Krieg gegen Iran: Zwischen Flächenbrand und Weltwirtschaftskrise

Mit dem völkerrechtswidrigen Angriff auf Iran haben Israel und die USA eine unkontrollierbare Kettenreaktion ausgelöst. Nun droht ein Flächenbrand und eine Weltwirtschaftskrise. In EUropa könnte es besonders schlimm werden – wenn Putin den Gashahn zudreht.

Was zunächst wie ein gezielter und begrenzter “Enthauptungsschlag” gegen das Mullah-Regime aussah, hat sich in nur einer Woche zu einem Krieg ohne Grenzen ausgeweitet. Auch die Wirtschaft ist betroffen – weit über den Nahen Osten und den Golf hinaus.

Israel ist mittlerweile im Libanon einmarschiert, die Hauptstadt Beirut wird bombardiert. Die USA haben den Konflikt auf den Irak ausgeweitet, wo sie die Kurden für ihre Zwecke einspannen wollen. Iran wehrt sich mit Gegenschlägen, die die ganze Region treffen.

“Von Zypern bis Baku – der Flächenbrand ist da”, heißt es bei “telepolis”. Wie der US-Thinktank Atlantic Council analysiert, breitet sich der Konflikt wie ein Lauffeuer aus. Selbst Sri Lanka ist nicht mehr sicher – dort haben die USA ein iranisches Schiff versenkt.

Es handelt sich offenbar um ein Kriegsverbrechen, denn von dem Schiff ging keine Gefahr aus. Doch anders als im Ukrainekrieg wird es im ehemaligen “Wertewesten” mit einem Achselzucken quittiert – genau wie die Bombardierung von Schulen und Krankenhäusern.

USA lockern Russland-Sanktionen

Die iranische Blockade der Straße von Hormus hat die Weltmärkte erschüttert und einen neuen Ölpreisschock provoziert. Katar stoppt Erdgas-Exporte und warnt vor monatelangen Ausfällen.

Die Lage ist so ernst, daß sich die Trump-Administration gezwungen sah, ihre Sanktionen gegen Russland zu lockern. Indischen Raffinerieunternehmen soll erlaubt werden, für einen begrenzten Zeitraum russisches Öl zu kaufen.

Sein Ministerium erteile dafür eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung, um sicherzustellen, dass weiterhin Öl auf den Weltmarkt gelange, teilte US-Finanzminister Bessent auf X mit. Im Kreml dürfte man sich die Hände reiben!

Der Iran-Krieg berge das Risiko einer “weltweiten Wirtschaftskrise”, meint die – umstrittene – US-Expertin S. Navidi. Sie könnte Deutschland in die Rezession stürzen, die Inflation anheizen und den Euro unter Druck bringen.

Putin könnte sich an der EU rächen

Doch die EU wiegelt ab. Weder bei der Gas- noch bei der Ölversorgung zeichne sich eine Krise ab, heißt es in Brüssel. Man mache sich keine Sorgen um den Euro, verkündet die Zentralbank in Frankfurt.

Man darf gespannt sein, wie lange diese optimistischen Prognosen halten. Spätestens, wenn Kremlchef Putin der EU den Öl- und Gashahn zudreht, wird es ernst. Angedroht hat er es schon – für EUropa wäre das der Super-GAU…

Daß es überhaupt so weit kommen könnte, hat sich die EU selbst zuzuschreiben. Mit ihrem idiotischen Verbot für russische Energieimporte hat sie sich von den USA und von Katar abhängig gemacht.

Und zu allem Überfluss hat sie den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Iran auch noch gerechtfertigt. Dabei hat die EUropäer niemand gefragt. Kanzler Merz und Frau von der Leyen hätten besser geschwiegen…

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