Wie sich die EU-Chefs beschimpfen

Beim EU-Gipfel erhitzen sich die Gemüter. Erst gab es ein Wortgefecht zwischen Gipfelchef Tusk und dem Griechen Tsipras, dann ein Scharmützel Tusk-Cameron – und schließlich platzte Italiens Renzi der Kragen.

“Game over” soll Tusk zu Tsipras gesagt haben, nachdem die Gläubiger Griechenland ein letztes “Angebot” gemacht haben. Hier ein hüscher Tweet:

Hochspannung auch im Streit um den Brexit: Er sei offen für Vorschläge, wie sich die EU verändern müsse, aber “die Grundwerte stehen nicht zum Verkauf und sind daher nicht verhandelbar”, erklärte Tusk.

Schließlich wurde auch noch ein Wutausbruch des Italieners Renzi gegen die Osteuropäer bekannt – wie zu erwarten zum Flüchtlingsthema. Zitat:

“Wenn das eure Idee von Europa ist, dann könnt ihr es für euch behalten. Entweder gibt es Solidarität – oder verschwendet nicht unsere Zeit”

Nun ist es also doch noch der “Gipfel der Wut” geworden, den ich befürchtet hatte… – Mehr hier


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8 Responses to Wie sich die EU-Chefs beschimpfen

  1. Nemschak 25. Juni 2015 at 22:22 #

    Die Teilnehmer sind schlicht übermüdet und sollten 24 Stunden ausschlafen. Danach ginge es vielleicht besser.

    • ebo 25. Juni 2015 at 22:27 #

      Nun ja, Tusk und Cameron hatten keine Nachtsitzung, sie sind putzmunter…

      • Nemschak 25. Juni 2015 at 22:31 #

        …aber der Rest – mühsam das Ganze.

      • S.B. 26. Juni 2015 at 16:50 #

        Das ist alles nur “ganz großes EU-Theater” für die dummen Schafe draußen.

        Beweis: Bevor es doch noch zum Showdown kommen könnte, gibt die EU – und damit die (erpressbaren) Gläubiger – GR doch noch und wieder einmal nach:

        Verlängerung des Hilfspakets
        Gläubiger bieten Athen Geld bis November
        http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-glaeubiger-bieten-verlaengerung-bis-november-a-1040880.html

        Wenn die Griechen jetzt noch annehmen (warum sollten sie es nicht tun?), ist bis November erst einmal Ruhe im Karton. Dann geht der ganz Schwachfug von vorne los und endet abermals im gleichen Ergebnis. Die bedingungslose (!) Transferunion ist damit bereits Realität. So einfach ist das. Man muss einfach nur Fakten schaffen. In der Marketingsprache der Politiker nennt sich das ganze dann “Solidarität” – der Begriff verkauft sich einfach besser. Das ist demokratische Politik á la EU! So viel dann auch zu den vielmals und zu jeder Zeit beschworenen “europäischen Werten”.

  2. Andreas Botsch 26. Juni 2015 at 00:53 #

    Europa scheitert an den nationalen Interessen, seine Führung hat die europäische Idee aufgegeben. Und alle Regierungen schützen das Kapital.

    • DerDicke 26. Juni 2015 at 12:02 #

      Europa in der jetzigen Form war noch nie das Ergebnis einer europäischen Idee. Es ging seit jeher um die Interessen von Firmen und Kapital. Natürlich macht es sich beim Michl besser, wenn man von friedlicher Konfliktbewältigung und “man muss kein Geld mehr im Urlaub wechseln” schwärmt. Sonst wird er irgendwannn misstrauisch wenn er real 10% weniger als 2001 verdient während er von staatlicher Seite immer mehr abgezockt wird. Aber irgendjemand muss ja die Rechnug bezahlen.

  3. neuland 26. Juni 2015 at 10:42 #

    in wachem Zustand hätte man vermutlich größere Bedenken, manche Entscheidungen zu treffen…

  4. august 26. Juni 2015 at 11:59 #

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