EU stellt Blankoscheck für Kiew aus – Finanzierung ist nicht gesichert

Die EU hat der Ukraine versprochen, sie 2026 und 27 finanziell über Wasser zu halten. Doch Belgien hat die Finanzierung vorerst blockiert.

Der belgische Premier De Wever hatte drei Bedingungen gestellt, um einen Zugriff auf das in Belgien “eingefrorene” russische Vermögen zu gewähren. Sie wurden beim EU-Gipfel in Brüssel offenbar nicht erfüllt.

Daraufhin traf De Wever die einzig richtige Entscheidung: Er forderte, die Gipfel-Schlussfolgerungen zu entschärfen, um unwägbare juristische und finanzielle Risiken für sein Land und die EU abzuwenden.

Das Ergebnis: Ratspräsident Costa hat zwar zugesagt, den dringendsten Finanzbedarf der Ukraine für die Jahre 2026 und 2027 zu decken, Waffen und Munition eingeschlossen – doch die Finanzierung bleibt offen.

Aufgeschoben bis Dezember

Die EU-Kommission wird gebeten, einen tragfähigen Vorschlag für den nächsten Gipfel im Dezember auszuarbeiten. Darin soll sie auch andere Optionen als den umstrittenen Zugriff auf russisches Vermögen prüfen.

Bis dahin weiß niemand, wie der Blankoscheck für Kiew bezahlt werden soll. Er ist nicht gedeckt – die Kassen der EU sind leer.

Aber da es um die Ukraine geht, scheint dies kein Problem zu sein. Für jedes andere Land der Welt – EU-Mitglieder eingeschlossen – hätten Kanzler Merz & Co. harte und härteste Bedingungen gestellt.

So war es jedenfalls in der Eurokrise; Griechenland kann ein Lied davon singen. Heute ist alles anders: Da kann Präsident Selenskyj die Bedingungen stellen, Tomahawks und Taurus anfordern – und sich bis 2027 zurücklehnen.

Schließlich “verteidigt” er ja EUropa…!?

Siehe dazu auch meinen Gastbeitrag in der “Berliner Zeitung”

P. S. Kanzler Merz hat übrigens schon beim EU-Gipfel in Kopenhagen im September erklärt, er sei im Gespräch mit Belgien und sich sicher, eine Lösung für die “Russian assets” zu finden. Er hat wieder einmal den Mund zu voll genommen…