“Ukraine kämpft für Europa” – von wegen!
Führende deutsche Politiker haben der Ukraine zum Unabhängigkeitstag gratuliert – und behauptet, diese verteidige das “freie Europa”. Mit der Realität hat dies leider nichts zu tun.
„Sie kämpfen für unsere Freiheitsordnung in Europa und einen gerechten Frieden“, betonte Kanzler Merz. “Eine freie Ukraine bedeutet ein freies Europa“, erklärte seine Parteifreundin, EU-Chefin von der Leyen.
Beide verwechseln Ursache und Wirkung. Denn zum einen kämpft die Ukraine zuallererst dafür, dem “freien Europa” anzugehören. Man kann schwerlich etwas verteidigen, das man erst erwerben will!
Zum anderen sind es EUropa und die USA, die die Ukraine mithilfe der Nato vor der russischen Aggression schützen. Ohne massive militärische Hilfe aus dem Westen wäre das Land längst untergegangen.
“Ukrainian Support for War Effort Collapses”
Dieser Stellvertreterkrieg ist nichts, worauf wir stolz sein sollten. Denn es sind die Ukrainer, die ihre Köpfe hinhalten und ihr Leben opfern – keine EUropäer.
So zu tun, als opferten sich die Ukrainer für uns, ist Heuchelei. Nach einer aktuellen Umfrage sprechen sich 69 Prozent der Ukrainer für einen Verhandlungsfrieden aus; nur noch 24 Prozent wollen bis zum “Sieg” kämpfen!
Fazit des Instituts “Gallup”: “Ukrainian Support for War Effort Collapses” – Die Unterstützung für den Krieg bricht in sich zusammen! Doch aus Berlin und Brüssel kommen Durchhalteparolen!
Deutschland lässt sich in den Krieg ziehen
Völlig haltlos und gefährlich ist die unterschwellige Behauptung, Russland würde EU-Europa angreifen, wenn die Ukraine den Kampf einstellt. Dafür gibt es keinerlei Belege. Eher schon ist das Gegenteil der Fall.
Die ständige Verlängerung und Ausweitung der Kämpfe führt nämlich dazu, dass Deutschland und die EU immer tiefer hineingezogen werden und das Kriegsrisiko wächst. Auch deswegen brauchen wir endlich Frieden!
Doch von der Leyen, Merz & Co. tun nichts, um den von US-Präsident Trump angestoßenen Friedensprozess zu unterstützen. Ganz im Gegenteil – sie bremsen und wollen noch mehr Waffen schicken.
Mehr zum Krieg um die Ukraine hier
P.S. Erschwerend kommt hinzu, dass die Ukraine auch europäische Interessen angreift – wie zuletzt bei der Druschba-Pipeline, die auch Deutschland bedient. Sogar das AKW in Kursk wurde getroffen. Mit dem Kampf für Europa hat das nichts zu tun – im Gegenteil. Doch dazu wollen sich Merz und VdL nicht äußern…

26. August 2025 @ 07:07
Das Internet vergisst so gut wie nichts. Hier noch einmal Putin’s Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Jahr 2007. Ein langes, aber lesenswertes, Dokument, das die russische Sicht auf die Lage in der Welt sehr gut beschreibt. Niemand kann sagen, er hätte nichts gewusst.
https://www.infosperber.ch/wp-content/uploads/2017/02/Putin-Muenchen-Rede-2007.pdf
Auf Seite 7 geht Putin sehr deutlich auf die NATO Osterweiterung ein und beschreibt sie als „provozierenden Faktor“
„Die NATO-Erweiterung ist ein „provozierender Faktor“
Aber was geschieht zur selben Zeit? In Bulgarien und Rumänien entstehen
sogenannte leichte amerikanische Vorposten-Basen mit jeweils 5000 Mann. Das bedeutet, dass die NATO ihre Stoßkräfte immer dichter an unsere Staatsgrenzen heranbringt, und wir, die wir uns streng an den Vertrag halten, in keiner Weise auf dieses Vorgehen reagieren. Ich denke, es ist offensichtlich, dass der Prozess der NATO-Erweiterung keinerlei
Bezug zur Modernisierung der Allianz selbst oder zur Gewährleistung der
Sicherheit in Europa hat. Im Gegenteil, das ist ein provozierender Faktor, der das Niveau des gegenseitigen Vertrauens senkt.“
Die Ukrainer sind zweifellos das Opfer dieser Geschichte. Selenskyj ist der Erfüllungsgehilfe dieser Aktion und man sollte einmal einen Blick auf seine Vermögensverhältnisse werfen, um den Preis für den Verkauf der Ukrainer zu benennen. 50 Mio wandern jeden Monat auf Konten in die Emirate. In der Türkei wird darüber berichtet, bei uns nicht.
