Krieg gegen Iran: Brüssel bügelt alle Sorgen der Bürger ab

Keine Gaskrise, keine Ölkrise, keine Flüchtlingswelle: Trotz des völlig aus dem Ruder laufendem Kriegs gegen Iran wiegelt die EU ab. Ihre Experten haben sich schon oft getäuscht.

Den Krieg gegen Iran hat die EU nicht kommen sehen, obwohl die USA seit Wochen eine Armada zusammengezogen haben. Israels Premier Netanjahu soll US-Präsident Trump schon Mitte Februar zum Angriff überredet haben.

Die Folgen hat man in Brüssel auch nicht erwartet. Daß Gas- und Ölpreise rasant steigen und es zu Hamsterkäufen an den Tankstellen kommt, stand nicht auf dem Plan der EU-Kommission. Die Evakuierung aus der Golfregion auch nicht.

Statt die Fehler einzugestehen, wiegelt die EU ab – und bügelt die berechtigten Sorgen der Bürger herunter. Die Öl- und Gasversorgung sei derzeit gesichert, hieß es nach Krisensitzungen zweier Expertengruppen in Brüssel.

Türkei hat Grenze geschlossen

Eine Flüchtlingskrise sei auch nicht zu befürchten, meinen die EU-Innenminister. “Was Migration betrifft, sehen wir keine Bewegungen von Iran ins Ausland”, sagte EU-Innenkommissar Brunner bei dem Ministertreffen.

Zwar gebe es “Bewegungen” innerhalb des Iran (gemeint sind wohl Kriegsflüchtlinge), aber derzeit “sehen wir keine Bewegung in Richtung Europa oder in Richtung anderer Länder in der Region”.

Die Türkei habe ihre Grenzen zum Iran geschlossen, sagte Brunner. Die Kommission pflege in diesem Zusammenhang einen “intensiven” Austausch mit der Türkei. Sie soll wohl die Schotten dicht halten…

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P.S. Nur die Terror-Gefahr ist durch den Irankrieg gestiegen, sagt Europol. Paßt ins Bild – alle Gefahr geht von Iran aus (und Russland). Aber nicht vom Angriff der USA und Israels…