EU will Blackrock am Wiederaufbau der Ukraine beteiligen
Die EU will bis zu 800 Mrd. Dollar für den Wiederaufbau der Ukraine mobilisieren. Doch weil sie das Geld nicht hat, lässt sich sich auf Gespräche mit dem berüchtigten US-Finanzinvestor Blackrock ein.
Dies hat EU-Erweiterungskommissarin Kos ausgeplaudert. Sie sagte in einem Interview mit “Euronews”, daß sie wichtige Gespräche über den Wiederaufbau der Ukraine führe – auch mit privaten US-Unternehmen wie Blackrock, das an Investitionen in der Nachkriegs-Ukraine interessiert sei.
“Staatliche Gelder oder EU-Gelder sind nicht genug”, sagte Kos. “Wir können nur erfolgreich sein, wenn wir privates Kapital anlocken, aber wir werden nicht in der Lage sein, privates Kapital anzulocken, wenn wir keine Geschäftsbedingungen haben, unter denen sich die Investoren sicher fühlen.”
Deshalb müssten nicht nur die Waffen schweigen, so die EU-Kommissarin. Die EU müsse auch für günstige Investitionsbedingungen in der Ukraine sorgen – und dabei mit den USA zusammenarbeiten.
Geheimes “Wohlstandspapier”
Bei “Euronews” klingt es, als sei es die normalste Sache der Welt. Dabei geht es hier um den Ausverkauf der Ukraine an die USA – mit EU-Hilfe. Zudem findet das alles hinter verschlossenen Türen statt.
Die Gespräche sind offenbar schon weit fortgeschritten. “Ich freue mich, dass wir uns auf das so genannte Wohlstandspapier einigen konnten, ein Rahmenwerk, das festlegt, wie sich die Ukraine nach dem Frieden entwickeln soll”, erzählte Kos. “Das ist wirklich ein Plan.”
Nach mehreren Presseberichten soll dieser transatlantische Plan 800 Mrd. Dollar an Wiederaufbauhilfen vorsehen. Er wurde offenbar beim EU-Sondergipfel am letzten Donnerstag diskutiert, aber nicht veröffentlicht.
Warum nur? Offiziell sollte es bei dem Gipfel ja um die Drohungen von US-Präsident Trump gehen. Doch das war wohl nur noch Nebensache. Stattdessen hat man offenbar Pläne mit US-Unternehmen wie Blackrock geschmiedet…
Siehe auch “Geheime Milliardenhilfe für die Ukraine”
P.S. Pikant sind die Blackrock-Gespräche auch wegen eines Eklats in Davos. Dabei verließ EZB-Chefin Lagarde offenbar vorzeitig eine Sitzung, die Blackrock-Chef Fink leitete – weil US-Handelsminister Lutnick scharfe Kritik an EUropa übte. Dennoch will man nun mit den Amerikanern zusammenarbeiten…