27. August 2025 @ 10:10
@european, @all
Interessant ist auch, was der damalige “Conférencier” der MSC im NZZ IV zu sagen hat (https://www.youtube.com/watch?v=xJSxfx-vKSc&t=803s die ersten 20′ reichen),
Spätestens hier wird deutlich: Der Wertewesten® mit NATO und USA hat alle Interessen von RUS nicht nur mis- sondern aktiv verachtet und dagegen gehandelt. Man muss russische Interessen nicht akzeptieren/billigen aber als Interessen und Gesprächsgrundlage zur Kenntnis nehmen, sich zusammensetzen und – nachdem man eigene Interessen geklärt hat – mit einander verhandeln, auf ein gemeinsam tragbares Ergebnis hin.
“Aber Putin will doch nicht …” (und das wird dann akzeptiert????) m( (Achtung: Metapher) 1. Prüfling: “Was fällt ihnen an dem Mann auf?” “Hat nur ein Auge!” “Blödsinn, das Bild ist von der Seite!” 2. Prüfling: “Was fällt ihnen an dem Mann auf?” “Hat nur ein Ohr!” “Blödsinn, das Bild ist von der Seite!” 3. Prüfling: “Was fällt ihnen an dem Mann auf?” “Der trägt Kontaktlinsen!” “Oh, wie haben sie das herausgefunden?” “Brille geht nicht, der hat nur ein Ohr und ein Auge!”
So stell’ ich mir “unsere” Diplomatie vor: Ein Ohr und ein Auge, beides auf unsere Nasenspitze und unseren Bauchnabel gerichtet!
Höre gerade im Radio: Heute sind “unsere” Politniks zu Besuch in der Republik Moldau. Hört das denn nie auf? Nein! Das hört nie auf! m(
25. August 2025 @ 16:41
….EUropa und die USA [verteidigen] die die Ukraine mithilfe der Nato vor der russischen Aggression. So herum ist es richtig…
Nein, entschiedener Widerspruch lieber Herr Höft!
Die Ukraine könnte -ohne militärische Auseinandersetzung- noch ein funktionierender, souveräner Staat sein, hätte sie sich nicht 2014 blind eine radikal-nationalistischen “Slava Ukraini”-Gruppierung (damals allerhöchstens 30% der ukrainischen Bevölkerung!) ans Bein gebunden, die sich wiederum von den USA (Nuland) und den europäischen soft(s)kill-Schwätzern mit ein bisschen Geld, List und Tücke einen “RegimeChange”, der -feste versprochen- zu “blühenden Landschaften” führen sollte, aufschwatzen liess. Einen “Regimechange in Ehren kann niemand verwehren” wurde ihnen weisgemacht. Dass die kapitalistischen Trüffelschweine nur auf die schwarze Muttererde und Bodenschätze aus waren, hätte man wissen können! Wenn man nicht, geblendet vom nationalistischen Wahn, sich in Heldenposen gefallen hätte. Wo der Mann noch ein Mann ist, da ist Ukraine oder so ähnlich. Slava, ihr Ukrainischen Helden! Merke: es gibt überall kapitale Schweine und arme Schweine… Wäre die Ukraine ihrer Verfassung aus den 90ern treu geblieben, hätte nicht auf blindwütigen Russenhass gesetzt, hätte auf den Nato-Firlefanz unter amerikanischem Ober-Kommando gepfiffen, hätte ihr eigenes Ding als West-Östliche Wirtschaftsbrücke in Assoziierung zur EU und Russland durchgezogen, sich von der EU nicht erpressen lassen zu den “Segnungen einer Mitgliedschaft”, wäre neutral geblieben (á la Schweiz, assoziiert und neutral) wäre jetzt alles paletti. Aber die Russenfresser und Großmäuler haben sich “mit der Hilfe der USA und der EU, whatever it takes” glatt über den Tisch ziehen lassen. Die Wette ist voll in die Hosen gegangen, Pech gehabt, auslöffeln muss es nun die Ukrainische Bevölkerung. Und die Schwarzerde ist über die Hälfte schon US-Besitz, ebenso die seltenen Erden, genauso wie die Allerweltsbodenschätze. Die Ukraine ist aus kapitalistischer Sicht so gut wie leergelutscht. Bravo! Gerade gut genug als militärischer Vorposten, aber da sind ja die bittebösen Russen dagegen…
Und selbst jetzt, nach Istanbul und allem was dann folgte, immer noch keine Einsicht. Gnadenlos bis zum letzten Ukrainer, hetzen die Europäischen Granden, “wir schaffen das” (und jeder sieht, dass nein), denn wenn da zu viele übrigblieben, müsste man im ja Angst vor Rache haben. Diesen Eindruck könnte man durchaus gewinnen.
