De Wever: Russland-Politik der EU ist gescheitert
Der belgische Premier De Wever profiliert sich als realistischer Außenpolitiker: Die Russland-Politik der EU sei gescheitert, erklärte der konservative Politiker in einem Interview.
Da die EUropäer nicht in der Lage seien, Kremlchef Putin mit Waffen zu bedrohen, und da man Russland ohne die USA nicht wirtschaftlich in die Enge treiben könne, bleibe nur ein Weg: Verhandlungen.
“Wir müssen einen Deal machen”, so De Wever. Damit steht er nicht allein. Auch Präsident Macron und Italiens Regierungschefin Meloni wollen in Verhandlungen mit Putin eintreten.
Allerdings wird die Entsendung von EU-Diplomaten von Kanzler Merz blockiert. Die Zeit sei nicht nicht reif, heißt es in Berlin, wo man immer noch am gescheiterten Kurs festhält.
Außerdem spielt der Kreml nicht mit: Man sei nicht bereit, die EU an den Friedensgesprächen mit der Ukraine und den USA zu beteiligen, heißt es in Moskau. Warum wohl?
Mehr zur Ukraine und zum Krieg hier

16. März 2026 @ 17:00
Am Schluss werden die US-Lakaien
DE, NL, DK. PL, SE und die nervösen Balten die letzte Bastion der UA in der EU sein. Dazu noch die US-hörigen Briten, die meinen auf diese Weise noch ein wenig Empire sei zu können.
16. März 2026 @ 14:50
Die Diskrepanz zwischen den EU-Dirigenten und den Regierungen der einzelnen Mitgliedstaaten wird offenbar immer größer, wie man jetzt auch bei Spaniens Premierminister Sánchez gesehen hat, der den Iran-Krieg von den USA (und Israel) nicht mittragen möchte.
Wahrscheinlich werden nach De Wever weitere europäische Politiker:innen zugeben, dass die Russland-Politik gescheitert ist, und davon werden es immer mehr werden, sodass Merz (mit Von der Leyen, Kallas, Costa, etc) zum Schluss alleine dar stehen werden.
PS: Es gibt da noch immer die Scharfmacher, die da noch eine kräftige Portion Senf „de la Guerre“ dazugeben wollen, wie Belgiens Ex-Premierminister Guy Verhofstadt, der De Wever prompt mit Chamberlain verglichen hat (https://x.com/guyverhofstadt/status/2032953353508966725?s=46).
Chamberlain gehört (meiner Meinung nach) übrigens zu den am meisten missverstandenen Politikern, da er in Wahrheit nie vorhatte, den Frieden mit Hitler-Deutschland um jeden Preis zu erhalten. Großbritannien fühlte sich in den 30er Jahren nicht vorbereitet, Krieg mit Deutschland zu führen und wollte damals Zeit gewinnen (daher seine „Appeasement-Strategie „ gegenüber Hitler).
16. März 2026 @ 09:47
Weber und de Wever – Brüder (?) nur im Namen oder doch im Geiste (?): Sie scheinen kreative (?) Zerstörer (?) von Brand- /Sanktions-Mauern bzw. von Denk-/Handlungs-Verboten sein zu wollen?
16. März 2026 @ 09:32
Gott sei Dank, bremsen noch ein paar als Querulanten diskreditierte diese EU aus. Dank des noch geltenden Einstimmigkeitsprinzips wird so wenigstens noch das Schlimmste verhindert, was in den Köpfen von ein paar durchgeknallten Russenhassern, in der Führungsriege herumgeistert.
In dieser EU sind die Erpresser nicht die Akteure mit abweichender Meinung, sondern die, welche das ihnen genehme Abstimmungsverhalten regelmäßig mit dem Geldbeutel erzwingen wollen. Das Scheitern dieser hinterhältigen Politik hat sich die EU mehr als verdient.
