osterweiterung der NATO, sondern darum, dass mittel-.´- und osteuropäische Staaten unbedingt in die NATO wollten. (Die USA waren auf deren Aufnahme ursprünglich gar nicht so unbedingt scharf).
24. Februar 2026 @ 15:40
…und auch keinen Platz für russische Kultur, russische Sprache, russische Menschen, das hatten wir doch alles schon!
Wann wird dem rassistischen Megalomanen aus Kiew endlich das Handwerk – durch sein Volk – gelegt? Oder wenigstens die Psychiater, die noch nicht an der Front sind, könnten sich seiner annehmen.
25. Februar 2026 @ 07:25
Indem die Russen in die Ukraine eingefallen sind und sich in den besetzten Gebieten so benehmen, wie die Hassprediger im russischen Staatsfernsehen es empfehlen, haben sie selbst dafür gesorgt, dass viele Ukrainer keine russischen Bücher nicht mehr in ihren Bücherschränken stehen haben wollten. Was aber Russen betrifft, die außerhalb Russlands leben: die müssen in Gottes Namen bereit sein, die jeweilige nicht russische Landessprache zu lernen und anzuwenden, wie das ja auch in Deutschland entsprechend von jedem Ausländer erwartet wird. Da bricht ihnen kein Zacken aus der Krone.
25. Februar 2026 @ 12:36
“die müssen in Gottes Namen bereit sein, die jeweilige nicht russische Landessprache zu lernen und anzuwenden, wie das ja auch in Deutschland entsprechend von jedem Ausländer erwartet wird.”
Nur das russischsprachige Ukrainer eben in der Ukraine keine “Ausländer” sind – und somit gilt die von Ihnen so gern hervorgekramte KSZE, die eben auch Minderheitenrechte wie eine eigene Sprachkultur garantiert.
24. Februar 2026 @ 14:35
Wer ist denn nun Gott, Netanjahu, Selenskyj oder Trump? Wer bestimmt meinen Weg? Was darf ich (noch) selbst entscheiden?
24. Februar 2026 @ 16:59
Auch Trump gehorcht dem Gott Israels.
25. Februar 2026 @ 07:27
Jeder Christ, der im Religionsunterricht aufgepasst hat, weiß, dass der Gott Israels auch sein Gott ist. Und zumindest der Form nach ist Trump Christ, so dass ihre Feststellung ins Leere zielt.
24. Februar 2026 @ 14:18
““Es darf in der freien Welt keinen Platz geben für …”
Ist das dann überhaupt eine “freie Welt”???
Für Selenskyj und seine Ukraine gilt gegenüber der EU weiterhin: “All you can grab!”
24. Februar 2026 @ 14:03
Wahlen in Ungarn!? Na und!? Selenskyj jedenfalls scheint Wahlen in der Ukraine nicht hinzukriegen ob des Konflikts (?) oder weil er nicht will?
24. Februar 2026 @ 14:18
Er will nicht, und die Verfassung lässt es zu.
25. Februar 2026 @ 07:41
Zum Thema Wahlen in Kriegszeiten empfehle ich als anregende Lektüre die Artikel des deutschen Grundgesetzes, die sich mit dem Kriegszustand befassen, der imGrundgesetz “Verteidigungsfall” genannt wird; insbesondere Artikel 115h. Wahlen während des Verteidigungsfalls fällig wären, werden auf ein halbes Jahr nach dessen Ende verlegt.
In den USA fanden während des Zweiten Weltkriegs Wahlen m.W. turnusgemäß statt, jedoch sind die USA in dieser Hinsicht unter demokratischen Staaten nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Wenn Sie die Aussetzung der Wahlen während des Krieges kritisieren, wiederholen Sie nur russische Kriegspropaganda.
25. Februar 2026 @ 12:42
“Wenn Sie die Aussetzung der Wahlen während des Krieges kritisieren, wiederholen Sie nur russische Kriegspropaganda.”
Ja, das Totschlagargument, die russische Kriegspropaganda!
Fakt ist aber auch, dass viele Ukrainer genug vom Krieg haben – nicht wenige befinden sich in der EU, aber die meissten leiden täglich darunter. Eine Wahl wäre auch eine Abstimmung über die Fortsetziung des Krieges!