Eine Berateraffäre mit “Story Machine”?

Erst , nun “Story Machine”? Ein Medienbericht legt nahe, dass sich Kommissonschefin von der umstrittenen Berliner PR-Agentur beraten lässt. Eine rein private Angelegenheit, sagt ihr Chefsprecher.

Dass von der Leyen mit “Story Machine” zusammenarbeitet, ist nicht neu. Schon kurz vor ihrer Nominierung zur Kommissionschefin nahm sie die Dienste der PR-Agentur des ehemaligen “Bild”-Chefredakteurs Kai Diekmann in Anspruch.

Damals ging es darum, ihr möglichst schnell möglichst viele Twitter-Follower zu verschaffen. Als Verteidigungsministerin hatte die CDU-Politikerin das irgendwie nicht geschafft – trotz ihrer vielen gut bezahlten Berater 🙂

Doch auch jetzt geht die Zusammenarbeit weiter, wie die “Aargauer Zeitung” enthüllt. Offiziell ersichtlich ist die Tätigkeit von “Story Machine” ist allerdings nirgends. Niemand weiß, was Diekmann und seine PR-Berater für von der Leyen tun.

Das sei eine rein private Angelegenheit, sagt Kommissionssprecher E. Mamer. Die Berliner Agentur gebe seiner Chefin nur ein wenig “Ex-Post-Feedback” zu ihren zahlreichen öffentlichen Auftritten. Mit ihrer EU-Funktion habe das nichts zu tun.

Diese Erklärung ist allerdings nicht befriedigend. Schließlich werden Tweets, Videos und anderes PR-Material in der Kommission erstellt. Wieso sollte es da einen externen Qualitätscheck geben – noch dazu mit einer deutschen PR-Brille?

Schon jetzt ist die “Com” der deutschen Kommissionschefin zu sehr auf Deutschland ausgerichtet, kritisiert der französische EU-Korrespondent J. Quatremer. Dies hat sich auch in der Corankrise gezeigt – die Probleme wurden heruntergespielt.

Und wieso braucht von der Leyen überhaupt noch mehr Berater? Sie hat schon zwei Vertraute aus Hannover nach Brüssel mitgebracht, die ihre Kommunikation steuern. Und dann ist da noch der Pressedienst der Kommission…

Siehe auch “Von der Leyen rechtfertig Beratung durch Blackrock”