“Ungebildet und inkompetent”: Kreml will nicht mit Kallas verhandeln
Will sich die EU etwa doch noch in die laufenden Friedensverhandlungen für die Ukraine einbringen? Diese Frage wirft eine aktuelle Meldung aus Moskau auf.
Demnach weigert sich der Kreml, mit der EU-Außenbeauftragten Kallas zu verhandeln.
„Mit ihr werden wir nie auch nur irgendetwas besprechen, auch die Amerikaner werden das nicht tun“, sagte Kremlsprecher Peskow. Die EU beschäftige “irgendwelche ungebildeten inkompetenten Funktionäre, die nicht in Zukunft schauen und das heute existierende Koordinatensystem verstehen können.“
Richtig ist, daß sich auch US-Außenminister Rubio standhaft weigert, mit Kallas zu verhandeln. Denn auch in Washington genießt die bekennende Russland-Hasserin keinen guten Ruf.
Richtig ist aber auch, daß die EU die Friedensverhandlungen bisher den USA überlassen hat. Frankreich und Italien haben sich zwar dafür ausgesprochen, einen Sonderbeauftragten zu ernennen, stießen jedoch auf taube Ohren.
Nun könnte man den Eindruck gewinnen, daß Brüssel doch ganz gern dabei wäre – aber nur mit Frau Kallas. Oder wurde sie vielleicht von Präsident Selenskyj empfohlen – um sie als “Bulldozer” zu nutzen?
Mehr zur Ukraine und zum Krieg hier
P.S. Kallas kann auch austeilen. So soll sie ihre Chefin von der Leyen als “Diktatorin” bezeichnet haben, die alles allein entscheidet. Das angebliche Zitat macht derzeit die Runde in den (a)sozialen Medien – und beschädigt beide EU-Spitzenpolitikerinnen…

26. Januar 2026 @ 14:48
Und jetzt lese ich auch noch die unsägliche Kallas habe Leyen (die Versagerin aus dem Verteidigungsministerium) eine Diktatorin geschimpft! Ich bin entzückt!
26. Januar 2026 @ 19:19
Auch ein blindes Huhn findet gelegentlich mal ein Korn!
26. Januar 2026 @ 13:38
@Kleopatra
Ich möchte damit suggerieren, dass es immer so geht, wie es den Herrschaften gerade in den Kram passt.
Mich interessiert nicht, wenn die Menschen im Donbass zur Russischen Förderation gehören wollen. Was geht es mich an? Ich wohne da nicht.
Und wenn Menschen bereit sind, sich für ein paar Grashalme die Köpfe einzuschlagen – bitte schön – oder wenn man zur Verteidigung der Arktis kriegstüchtig werden soll um den Wohlstand anderer Leute zu mehren, ich möchte damit eigentlich nicht behelligt werden. Ich möchte ein friedliches, langweiliges Leben führen.
26. Januar 2026 @ 12:47
Inkompetent und historisch ungebildet gilt im übertragenen Sinne auch für die EU, die sich von so einer rechtsradikalen Hardlinerin vertreten lässt. Kallas steht ideologisch und auch personell (mit ihrem Urgroßvater) in der Tradition von Deutschlands Kriegszielen des Ersten Weltkriegs: Russland sollte in Kleinstaaten zerstückelt werden. Dieses Ziel vertritt Kallas kontinuierlich bis heute.
Das Urteil Russlands trifft daher auch gegen die EU zu: inkompetent und historisch ungebildet.
@Kleopatra: Ich war übrigens in Vilnius/Litauen 1991, während dort die Panzer und die Sonderpolizei OMON auffuhren und dann wieder abzogen. Wo waren da Sie und ganzen anderen maulheldischen “Freiheitskämpfer”? Und wo stehen Sie heute zur Verteidigung des Staatspräsidenten Maduro in Venezuela?
26. Januar 2026 @ 13:03
Dass es Deutschland im I. WK in die Kriegsziele passte, wenn einige Länder von Russland unabhängig wurden, ist kein Grund, weshalb diese Länder und Nationen heute kein Recht auf staatliche Unabhängigkeit haben sollten. Dass sich die Nationalbewegungen mal mit den Deutschen verbündeten, ist auch kein Wunder, das russische Reich war eben nicht attraktiv; und man kann sich nicht immer aussuchen, mit wem man sich verbündet (im konkreten Fall gegen Sowjetrussland nach dem I. WK).
