EUropa schlägt sich schlechter als Trump-Land

Deutschland und die EU feiern sich gern für ihr “koordiniertes” Management in der . Doch in Wahrheit haben Berlin und Brüssel nicht viel geschafft. Die jüngsten Zahlen sind noch schlechter als in den unter .

Es ist eine erschreckende Bilanz: In Europa sind bis Ende November schon mehr als 400.000 Menschen an oder mit COVID-19 gestorben. Das sind mehr als irgendwo sonst auf der Welt – mit Ausnahme Lateinamerikas, wo es 444.000 Opfer gab. Dies meldet AFP.

Damit fallen Europa und die EU sogar noch hinter die USA zurück, wo Präsident Trump nichts unversucht ließ, um eine geordnete Reaktion auf die Krise zu verhindern. Die USA melden bisher 272.000 Todesfälle – und damit gut ein Drittel weniger als der alte Kontinent.

Selbst wenn man Russland (39.000) und Großbritannien (57.000) herausrechnet, liegt EUropa immer noch vor den USA. Trump hat sicherlich enormen Schaden angerichtet – aber die scheinbar rationalere Politik in der EU führt nicht zum gewünschten Erfolg.

Doch das hindert Politik und Medien nicht, sich über Trump lustig zu machen – und die eigenen “Erfolge” zu preisen. Vor allem in Deutschland sitzt man immer noch auf dem hohen Roß. Dabei fällt auch das größte EU-Land zurück – nun sogar hinter Schlußlicht Frankreich.

Am Wochenende meldete Frankreich deutlich niedrigere Infektionszahlen als Deutschland. Dabei hatte Kanzlerin Merkel noch vor kurzem vor “französischen Verhältnissen” gewarnt. In Paris ist die Lage beim “Infektionsgeschehen” derzeit besser als in Berlin.

Doch der deutsche EU-Vorsitz oder die EU-Kommission wollen sich das Problem immer noch nicht eingestehen. Kommissionschefin von der Leyen bereitet eine Jubel-Pressekonferenz für Dienstag vor, um den ersten Jahrestag ihres Amtsantritts in Brüssel zu feiern.

Und Kanzlerin Merkel versucht weiter, anderen EU-Ländern Vorschriften zu machen – wie zuletzt beim Verbot von Skiferien über die Weihnachts-Feiertage. Dabei ist die EU dafür gar nicht zuständig, Österreich und Finnland sind ohnehin dagegen.

Die beiden CDU-Politikerinnen wären besser beraten, endlich einmal darüber nachzudenken, was bisher schief gelaufen ist. Wie die neuen Corona-Zahlen zeigen, läuft es in EUropa nicht nur nicht gut, sondern sogar noch schlechter als in Trump-Land.

Es wäre schon viel gewonnen, wenn Merkel und von der Leyen dies eingestehen würden, statt sich als erfolgreiche Krisenmanagerinnen zu feiern. Zudem wäre es höchste Zeit, das Durcheinander in der europäischen Gesundheitspolitik neu zu ordnen.

Eine “Gesundheitsunion” unter EU-Regie kann dabei nur der letzte Schritt sein. Zunächst gilt es, die Gründe für das europäische Scheitern in der Coronakrise aufzuarbeiten…

Dieser Beitrag erschien zuerst in unserem täglichen Newsletter. Siehe auch “Geheimdeals und Notstandsrecht: Wie Brüssel die Coronakrise nutzt”

Neues E-Book

Die Coronakrise und die EU:

Todesstoß oder heilsamer Schock?