Grönland: Macron will Trump trotzen, Merz kneift schon wieder

Nach den jüngsten Drohungen von US-Präsident Trump in Sachen Grönland hat die EU die USA vor einer “Eskalation” gewarnt. Doch Taten lassen auf sich warten – die Bundeswehr reist sogar vorzeitig aus Grönland ab. Zieht Kanzler Merz den Schwanz ein?

Viele wortreiche Erklärungen, aber keine Taten und erst recht keine Gegenwehr: Die europäische Reaktion auf Trumps neue Drohungen fällt überaus schwach aus.

“Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation”, erklärten Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Großbritannien in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Zugleich betonten sie: “Wir sind entschlossen, unsere Souveränität zu wahren.” Doch was sie tun zu gedenken, sagten die acht von Trumps Zolldrohungen betroffenen Staaten nicht.

Frankreichs Staatschef Macron will das ändern. Macron werde beantragen, das EU-Gesetz gegen wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen ACI zu aktivieren, hieß es im Pariser Elysée-Palast.

Außerdem will er die EU-Reaktion koordinieren. Ob ihm das gelingt, bleibt abzuwarten – ich wage es zu bezweifeln.

Deutschland hat sehr zurückhaltend auf Trumps neue Drohungen reagiert. Kanzler Merz will sogar die Handvoll Bundeswehr-Soldaten abziehen, die erst am Freitag in Grönland angekommen waren.

Die Mission sei erfolgreich abgeschlossen, heißt es in Berlin. In Wahrheit ist es wohl eher so, daß Merz den Schwanz einzieht. Auch diesmal setzt er auf Appeasement bei Trump, wieder einmal…

Siehe auch Eskalation um Grönland, Deal mit Mercosur – und News zu Nordstream