Zu dem von Ihnen angesprochenen Zeitpunkt war ich im Rahmen meines Studiums an der Universität. Was haben Sie 1991 in Vilnius gesehen, das einen Bezug zur gegenwärtig diskutierten Frage hat?
26. Januar 2026 @ 11:43
Eigentlich müssen die baltischen Länder froh sein, dass die Sowjetarmee damals in den 90er Jahren friedlich abgezogen waren. Es hat zwar einen kurzen bewaffneten Konflikt mit Opfern in Litauen gegeben, aber das ging auch bald wieder zu Ende. Auch gab es nach 1991 nie ein ernsthaftes Vorhaben oder Streben seitens Russland, die baltischen Staaten (u.a) wieder in eine „neue Sowjetunion“ einzugliedern. Die Ultranationalisten, die tatsächlich eine Wiederherstellung des russischen Imperiums anstrebten, wie z.B. der verstorbene Schirinowsky, hatten die Vision gehabt, dass sich das Imperium Richtung Süden expandiert und die muslimischen Ex-Sowjetrepubliken angliedert, aber nicht Richtung Westen bzw. Mitteleuropa.
26. Januar 2026 @ 11:30
@Kleopatra
Referendum 1991 hat sich die Ukraine für unabhängig und blockfrei erklärt. Dass passt nicht zusammen mit einem Natobeitritt.
In die Verfassung kam die Natomitgliedschaft später ohne Volksbefragung.
26. Januar 2026 @ 12:52
Wollen Sie damit suggerieren, die Unabhängigkeit von der Sowjetunion sei nicht gültig, wenn die Regierung über den Beitritt zur NATO nachdenkt? Die NATO ist ein Sicherheits-. und Verteidigungsbündnis und dient daher der Absicherung der Unabhängigkeit, um die es bei dem Unabhängigkeitsreferendum gerade ging.
26. Januar 2026 @ 13:16
Nein, verehrte(r) Kleopatra, Arthur Dent wollte damit das sagen, was er geschrieben hat: Eine NATO-Mitgliedschaft würde nicht zu der per Referendum 1991 von der ukrainischen Bevölkerung postulierten Blockfreiheit passen. Die NATO ist nämlich ganz ausdrücklich das Instrument eines Blocks.
Es ist einer Diskussion immer recht dienlich, wenn sich die Diskutanten auf das beziehen, was der jeweils andere aussagt, anstatt diesem irgend einen Unsinn in den Mund zu legen und darauf dann herum zu hacken,
Übrigens ist die geschichtliche Empirie auch schon seit vielen Jahren weit über die neckische Aussage hinweg geschritten, dass Die NATO „ein Sicherheits-. und Verteidigungsbündnis“ sei. Sehr weit.
26. Januar 2026 @ 13:16
1) glauben nur noch historisch Taubblinde oder NATO-Apologetiker, dass die NATO ein Sicherheits- und Verteidigungsbündnis ist.
2) braucht es keine NATO, wenn man die UN-Charta ernst nimmt. Die UN-Charta verbietet Gewalt und die Androhung derselben und erlaubt kollektive Hilfe für angegriffene Staaten. Die NATO ist ein Machtinstrument der USA, und die USA sind ein global aktiver Aggressor aus Gewohnheit.
Wer sich in die NATO begibt, unterstützt ein aggressives Imperium. Darum will die Ukraine unbedingt in die NATO. Sie will wie Kallas, dass die Russische Föderation von der Weltkarte verschwindet.
28. Januar 2026 @ 13:26
@Guido B.: Wenn Sie an den defensiven Charakter der NATO nicht glauben wollen, ist Ihnen nicht zu helfen. Alle „Erweiterungen“ der letzten Jahrzehnte kamen dadurch zustande, dass sich Staaten als NATO-Mitglieder sicherer fühlten als ohne die NATO.
