Ukraine: Der nächste “Game changer”
Kanzler Merz hält trotz des Widerstands aus Belgien an seinen Plänen fest, die Ukraine aus den eingefrorenen russischen Vermögen zu finanzieren. Dies sei ein “Game changer”, heißt es in Berlin.
Die stärkere Nutzung des eingefrorenen russischen Staatsvermögens in der EU sei ein “Game changer” im Ukraine-Krieg, meldet die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf Regierungskreise.
“Dieses Thema ist der wohl größte Hebel, den die Europäer politisch im Augenblick in die Hand nehmen können”, sagte demnach ein Regierungsvertreter in Berlin.
Kanzler Merz hatte vorgeschlagen, 140 Mrd. Euro an die Ukraine zu geben. Dafür soll die in Belgien ansässige Euroclear, wo das eingefrorene Geld deponiert ist, EU-Anleihen kaufen und diese als Kredite an die Ukraine geben.
Die massiven Bedenken Belgiens werden in Berlin offenbar nicht ernst genommen. