Selenskyj träumt wieder von Sieg

Beim EU-Gipfel in Brüssel verspüren die Falken wieder Oberwasser. Nachdem US-Präsident Trump eine neue Kehrtwende hingelegt und Sanktionen gegen Russland verhängt hat, träumen sie davon, den Feind wirtschaftlich und/oder militärisch niederzuringen.

Das zeigt sich auch bei der Pressekonferenz mit dem Ukrainer Selenskyj. Er spricht wieder von einem “Sieg” über Russland und sagt, er habe die Hoffnung auf Tomahawks noch nicht aufgegeben. Damit wolle er Kremlchef Putin an den Verhandlungstisch bomben.

Die Abtretung von russisch besetzen Gebieten oder einen Gebietstausch lehnt Selenskyj ab. Die Krim und der Donbass seien weiter Teil der Ukraine und würden es auf ewig bleiben. Damit fällt er noch hinter die letzten Vermittlungsangebote von Trump zurück.

Außerdem legt er sich mit China an. “China helps Russia. It doesn’t help Ukraine and is not interested in our victory and Russia losing,” sagte Selenskyj. Eine große Dummheit – denn ohne oder gar gegen China wird die Ukraine sicher keinen Frieden finden.

Von den Journalisten muß er indes keinen Widerspruch fürchten. Die meisten EU-Korrespondenten stellen Fragen, die Selenskyj in seinen Überzeugungen bestärken – oder versuchen, noch mehr kämpferische bzw. kriegerische Ansagen herauszukitzeln!

Neu ist das nicht. Das Brüsseler “Pressecorps” hat sich von Anfang an der ukrainischen Sache verschrieben. Allerdings scheint manch einer vergessen zu haben, daß Selenskyj schon 2024 einen “Siegesplan” vorgelegt hat – und was daraus geworden ist…

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