16. März 2026 @ 14:53
Gilt das Einstimmigkeitsprinzip tatsächlich noch? Wird es nicht vielmehr auf die ein oder andere Art ausgehebelt – sei es durch Taschenspielertricks (“Wie, Orban ist grad pinkeln? Dann lasst uns schnell abstimmen!”) oder durch erpresserische Massnahmen (siehe https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/sanktionen-russland-gas-ukraine-orban-fico-eu-li.10024539 )
16. März 2026 @ 15:13
Richtig, es wird immer mehr ausgehebelt
16. März 2026 @ 08:58
De Wever macht einen Fehler. Er denkt nicht in grossen Zeiträumen. Man muss nur weitere 20 Sanktionspakete abwarten und 4 weitere Jahre die Ukraine mit Waffen und Geld beliefern, dann werden Russland die Soldaten und die Munition ausgehen. Die Schwarzen Magier Fritz und Uschi denken eben in grossen Zeiträumen. In tausendjährigen Reichen und so. Slava Ukraini! Lang lebe das Vierte Reich!
16. März 2026 @ 08:56
Also zunächst einmal kann die EU über keinen Quadratzentimeter ukrainischen Territoriums verfügen und auch nicht Russland irgendwelchen Einfluss dort zugestehen. Wenn de Wever den Russen eine belgische Stadt überlassen wollte, wäre das schon etwas anderes 😉 Die von den Russen gewünschte Unterwerfung der NATO unter russische Vorstellungen kann von der EU auch nicht konzediert werden, auch kein einzelnes NATO-Land könnte sich auf solche Vorstellungen einlassen (etwa dass ein NATO-Mitglied Russland zusagen würde, einer NATO-Mitgliedschaft der Ukraine niemals zuzustimmen), weil dies gegen den NATO-Vertrag verstoßen würde. Als NATO-Mitglied ist Belgien übrigens zur kollektiven Verteidigung verpflichtet, auch gegenüber den mittelosteuropäischen Mitgliedstaaten derselben, und im Rahmen der EU gilt eine noch strikter formulierte Pflicht zum Beistand.
Somit ist festzuhalten, dass de Wever hier verantwortungsloses populistisches Zeug abgesondert hat und nichts sonst.
16. März 2026 @ 09:03
“Somit ist festzuhalten, dass de Wever hier verantwortungsloses populistisches Zeug abgesondert hat und nichts sonst.”
Im Gegensatz zu den elitären NATO-Fetischisten, die verantwortungsvolle NATO-Propaganda absondern und damit die Ukraine und die EU in eine immer schwierigere und schlechtere Lage manövrieren.
16. März 2026 @ 09:53
Im Gegensatz zu den elitären NATO-Fetischisten, die verantwortungsvolle NATO-Propaganda absondern und damit die Ukraine und die EU in eine immer schwierigere und schlechtere Lage manövrieren.-
und das dann auch noch schändlicherweise als unverbrüchliche Hilfe für die ukrainischen Menschen verkaufen wollen.
16. März 2026 @ 10:29
De Wever hat von Waffenlieferungen und Sanktionen gesprochen – und darüber können Belgien und die EU sehr wohl entscheiden. Fast alle Waffen für die Ukraine werden mittlerweile von EU-Staaten finanziert.
Die Ukraine ist immer noch kein Nato-Mitglied, wird es auch nie werden und kann froh sein, daß ihr die Nato überhaupt noch hilft. Wenn man Trump zuhört, ist dies womöglich nicht mehr allzu lange der Fall…
16. März 2026 @ 10:58
Jetzt will der Supreme Leader of the Free World die NATO für seine illegale Aggression in Westasien einspannen. Er ist ehrlich und macht kein Geheimnis um den wahren Zweck der NATO, nämlich die globale Absicherung des US-Imperiums.
Möge diese NATO mit all ihren verlogenen und mordenden Propagandisten endlich zur Hölle fahren!
16. März 2026 @ 12:10
“Also zunächst einmal kann die EU über keinen Quadratzentimeter ukrainischen Territoriums verfügen und auch nicht Russland irgendwelchen Einfluss dort zugestehen.”
Muss deWever auch nicht und die EU ebenfalls nicht. Es reicht, der Ukraine die weitere Unterstützung zu entziehen, was lange überfällig ist. Eine Beistandsverpflichtung bestünde im Übrigen auch gegenüber NATO-Mitgliedsländern nicht, was die Ukraine bekanntlich nicht ist und nie wird. Das NATO Statut ist da nicht zwingend.