Was die UN-Charta. betrifft, so bezieht sich die NATIO in ihrem Vertrag exakt auf die UN-Charta. Die Möglichkeit, einem angegriffenen Staat zu helfen, ist nun einmal mehr. wert, wenn man sie bereits vor einer etwaigen Aggression abspricht und gemeinsam übt, plant etc. Auch wenn es offensichtlich ist, dass mit einer Aggression seitens Russlands gerechnet wurde, ist sie nicht spezifisch gegen Russland gerichtet: der einzige bisher beschlossene Bündnisfall bezog sich auf den Al-Qaida-Terro in New York. Und Russland hat nichts zu fürchten, solange es seine eigenen Grenzen respektiert.
26. Januar 2026 @ 09:06
Wenn es in Osteuropa Hass auf Russen gibt, dann haben die Russen ihn sich durch viele Jahrzehnte ehrlich und mit viel Engagement selbst verdient. Und umgekehrt kultivieren die Russen auch jetzt noch Hass und Verachtung gegenüber den Völkern des ehemaligen sowjetischen Machbereichs. Dass Russen es als Demütigung empfinden, mit einer Estin auf gleicher Eben verkehren zu sollen, ist insofern nicht verwunderlich; aber die EU kann sich hierauf nicht einlassen und etwa stattdessen einen Deutschen benennen. Vielmehr sind produktive Beziehungen zu Russland erst möglich ,wenn Russen akzeptieren, dass sie nicht auf einer höheren Stufe stehen. Wer die EU als Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik vertritt, wird in der EU entschieden und andere Staaten haben dies erstmal zu akzeptieren. Wir können uns schließlich auch nicht aussuchen, wer Präsident der USA ist. (Wo nehmen Sie übrigens die Auskunft her, dass amerikanische Vertreter mit Frau Kallas nicht vorhanden wollen?).
In eine ähnliche Richtung weist das Problem, dass Russland nicht bereit ist, mit der Ukraine zu verhandeln: das heißt, sie wollen die Ukraine nicht als im Prinzip gleichrangig akzeptieren, wie es zwischen Kriegsgegnern aber eigentlich nötig ist.
26. Januar 2026 @ 09:18
Beim Antrittsbesuch von Kallas in Washington kam Kallas nicht ins State Department. Rubio hat den Termin kurzfristig abgesagt. Das ist gut dokumentiert.
26. Januar 2026 @ 09:31
Das wäre ein grober Verstoß gegen den Komment. Die allgemeine Regel besagt ja, dass man bei solchen Besuchen von seinem entsprechenden Amtskollegen empfangen wird. U.U. hat sich Rubio damit herausgeredet, dass Kallas keinen Staat vertritt. Zwischen Staaten wäre eine solche Weigerung eigentlich ein Grund für die Absage (oder Verschiebung) des Besuchs.
26. Januar 2026 @ 14:04
@ Kleopatra:
“Das wäre ein grober Verstoß gegen den Komment. Die allgemeine Regel besagt ja, dass man bei solchen Besuchen von seinem entsprechenden Amtskollegen empfangen wird.”
Nur ist Kallas eben keine entsprechende Amtskollegin von Marc Rubio, also Aussenministerin eines souveränen Staates. Als Aussenbeauftragte der EU kann sie keinen einzigen Mitgliedsstaat völkerrechtlich bindend vertreten!
26. Januar 2026 @ 14:45
@KK: Völkerrechtlich vertreten können Außenminister ihren Staat auch nicht; dies tut vielmehr das jeweilige Staatsoberhaupt (Bsp.: Art. 59 Abs. 1 Satz 1 GG: “Der Bundespräsident vertritt den Bund völkerrechtlich.”).
26. Januar 2026 @ 19:19
@ Kleopatra:
Natürlich vertreten Aussenminister ihre jeweiligen Staaten verbindlich, denn sie zeichnen ja durchaus Verträge
beispüiel: Den 2+4-vertrag hjat der damalige Aussenminister Genscher für Deutschland unterzeichnet und war somit völkerrechtlich auch zeichnungsbefugt.
Der Bundespräsident hätte viel zu tun und zu reisen, müsste er jedes internationale Abkommen auf der Welt selbst unterschreiben – an die eigene Regierung kann er das Recht selbstredend delegieren – an eine Frau Kallas aus Estland hingegen nicht!