26. August 2025 @ 08:53
@Monika
FACK. Dass die Seite der Ultras in der UA als Ur-Ursache ihre Rolle spielt/spielte, sehe ich auch so. Verspätete Rache für den Holodomor? Dass die USA (Eurasien-Phobie), der Wertewesten® (Schwarzerdeböden, Rohstoffe), die NATO und die EU (für beide gilt: Osterweiterung) noch einen draufsetzten und die Situation ausgenutzt haben (“Schau her, lieber ukrainischer Esel, was wir für schöne Karotten haben, kommt doch zu uns!”) kommt dann hinzu.
Die Situation heute ist aber die – wie von ebo geschrieben –, dass die NATO die Ukraine verteidigt (seit den vorbereitenden Minsk-Abkommen, also mindestens seit 2014), sonst wäre der Drops schon längst gelutscht. Das Ergebnis würde mir auch nicht gefallen, aber es ist halt so: “Wenn Elefanten kämpfen, leidet as Gras!”
PS.: Die “Slava-Ukraini”-Nazis spielen schon seit den 1940-igern eine herausragende Rolle für Unruhe im ukrainisch-polnisch-moldawischen-karpartischen Raum. Guxtu bspw. hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_Ukrainischer_Nationalisten Zitat: “1939 oder 1941 wurde der Gruß Slawa Ukrajini, Slawa Herojam von der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) offiziell angenommen. Der Spruch ging mit einer Erhebung des rechten Arms zum faschistischen Gruß einher. https://de.wikipedia.org/wiki/Ruhm_der_Ukraine
Deshalb kommt es auch “ungeheuer gut an” 🙁 wenn deutsche Politniks, befreit von jeder historischen Kenntnis, “Slava Ukrajini” brav aufsagen! m(
25. August 2025 @ 10:12
Freiheit bedeutet frei von inneren und äußeren Zwängen zu sein, Herr über sich selbst zu sein. Freiheit bedeutet, den Mächtigen zu sagen, was sie nicht hören wollen. Wieviel Freiheit steckt wohl darin, in Schützengräben zu liegen oder auf dem Feld der Ehre zu verbluten? Für etwas, von dem dir nicht einmal ein Grashalm gehört.
25. August 2025 @ 08:37
So zu tun, als opferten sich die Ukrainer für uns, ist Heuchelei. … EUropa und die USA [verteidigen] die die Ukraine mithilfe der Nato vor der russischen Aggression. So herum ist es richtig!
IdT das große Problem: Was ist Ursache was Wirkung? Oder anders gesagt: Korrelation oft ungleich Kausalität, wer hätte das gedacht.
Völlig haltlos und gefährlich ist die unterschwellige Behauptung, Russland würde EU-Europa angreifen, wenn die Ukraine den Kampf einstellt. Achso, so funktioniert das: Die UA soll so lange durchhalten bis wir soweit sind, bis wir kriegstüchtigkeit sind wenn dann der Krieg (endlich) hier ist; so ‘ne Art Minsk III, Zeit gewinnen zur Aufrüstung?!!. Daher auch die Kenntnis des Datums: “Achtung, Wladimir Wladimirowitsch, 2029 simmer soweit, dann kann’s losgehn!” m(
PS.: Was Durchhalteparolen angeht, da hat man in Berlin besondere Erfahrung: https://www.youtube.com/watch?v=np2ymo0iMfk
25. August 2025 @ 08:37
-“Zum anderen sind es EUropa und die USA, die die Ukraine mithilfe der Nato vor der russischen Aggression verteidigen. Ohne die massive Hilfe aus dem Westen wäre das Land längst untergegangen.”- FALSCH!
1. Russland verteidigt sich doch gegen die westlichen Agressionen: zB. NATO-Osterweit., tausende russische Landsleute seit 2014 von Ukrainern vernichtet). 2. Ohne westliche Hilfe und Einmischung wäre der Krieg doch schon längst vorbei (zB. Istanbul)!
25. August 2025 @ 09:05
Richt, ohne westliche Hilfe wäre der Krieg längst vorbei. Ein Friedensschluss in Istanbul 2022 wäre für die Ukraine wesentlich vorteilhafter gewesen als alles, was danach kam.
