Neuer Korruptionsskandal – Selenskyj unter Druck
Während Russland die Energieversorgung der Ukraine attackiert (und vice versa), erschüttert ein großer Korruptionsskandal den Energiekonzern Energoatom. Justizminister Haluschtschenko soll in den Skandal verwickelt sein ; er wurde deshalb von seinem Amt suspendiert. Auch Präsident Selenskyj gerät unter Druck.
Viele Ukrainer halten ihm mangelndes Engagement im Kampf gegen die Korruption vor. Zudem ist offenbar ein enger Freund des Staatschefs aus dem Land geflüchtet, kurz bevor seine Räume durchsucht wurden.
Derweil will Deutschland die Subventionen für Kiew nochmal aufstocken...
Siehe auch Die dunkle Seite der Ukraine – wovon SPD & Genossen lieber nicht reden Mehr zur Ukraine hier
P.S. Selenskyj hat die Entlassung des Justiz- und des Energieministers gefordert. Energieministerin Hryntschuk reichte daraufhin ihren Rücktritt ein. Doch das reicht nicht. Früher oder später wird man auch über Selenskyjs Verantwortung sprechen müssen…

Monika
13. November 2025 @ 11:35
Synonym für Heimat…
Ja klar, seitdem “Wirtschaftswissenschaft” ausschließlich neoliberale Kettensägenmonster nach “Lehrplan” ausbildet, gibt es das “Hoch auf den ehrbaren Kaufmann” nicht mehr. Ehrbarer Kaufmann, Allmende, Allgemeinwohl, Genossenschaft… all das sind von neoliberal-faschistoidem Gedankengut rechts überholte Begriffe. Indem die Bevölkerungen auf das rechte Gedankengut aufspringen und “populistisch” wählen, versuchen sie sich bei ihren Turboökonomen und Oligarchen in Erinnerung zu rufen. Die haben aber nur die wehrpflichtige Entsorgung via Krieg als letztem Mittel auf dem Zettel. Schlechte Nachrichten also für Normalbürger.
Wenn sie als Bürgen und Arbeitstiere mangels Auszehrung nicht mehr taugen, dann haben sie das Himmelreich eben nicht verdient. So ähnlich hat sich ja gegen Ende WK der GRÖFAZ auch geäußert.
Guido B.
13. November 2025 @ 09:43
Ich verweise auf einen Kommentar von Klaus J. Stoehlker im Zürcher Newsletter „Inside Paradeplatz“:
https://insideparadeplatz.ch/2025/11/13/selenskyi-club-klaut-100-millionen-chef-ist-fluechtig/
Wenn nur schon die Hälfte stimmt, sind wir in Europa definitiv in der Dystopie angekommen. Die Eliten Europas verdienen nur noch Verachtung. Man sollte sie alle einsammeln, auf eine entfernte Insel verbringen und lebenslänglich wegsperren!
Josef Berchtold
13. November 2025 @ 08:55
Innerhin ist es nun aufgepopt. Das ist schon ein Fortschritt. Säuberung wird es geben, das kennen die Alten noch aus der stalinistischen Zeit und bis 1989.
Michael
12. November 2025 @ 19:02
Erst Selenskyj‘s Patrone und Förderer, jetzt die Vertrauten und engste Entourage! Erst der Justizminister und jetzt die Energieministerin! Und als Nächstes!? Selenskyj selbst? Wie ich mir denken kann steht Klitschko schon bereit den kleinen Komiker aus dem Ring zu hauen! Drama statt Komödie!? Und dann …. !? Und danach …. !? Mehr Unterhaltungswert als beim ÖRR! Ich will mehr davon und auch Brüssel und Berlin als Statisten … !?
Versprochen: ich spende auch Applaus!
Pjotr
12. November 2025 @ 17:27
Gähn, das ist doch angesichts der „Gasprinzessin“ genannten Julia Timoschenko nichts Neues in der seit dem Maidan 2014 demokratischen Ukraine. Ironie aus.
