11 Comments

  1. Thomas Damrau
    18. Januar 2026 @ 09:27

    Klassischer Zielkonflikt: Das Kind fürchtet gleichzeitig
    — den Liebesentzug durch den Vater
    — die Prügel des Vaters

    Was tun? Der menschliche Geist reagiert in solchen Zeiten gerne mit Dissoziation (https://de.wikipedia.org/wiki/Dissoziative_Identit%C3%A4tsst%C3%B6rung ): Wir stecken die sich widersprechenden Erfahrungen in unterschiedliche Bereiche unseres Bewusstseins, die (in unserer Weltsicht) nichts mehr miteinander zu tun haben.

    Die dissoziative Störung Europas begann schon in den 1990er:
    — Die Europäer hofften, dass mit dem Zusammenbruch des Warschauer Pakts ein Zeitalter der kooperativen Konfliktlösung beginnen werde.
    — US-Präsident Clinton wollte die Ernte in die Scheune fahren, die der gefühlte Sieg über den systemischen Gegner ermöglichte.

    Die europäische Lösung: „Friedensdividende“ reklamieren und sich gleichzeitig mehr (Afghanistan, Libyen, Kosovo) oder weniger (Irak, Plünderung Russlands) an den US-Abenteuern beteiligen.

    Und so ging das weiter von Clinton über Bush Jr. über Obama über Trump zu Biden: Immer leicht piquiert über das US-Großmachtgehabe sein, aber doch besser nicht zu laut meckern. Papa könnte ja ……..

    Und jetzt sind wir halt mit Donald I. konfrontiert, dem großmächtigen Herrscher beider Amerikas und Grönlands, der die Androhung von Prügeln zum Geschäftsmodell gemacht hat.

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  2. Michael
    18. Januar 2026 @ 09:19

    @ebo
    Tut mir leid aber – Ironie beiseite – auch das war keine Gegenwehr sondern Champagner oder vielmehr Perlen vor die Säue werfen!

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  3. Guido B.
    18. Januar 2026 @ 07:38

    Trump hat Zölle gegen Abweichler verhängt. Es regt sich Protest gegen den POTUS. Mal schauen, ob es bei Zöllen bleibt. Selenski hängt gerade an einem sehr dünnen Faden. Ohne USA wird nix aus der Ukrainischen Union.

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  4. Erneuerung
    17. Januar 2026 @ 19:41

    Ich träume jetzt mal: Die schlimmsten Totengräber Europas verschwinden in der Bedeutungslosigkeit (vdL, Kallas, Merz, Selenskyj, Macron, Starmer) und werden durch kompetentere und humanere Personen ersetzt. Dann kommen die Leute östlich von Polen zu der Einsicht, dass sie eigentlich gar nicht so verschieden sind und am Ende nur das Volkswohl von allen Bewohnern zählt. Und wenn das durchgesickert ist, dann könnte das Realität werden, was Putin mal ausgesprochen hat: Ein Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostock, und damit gemeinsame Interessen, die auch militärisch gemeinsam vertreten werden. Unter diesem Aspekt wäre dann Europa in seiner kompletten Ausdehnung auch militärisch stark genug, um den Hirngespinsten der Amerikaner paroli zu bieten.
    Aber ja, das ist nur ein Traum, und solche Leute wie @Kleopatra werden schon dafür sorgen, dass man eiskalt aufwacht.

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    • Nope
      18. Januar 2026 @ 01:21

      Es kann nicht der Sinn der Sache sein, die eine dominante Macht durch eine andere zu ersetzen, was passieren würde in einer politischen Union mit Russland (und der Ukraine vermutlich?!) und wie wir alle aus der EU gelernt haben sollten, kann man “einen Wirschaftsraum” nicht ohne eine solche haben.
      Wir brauchen Ruhe und ein Zurück zum Status Quo ante vor dem Scheiß der letzten 4 Jahre zwecks Erholung und keine Hals über Kopf Entscheidungen die uns auf Jahrzehnte binden oder in naher Zukunft wieder in turbulente Zeiten bringen.

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  5. Michael
    17. Januar 2026 @ 17:04

    Haben Deutschland und Frankreich „Gegenwehr“ geleistet als die USA den Irak überfallen haben!? Oder haben sie nur die Gefolgschaft verweigert und es kam trotzdem zum Krieg der weit über 210000 Menschenleben gefordert hat!?
    Und von wegen Island: die Insel ist militärisch laut bilateralem Abkommen mit den USA de jure, und damit und auch ansonsten politisch de facto unter US Kontrolle!
    Aus historischer Perspektive betrachtet kann man sich nur wünschen dass Grönland qua Dänemark ein Teil Europas bleibt, und die NATO scheitert und aufgelöst wird und das westliche Europa endlich wahrhaftiges und wirkliches Teil Eurasiens wird!

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    • ebo
      17. Januar 2026 @ 18:12

      Stimmt, Schröder hat keine Gegenwehr geleistet. Aber die Franzosen waren immerhin so renitent, daß ihre amerikanischen Freunde den Champagner auf den Straßen von Washington demonstrative weggekippt haben, und zwar nicht in den Mund 😉

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  6. Reykjavik
    17. Januar 2026 @ 16:27

    Da bei allen strategischen Überlegungen der EU immer noch die Ukraine und nur die Ukraine zählt, halte ich es für vorstellbar, dass man eigenes Gebiet klaglos hergibt,damit man dafür den Proxykrieg des Nicht-EU- und Nicht- NATO-Mitglieds Ukraine bloß weiter betreiben kann. Das wäre ein Offenbarungseid und damit wirklich das Ende von allem, das könnte man selbst dem desinteressiertesten EU-Bürger nicht mehr mit russischer Bedrohung zurechtlügen.
    Für die Grönländer täte es mir zutiefst leid, aber das wäre auch endlich die Stunde der Wahrheit. Falls wir noch eine Zukunft haben sollten, die können wir nicht auf die ungeheuerlichen Lügen aufbauen, mit denen wir mindestens die letzten 4 Jahre gefüttert worden sind.

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    • ebo
      17. Januar 2026 @ 17:14

      Das ist auch meine Sorge!

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  7. Helmut Höft
    17. Januar 2026 @ 16:12

    “Mein Fazit: [Die USA wissen] um die Schwäche der Europäer und nutz[en] sie gnadenlos aus. “ 😉 D’accord!

    Apropos Grönland: Ist halt Schoiße, dass die Grönländer nur zu gut wissen, wie die Kolonoalisierung von G abgelaufen ist und wie die Geschichte dann bis heute weiterging.

    Meine Prognose: Der Trend geht im Andenken dessen 1) kurzfristig weg von DK, 2) mittelfristig hin zu den USA (weil diese den Grönländern goldene Eier versprechen und auch anfangs liefern werden, dem widersteht die Mehrheit nicht) und 3) langfristig wachen die Grönländer dann in so etwas wie “blühende Landschaften” auf und fragen sich 4) “OMG wat nu!”

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  8. KK
    17. Januar 2026 @ 15:07

    Offenbar gibt es im französischen Parlament eine erste Initiative aus der grössten Fraktion (LFI) heraus, aus der NAhTOd auszutreten, und da der RN auch schon länger mit der NAhTOd fremdelt, könnte diese Initiative durchaus Erfolg haben.
    Ich drück jedenfalls die Daumen…

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