25. August 2025 @ 04:08
… und für’s “Ganze” von Mir ein paar LeseTipps: – > “Die so andere Geschichte der Krim” < (Infosperber.ch / 18/08) von U. Gasche – startet bereits im Jahre “1990” (!!!) . . . und des weiteren just auf “anderwelt-online.com” der Titel – > “Ukraine – und es ist wieder England” < von P. Haisenko – mit etlichen “Churchill-Zitaten” am Ende !?! – sowie aktuell > “Warum durfte Stalin siegen ?” < von H-J. Geese 😉
24. August 2025 @ 21:01
Mehr propagandistische Anmaßung geht nicht: erst provozierst man Russland und dann gibt man vor sich gegen Russland verteidigen zu müssen! Mit meiner Freiheit hat das nur insofern zu tun als ich meine Freiheit durch den sog. Westen bedroht sehe!
24. August 2025 @ 20:02
Stand der Dinge:
1) Russland fühlt sich existenziell von der Ukraine und der NATO bedroht.
2) Die Ukraine fühlt sich existenziell von Russland bedroht.
3) Die EU und UK fühlen sich existenziell von Russland bedroht.
4) Die USA lieben es, alle zu bedrohen.
Europa ist heute der Schauplatz der existenziellen Bedrohungen und Feindseiligkeiten. Wer hat diese Kriegshysterie ausgelöst und profititiert am meisten davon? Die NATO, angeführt von den USA. Die USA haben mit der NATO das perfekte Geschäftsmodell für die Ausbeutung der Vasallen.
Wenn sich alle von allen bedroht fühlen, ist das ein Bombengeschäft für die amerikanische Wirtschaft und ein Segen für die Machtprojektion der USA.
Pax Americana = safe business forever.
Und in EUropa behaupten 99,99% der Eliten allen Ernstes, dass sie und die Ukrainer die Freiheit verteidigen. Entweder sind diese Eliten bösartige Lügner oder verblendete Idioten. Beide Varianten sind höchst beunruhigend.
25. August 2025 @ 09:03
diesen Text bitte Guido B. zuordnen (eins höher) :
DANKE! Sehr gut zusammengefasst, genau so banal ist es. Und so traurig ist es auch, dass dadurch Deepstate, Börsenmafia, Neocons …, weiterhin massiv die westlichen Sozialsysteme finanziell ausplündern.
25. August 2025 @ 09:06
Leider kann ich die Zuordnung nachträglich nicht ändern – sorry
24. August 2025 @ 19:14
Ist es nicht die Ukraine, die einem Teil der eigenen Bevölkerung seit über 10 Jahren ihre Freiheit verwehrt – und derjenigen Bevölkerung auf der Krim, die mehrheitlich nie Teil der Ukraine sein wollte, wie mehrere Abstimmungen immer wieder belegt hatten, bereits seit der Staatsgründung diese verwehrt?
Wie kann denn solch ein Staat “die Freiheit verteidigen”?
25. August 2025 @ 08:57
DANKE! Sehr gut zusammengefasst, genau so banal ist es. Und so traurig ist es auch, dass dadurch Deepstate, Börsenmafia, Neocons …, weiterhin massiv die westlichen Sozialsysteme finanziell ausplündern.
24. August 2025 @ 17:52
Europäische Interessen (also die der Einwohner und der meisten Wirtschaftsunternehnen, nicht der gekauften Politiker) greift die Ukraine schon seit Jahrzehnten an. Die Pipelines durch die Ukraine, an denen sie selbst durch Transitgebühren verdient, hat sie schon mehrfach angegriffen und den Durchfluss unterbrochen, nicht erst seit der Zeitenwende. Im europäischen Interesse und im Interesse von möglichst viel Freiheit wäre ein europäischer Wirtschaftsraum. Genau diesen hat die Ukraine für die nächsten Jahrzehnte zerstört, mit Hilfe unserer Schildbürger in den Staatsämtern. Die Unfreiheit nimmt Fahrt auf, durch vorgeschriebene, teure Lieferketten, durch steigende Armut, durch Einschränkung persönlicher Freiheiten wie der Freiheit auf umfassende Information. Auch die Reisefreiheit wird immer mehr eingeschränkt, z.B. durch nicht ausreichende Finanzen bei vielen. Und da absehbar ist, dass wir z.B. hinter China immer mehr zurückfallen, während wir alle Aktivitäten der OUN-Nachfolge und der Zionistenhofierung widmen, ist das erst der Anfang der Unfreiheit.