26. Januar 2026 @ 20:03
@KK: Der Bundespräsident ernennt für Vertragsunterzeichnungen jeweils Bevollmächtigte. Der 2+4-Vertrag erwähnt diese Formalität nicht, aber die meisten internationalen Verträge beginnen mit Formeln wie “(…).der Präsident der Bundesrepublik Deutschland (…) haben zu ihren Bevollmächtigten ernannt {…) der Präsident der Bundesrepublik Deutschland [z.B. Bundeskazlerin Dr. Angela Merkel] (…) Diese sind nach Austausch ihrer gut und in gehöriger Form befundenen Vollmachten wie folgt übereingekommen”. Also formell wird die BRD durch den Bundespräsidenten vertreten, der Außenminister o.ä., der zur konkreten Vertragsunterzeichnung reist, tut dies als Bevollmächtigter des Bundespräsidenten. Die Formalität hat ihren Grund darin, dass eben nur das Staatsoberhaupt berechtigt ist, den staat völkerrechtlich zu vertreten; alle anderen dürfen dies nur aufgrund einer Vollmacht.
Aus nachvollziehbaren Gründen wird die EU bei solchen Anlässen durch die Kommissionspräsidentin vertreten. Die ja auch das Mercosur-Abkommen unterzeichnet hat…
26. Januar 2026 @ 22:03
Nochmal: Der Aussenminister ist als Vertreter der Bundesregierung und bei Bedarf auch ggf. als Bevollmächtigter des Bundespräsidenten auf Augenhöhe mit anderen Aussenministern wie Rubio – Frau Kallas oder ihre Vorgänger bzw. Nachfolger im Amt der EU-Aussenbeauftragten (muss ich nicht Gendern, ist hier der Plural) sind das aber nicht, weil kein Staatsoberhaupt sie in dieser Eigenschaft bevollmächtigen kann – ausser vielleicht Estland, aber auch die Esten haben für sowas schon jemanden daheim. Un d desghalb ist es völlig Wumpe , ob es Komment ist, dass ein Aussenminister zwingend den anderen empfängt – denn Frau Kallas ist eben kein e Aussenministerin. Wie auch ein Analogkäse eben kein Käse ist!
27. Januar 2026 @ 08:14
@KK: Die EU ist kein Staat, sondern eine Vereinigung von Staaten. Diese haben allerdings in einer Reihe von Politikbereichen so eng zusammen, dass Verträge über bestimmte Fragen mit der EU abzuschließen sind und nicht mit ihren einzelnen Mitgliedstaaten (Bestimmungen über Handelsfragen und Zölle beispielsweise müssen für alle EU-Mitgliedstaaten gleich sein). Insofern würde eine vernünftige Regierung die Organe der EU als Gesprächspartner ernstnehmen. Im konkreten Fall versucht die amerikanische Trump-Regierung, die EU-Staaten gegeneinander auszuspielen, was einerseits ein Affront ist, andererseits liegt auch der Verdacht nahe, dass es hier nicht um die Person Kallas geht, sondern darum, dass sie die EU vertritt.
27. Januar 2026 @ 10:21
Kallas wird von allen geschnitten, sogar von Frau von der Leyen
1. Februar 2026 @ 00:48
@ebo, Dir war es doch vor ihren Amtsantritt bekannt was das für eine Person ist, wieso wird die Frau nicht wenigstens entlassen?
Man müsste meinen auch wenn vdL diktatorisch regiert mit den Kompetenzüberlappungen der Ressorts, müsste sie wenigtens Jemanden in diesem haben wollen der zu ihr passt.
26. Januar 2026 @ 09:24
Kallas ist nicht nur darum als Verhandlungspartei ungeeignet, weil sie eingebildet, ungebildet und dumm ist, sondern weil sie eine Union vertritt, die nicht verhandeln, sondern Krieg bis zum Sieg führen will. Warum soll Russland mit dieser fanatischen Kriegsgurgel Gespräche führen?
26. Januar 2026 @ 09:37
Die EU kann Russland keine der von ihm gewünschten Zugeständnisse machen. Weder kann sie über ukrainisches Territorium verfügen, noch Zusagen hinsichtlich der verlangten “Entnazifizierung und Entmilitarisierung” machen, und den Ausschluss einer NATO-Mitgliedschaft kann sie auch nicht zusagen. Noch nicht einmal die NATO kann das versprechen, da der NATO-Vertrag grundsätzlich für Einladungen zum Beitritt an jedes europäische Land offen ist (und auch kein einzelnes NATO-Mitglied dürfte versprechen, dies zu verhindern,
weil es damit gegen den Vertrag verstoßen würde).