Erneuerung
12. November 2025 @ 18:30
Ja, die Korruption ist nichts Neues und die Tentakel einer Frau Timoschenko reichten bereits 2012 soweit, mich aus dem Tagesschauforum meta.tagesschau zu werfen, weil ich dort darauf hingewiesen hatte, dass seinerzeit gegen diese Dame in den USA ein Strafbefehl vorlag und ich daher etwas dagegen hatte, sie mit unseren Steuermitteln kostenlos in der Charite’ behandeln zu lassen. Derzeit scheint es so zu sein, dass Meldungen und Meinungen in alternativen Medien nicht mehr so schnell und nur vereinzelt bestraft werden können, da DSA-Firmen, Polizei und Gerichte mit anderen Dingen gut ausgelastet sind. Aber eine Hoffnung, dass Korruption in Europa nur auf niedrigem Niveau Bestand haben wird, habe ich nicht.
Niko
13. November 2025 @ 12:55
@ Erneuerung „mich aus dem Tagesschauforum meta.tagesschau zu werfen, weil ich dort darauf hingewiesen hatte,“
Ich hatte ständig das Problem der Sperrung von Beiträgen. Damit diese unliebsamen Leserbriefe erst gar nicht geschrieben werden, entscheidet ARD bereits vorab, was der Zwangsbeitragzahler kommentieren darf.
KK
13. November 2025 @ 14:28
@ Niko:
Das ist doch überall so oder ähnlich: Bei SPON zB kamen kritische Beiträge zwar gelegentlich mal durch, aber dann konsequent mit solcher zeitlichen Verzögerung und damit so weit weg von aktuellen Beiträgen platziert, dass ein Leser im Forum schon ungeheuer viel Zeit, Geduld und Energie mitbringen musste, um überhaupt noch darauf stossen zu können.
Stef
12. November 2025 @ 15:54
Staatsmittel dienen heutzutage im wesentlichen der Schmierung der Privatwirtschaft bzw. der Ersatzbefriedigung privatwirtschaftlicher Renditewünsche. Ich erkenne wenig Unterschied ob wir nun
Geld in die Ukraine schleusen,
die Haftung für die Requirierung russischer Vermögenswerte übernehmen,
Panzer in die Ukraine liefern auf Kredit, den niemals jemand zurückzahlen wird,
Überteuerte US-Waffensysteme kaufen, um Trump zu erfreuen,
Subventionen für Batteriefabriken zahlen, die nicht gebaut werden,
Bailouts für gescheiterte Banken organisieren oder
Unmengen unwirksame Impfstoffe via SMS zu überteuerten Preisen unter Übernahme der Haftung für Folgeschäden kaufen.
Früher war “Bananenrepublik” ein Begriff für weit entfernte und dubiose Länder. Heute ist es ein Synonym für Heimat.
Michael
12. November 2025 @ 14:09
Lassen sich jetzt Selenskyj’s jüngste Interventionen bei der Nabu erklären!? Außer in Brüssel und Berlin wird wohl niemand an Zufälle glauben!
Pjotr
12. November 2025 @ 16:56
Vorsicht, in „unserer Demokratie“ könnte die Bezeichnung „Bananenrepublik“ als Delegitimierung des Staates ausgelegt und damit strafrechtlich verfolgt werden.
Als Demokrat stimme ich Ihnen dennoch zu.
european
12. November 2025 @ 14:01
Untersucht eigentlich irgendjemand Selenskyj selbst. In den Pandora-Papers wurde er seinerzeit erwähnt als jemand der schon sehr früh Teil entsprechender offshore Korruptionsnetzwerke war
https://www.occrp.org/en/project/the-pandora-papers/pandora-papers-reveal-offshore-holdings-of-ukrainian-president-and-his-inner-circle
Liest sich wie ein Krimi. Man sollte Papier und Bleistift dazu benutzen, um die Verflechtungen und Verschiebungen innerhalb des Netzwerkes von Selenskyj zu verstehen und zu behalten.
Aber mittlerweile macht er das doch ganz bestimmt nicht mehr, oder? 😉
KK
12. November 2025 @ 12:00
“Derweil will Deutschland die Subventionen für Kiew nochmal aufstocken…”
So langsam sollten Staatsanwälte über Ermittlungen wegen Beihilfe zu Unterschlagung, Begünstigung und Bestechlichkeit oder wie das alles heisst nachdenken…
Michael
12. November 2025 @ 13:53
Welche Staatsanwälte!? Die sind doch letztlich weisungsgebunden!
KK
12. November 2025 @ 14:00
Davon wird man ja wohl noch träumen dürfen… was bleibt uns denn sonstm noch, ausser träumen?