Die dunkle Seite der Ukraine – wovon SPD & Genossen lieber nicht reden

An diesem Wochenende fand der erste “progressive” Gipfel in Kiew statt. Die europäischen Sozialdemokraten haben ihre “unerschütterliche” Unterstützung für die Ukraine bekräftigt – dabei ist längst nicht alles progressiv, was dort passiert. Im Gegenteil.

“Wir reisen nach Kiew, weil wir an die Ukraine und an ihre europäische Zukunft innerhalb der Europäischen Union glauben. Indem die Ukrainer ihre Freiheit und Demokratie verteidigen, schützen sie auch die unsere. Wir werden uns weiterhin für eine wirksamere Unterstützung der Ukraine einsetzen, die sich und Europa mutig gegen den russischen Angriffskrieg verteidigt – bis ein gerechter und dauerhafter Frieden erreicht ist. Koste es, was es wolle.Kathleen Van Brempt, stellvertretende Vorsitzende der S&D Fraktion

Koste es, was es wolle? Ein merkwürdiges Verständnis von Krieg und Frieden. Die vollständige Zerstörung der Ukraine kann wohl kaum im Interesse der Sozialdemokraten oder anderer “Progressiver” sein.

Progressiv ist auch nicht, was Präsident Selenskyj mit “seinem” Land macht. Das müssten auch die Genossen wissen – wenn sie die Nachrichten der letzten Tage verfolgt hätten. Hier drei aktuelle Meldungen:

Diplomatie? Kein Thema!

Wer etwas tiefer gräbt, wird auf Berichte von Zwangsrekrutierungen, eine neue Fluchtwelle aus der Ukraine und die Krise der Präsidenten-Partei “Diener des Volkes” und des Parlaments stoßen.

Zur dunklen Seite der Ukraine gehören auch die steigenden Opferzahlen – die seit je geheim gehalten werden – und die Versuche, den Krieg nach EUropa zu tragen. Selenskyj kennt da offenbar keine Grenzen.

Auf der anderen Seite höre ich neuerdings wieder vermehrt Gerüchte über Friedensverhandlungen. Daß die “Progressiven” darüber kein Wort verlieren, ist bitter. Sie haben wohl ihre eigene Geschichte vergessen…

Mehr zur Ukraine hier

P.S. Sogar “Politico” hatte neulich einen ungewöhnlich kritischen Bericht über “The dark side of Zelenskyy’s rule”. Kurz danach legte die EU-Kommission ihren Fortschrittsbericht vor – er war fast durchweg positiv…