Von allem anderen abgesehen: es sind die Russen, die Krieg bis zum Sieg führen wollen und sich zum Beispiel durch die Entführung und Zwangsadoption von Kindern, die ihnen in die Hände kommen, aufführen wie in dieser Region zuletzt die deutsche Besatzungsmacht.
26. Januar 2026 @ 09:37
Die EU ist Teil des Problems. Sie will nicht Teil der Lösung sein.
26. Januar 2026 @ 09:44
Die EU vertritt den Standpunkt, dass Staaten untereinander auf gleichberechtigter Basis verkehren sollen und dass Völkerrecht zu respektieren ist. Damit kann sie (s.o.) viele Forderungen Russlands nicht anerkennen. Aber wo sehen Sie den Unwillen, zu einer Lösung beizutragen, und wie stellen Sie sich eine Lösung vor?
26. Januar 2026 @ 10:15
Die Lösung wäre ganz einfach: Die Ukraine anerkennt das Bedürfnis der ost- und südukrainischen Bevölkerung, eine russische Identität leben zu dürfen und sich vom antirussischen Regime in Kiew zu lösen. Die Ukraine akzeptiert den Unabhängigkeits- und Zugehörigkeitswunsch der Ost- und Südukraine. So wie der Unabhängigkeitswunsch des Kosovo von Serbien anerkannt worden ist.
Das wäre die politische Mikroebene.
Auf der politischen Makroebene müsste die Ukraine einsehen, dass sie sich besser entwickeln kann, wenn sie auf den NATO-Beitritt verzichtet und sich zur Neutralität bekennt. Solange sie sich als militärischer Rammbock der NATO gegen Russland profilieren will, kann sie mit Russland keinen Frieden finden.
Die Lösung wäre ganz einfach, wenn russische und ukrainische Interessen gleichwertig respektiert werden würden. Russland will keine NATO-Dominanz im Schwarzen Meer, und die Ukraine will sich in Freiheit entwickeln. Das kann zusammenpassen, wenn beide Seiten aufeinander zugehen. Aber dazu müsste die Ukraine und ihre Unterstützer endlich mal aufrichtig an einer Friedenslösung interessiert sein.
26. Januar 2026 @ 10:35
Es gab bereits ein Referendum über die Selbstständigkeit der Ukraine im Jahr 1991. Diese ergab in jeder einzelnen Region eine Mehrheit für die Selbstständigkeit. Damit ist die Frage der territorialen Zugehörigkeit (zur Ukraine) als geklärt anzusehen.
Die unter russischer Besatzung organisierten “Referenden” sind wegen fehlender Freiheit der Abstimmung nicht ernstzunehmen.
26. Januar 2026 @ 10:49
Eben. Darum wird der Konflikt auf dem Schlachtfeld ausgetragen. Da herrscht Konsens auf beiden Seiten des Krieges. Also soll auch niemand jammern, wenn täglich die schlimmsten Verbrechen passieren. Wer sich nicht auf Kompromisse und Frieden einigen will, muss hald Krieg führen. Bis zum bitteren Ende. Russland hat ja noch ein paar Optionen, den Krieg zu eskalieren. Irgendwann wird es davon Gebrauch machen müssen.
26. Januar 2026 @ 10:59
@Guido B.: Wenn Sie damit argumentieren, dass es eben ein auf dem Schlachtfeld ausgetragener Konflikt sei, warum bemühen Sie sich dann überhaupt, die russischen Forderungen zu rechtfertigen?
Allerdings sind Angriffskriege völkerrechtlich nach einer Reihe von Völkerrechtsinstrumenten illegal.
26. Januar 2026 @ 11:27
Als sich die Ukraine 1991 in allen Regionen für Selbstständigkeit entschied, wollte die Ukraine noch ein neutraler Staat sein und wurde nicht von einem antirussischem Regime, das sich 2014 mit Gewalt an die Macht putschte, beherrscht. Russland hat einfach auf eine antirussische Aggression im Nachbarstaat reagiert. Wie jede Grossmacht. Frieden durch Stärke. Da sind sich wie gesagt beide Kriegsparteien einig. Frieden durch Stärke. Will heissen Krieg bis zum bitteren Ende.