Die für Sie vermutlich bittere Ironie an der Geschichte ist: Wären die Beteiligten im “Westen” (inklusive der Ukraine) in 2021 so vernünftig gewesen, die NATO-Mitgliedschaft von der Tagesordnung zu nehmen, wäre die Ukraine (und wäre mit ihr Europa) in einem unvergleichbar besseren Zustand als heute.
Wenn man sich aber von den Russen betreffend der Wahl seines “Verteidigungsbündnisses” nicht erpressen lassen möchte: Fair enough. Ich bin auch der Meinung, dass wir aus der NATO austreten sollten, um uns nicht mehr erpressen zu lassen und ich meine, dass der damit verbundene Preis dann gezahlt werden muss, auch wenn es weh tut. Da sehe ich eine gewisse Parallele zur Ukraine. Sie auch?
16. März 2026 @ 12:44
“Die für Sie vermutlich bittere Ironie an der Geschichte ist: Wären die Beteiligten im “Westen” (inklusive der Ukraine) in 2021 so vernünftig gewesen, die NATO-Mitgliedschaft von der Tagesordnung zu nehmen, wäre die Ukraine (und wäre mit ihr Europa) in einem unvergleichbar besseren Zustand als heute.”
Wohl auch dann, wenn sich USA und EU nicht 2013/14 in die Innenpolitik der Ukraine eingemischt und letztlich einen Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten unterstützt hätten.
16. März 2026 @ 08:32
Die EU-Elite ist nicht bereit in Verhandlungen mit Russland zu treten, weil dies offensichtlich gegen US-Interessen verstößt, wegen der der Ukrainekrieg überhaupt ausgelöst wurde.
US Interessen wiegen in der EU aktuell deutlich mehr als europäische Interessen.
15. März 2026 @ 23:07
450 Mio. EUropäer und ein Politiker halten die Russland-Politik für gescheitert. Warum macht Belgien keine eigene Außenpolitik? Braucht man dafür eine Erlaubnis der Kommission?
15. März 2026 @ 17:42
Naja, reichlich spät! Ungarn und Slovenia oder auch China, Brasilien, Südafrika, etc. waren schon für Verhandlungen! Und, irgendwie verhandeln Putin und Trump auch schon, da lohnt es sich nicht auf Merz, Leyen, Kallas, etc. zu warten!
Sollte man wieder auf günstiges Öl und Gas aus Russland hoffen glaube ich zu hören dass diese Ressourcen inzwischen von anderen gekauft werden! Aber sobald N1 und N2 amerikanischen Investoren gehören wird Europa wieder kaufen können, natürlich zu US Preisen!
15. März 2026 @ 17:32
“Man sei nicht bereit, die EU an den Friedensgesprächen mit der Ukraine und den USA zu beteiligen…”
Meint De Wever mit Verhandlungen denn überhaupt Friedensverhandlungen, wenn er von einem “Deal” spricht? Oder will er nicht eher zunächst auf das Angebot Russlands, wieder preiswert und verlässlich Energie zu liefern, eingehen, wenn er von einem “Deal” spricht?
Als Handelspartner Russlands fände die EU dann vielleicht auch eher in einen Friedens-Dialog zurück denn als Sanktionierer mit Schaum vor dem Mund.
15. März 2026 @ 17:59
Leider bestimmen immer noch Kallas und weitere Vertreter europäischer Bevölkerungsminderheitenvertreter (die ohne den USA -Druck mangels Voraussetzungen noch gar nicht in der EU wären) immer noch die Richtung, die das europäische Volk nicht will.
Leider vergessen die Bürger kurz vor der Wahl immer wieder, wie mies die letzte Periode war
15. März 2026 @ 18:39
Welche Wahl denn? Die zwischen Pest und Cholera?
15. März 2026 @ 17:32
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Hatte das nicht mal ein gewisser Herr Gorbatschow gesagt? Aber ja, das Bestrafen trifft ja nur die unteren 80%, der Rest macht sich die Welt, wie es ihm gefällt. Mann muss das Zeug stark sein, was vdL und Merz zu sich nehmen.
15. März 2026 @ 17:33
Macht macht halt besoffen!