Krieg in Israel schlägt auf Ukraine zurück

Der Krieg in Israel wirkt sich negativ auf die Ukraine aus. Die USA wollen zwar an zwei Fronten kämpfen – doch die Praxis sieht anders aus. Präsident Selenskyj gerät in Bedrängnis.

US-Präsident Biden sicherte zu, dass Amerika sowohl die Ukraine als auch Israel unterstützen könne. “Wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika, um Gottes Willen, die mächtigste Nation (…) in der Geschichte der Welt”, sagte Biden dem Sender CBS.

Doch die Praxis sieht anders aus. Da die Unterstützung bröckelt, kam Präsident Selenskyj in der vergangenen Woche überraschend zur Nato in Brüssel. Doch seine Hilferufe wurden nur teilweise erhört. Heute bat er erneut um Winterhilfe.

Die ukrainische Gegenoffensive ist gescheitert, nun greifen die Russen wieder an. Zudem leidet die Ukraine unter dem schwindenden Interesse der USA. Der Krieg in Israel zieht fast die gesamte Aufmerksamkeit auf sich.

Nach einem Medienbericht wollte Selenskyj deshalb nach Israel reisen und seine Solidarität bekunden. Doch Regierungschef Netanjahu hat den Vorschlag abgelehnt. Er empfängt wohl lieber Kanzler Scholz.

Einen Rückschlag gibt es auch an der Heimatfront. Selenskyjs ehemaliger Berater Arestovich erklärte, das Land brauche einen neuen Führer. Die Gegenoffensive sei gescheitert, Selenskyj bekomme die Korruption nicht in Griff.

Die Ukraine sei in einer “Sackgasse” gelandet und müsse einsehen, dass sie die Krim nicht zurückerobern könne, so Arestovich. Allerdings halten die USA und die EU immer noch an diesem brandgefährlichen Ziel fest…