26. Januar 2026 @ 10:28
Hass gibt es auf allen Seiten. Er kann nicht dadurch zurückgedrängt werden, dass wir nur von den Russen verlangen ihn nicht auszuleben. Sie haben weder damit angefangen, noch leben sie ihn am übelsten aus.
Ihre Argumentation hat noch eine andere Unwucht. Sie verlangen von den Russen Respekt des Rechts und des Komments (letzteres verlangen sie indirekt auch von den USA). Wir selbst respektieren es nicht. Wir haben Russland beim Mauerfall zugesagt, dass sich die Nato keinen Zentimeter nach Osten ausdehnen wird und wir haben diese Zusage gebrochen. Nach dem Maidan-Putsch in 2014 haben wir in den Minsk-Abkommen eine Garantiefunktion übernommen, nach der wir die Einhaltung der vertraglichen Zusagen in der Ukraine sicherstellen sollten. Wir haben uns nicht daran gehalten und im Gegenteil hat A. Merkel offen zugegeben, dass das auch von vornherein so geplant war.
Bevor wir mit irgendeiner Glaubwürdigkeit und Autorität von Russland die Einhaltung von Recht und Ordnung verlangen können, müssen wir das erst einmal selbst lernen.
Und was die Akzeptanz als gleichrangig angeht: Das ist ein Postulat, dass nirgendwo in Reinform rechtlich gefordert oder akzeptiert ist oder auch nur theoretisch einzuhalten ist. Wir kommen weder an der Geografie noch an der Geschichte vorbei. Und als Zentraleuropäer sage ich mal ohne jede Scham, dass ich auch nicht aus Gründen irgendeiner gefühlten “Gleichrangigkeit” beabsichtige, die Prosperität und den Frieden in meiner Heimat vom Respekt zwischen Russland und dem Baltikum abhängig zu machen. Das mag man bedauern, dem kann man wiedersprechen, aber es ist ein Gebot der Vorsicht und Vernunft. Zwischen vielen Ländern Osteuropas gibt es viele historische Animositäten, weshalb die Nato ihren postulierten Antritt als Defensivbündnis spätestens damit verspielt hat, in diesen Konflikten einseitig Partei zu ergreifen.
Das nutzte und nutzt alleine den USA. Alle anderen inkl. der Osteuropäer sind dabei gekniffen. Die Europäer waren extrem dumm dabei mitzumachen. Und von den Russen zu verlangen, sie sollen sich dieser epochalen Dummheit anpassen ist nicht ernst zu nehmen.
Die Frage ist also, wann und wie kommen wir dazu, uns von der Spaltungspolitik der USA hierzulande zu befreien. Und die Zusatzfrage ist: Warum sichern sie die bestehenden Abhängigkeiten in ihren Posts strategisch ab?
26. Januar 2026 @ 10:55
Es gab nie eine formelle Zusage, dass die NATO keine mittel-und osteuropäischen Staaten aufnehmen würde. Sehr wohl gibt es im 2+4-Vertrag Bestimmungen zur Einschränkung von Truppen im Gebiet der ehemaligen DDR. Im Jahr 1990 bestand der Warschauer Pakt noch, ebenso wie die Sowjetunion. Es ging auch nicht um eine Ausweitung der NATO, sondern darum, dass die mittel- und osteuropäischen Staaten unbedingt Mitglieder werden wollten.
Die Erfahrungen der baltischen Staaten mit der Sowjetherrschaft kann man nicht als “Animositäten” herunterspielen; und da sie Mitglieder der NATO sind, haben wir jeden Angriff auf sie wie einen Angriff auf uns selbst zu betrachten; nach dem Vertrag über die EU hätten wir ihnen sogar alle Hilfe zu leisten, die in unserer Macht steht.
26. Januar 2026 @ 10:55
Danke, Stef, für den super Kommentar!
26. Januar 2026 @ 11:47
@Kleopatra: Ja, sie haben diesen Standpunkt schon wiederholt hier ausgeführt und er ist gleichermaßen als Meinungsäußerung zu respektieren, wie er faktisch falsch ist. Er ist die Gewähr für Krieg und Vernichtung. Jetzt in der Ukraine und nur wirtschaftlich hier bei uns. Zukünftig schlechtestenfalls auch in Form von Krieg und Vernichtung bei uns.
Die Frage bleibt, was Sie motiviert auf einem vermeintlichen Recht zu beharren, das absehbar zu großem Leid führt. Ich verstehe es nicht.
27. Januar 2026 @ 01:43
@ Stef:
“Und die Zusatzfrage ist: Warum sichern sie die bestehenden Abhängigkeiten in ihren Posts strategisch ab?”
Ganz einfach: Kleopatras Urlaub ist rum 😉
26. Januar 2026 @ 14:55
“Und umgekehrt kultivieren die Russen auch jetzt noch Hass und Verachtung gegenüber den Völkern des ehemaligen sowjetischen Machbereichs.”
Ach so ist das, jetzt verstehe ich auch, warum Russland die Baltischen Staaten bis Februar 2024 mit Strom versorgt haben, die Russen haben doch tatsächlich so lange gewartet bis das EU-Netz so weit war und die Schreihälse unter die Fittiche nahm. Und da sage noch einer Russland würde keine Verträge einhalten…..
26. Januar 2026 @ 09:04
Ein Amerikaner wurde gefragt, ob er vor der wachsenden wirtschaftlichen Konkurrenz Chinas keine Angst hätte. Ach was, atwortete der, solange die chinesischen Eliten ihren Sprösslingen die Ausbildung in Ökonomie bei uns in Amerika angedeihen lassen, mache er sich da überhaupt kein Sorgen. (Das ist aber schon ein ein paar Jahrzehnte her…) War Frau Kallas nicht auch eine Absolventin der “legendären” wertewestlichen Schulung “Youg Global Leaders”? Auswahlkriterium ist dort vorallem der jeweilige Grad an Selbstüberschätzung, Ignoranz, Karrieregeilheit und “Gläubigkeit”. Selber denken ist DORT jedenfalls nicht Trumpf…
26. Januar 2026 @ 08:23
Kann man das denn so sagen, dass die „EU die Friedensverhandlungen bisher den USA überlassen“ hat? ÜBERLASSEN?
War die EU denn jemals so stark, dass sie etwas anderes hätte tun können als von den USA ÜBERGANGEN zu werden??
26. Januar 2026 @ 00:22
“Nun könnte man den Eindruck gewinnen, daß Brüssel doch ganz gern dabei wäre – aber nur mit Frau Kallas.”
Wasch mich, aber mach mich nicht nass!
Frau Kallas war von vornherein eine Provokation gegenüber Riussland, wo m.W. sogar ein Haftbefehl gegen sie wegen ihrer antirussischen Umtriebe in Estland besteht… hierzulande stünde wohl “Volksverhetzung” im Raum (aber die ist ja gegenüber Russland in Justiz, Politik und weiten Teilen der Bevölkerung bei uns inzwischen auch akzeptiert).
25. Januar 2026 @ 21:05
Wunderbar ! Endlich eine klare Ansage zur unerträglich unsäglichen Kallas! Ich würde noch Merz, Leyen und Weber inter alia hinzufügen!
25. Januar 2026 @ 19:05
Frau Kallas hat nach meinem Wissensstand, den ich aus der Verfolgung mehrerer Medien, nicht nur alternativer, habe, das intellektuelle Niveau von Frau Baerbock und ist gleichermaßen ungebildet und Russenhasserin, Rassismus lässt grüßen. Ich würde es als Provokation betrachten, wenn mir Frau Kallas als Verhandlungspartnerin gegenüber gestellt würde. Das ist, wie gesagt, mein Eindruck und soll keine Beleidigung darstellen. Viele Grüße an Kleopatra.
25. Januar 2026 @ 17:30
„Die EU beschäftige “irgendwelche ungebildeten inkompetenten Funktionäre, die nicht in Zukunft schauen und das heute existierende Koordinatensystem verstehen können.““
Leider muss man ihm hier recht geben. Oberste Auswahlkriterien waren Geschlecht und eine ablehnende Haltung gegenüber Russland. Und leider beschränkt sich dieses schlechte Bildungsniveau nicht nur auf die Institution EU. Mir fielen dazu noch einige andere Namen ein.
Sehr zum Schaden der EUropäischen Bürger.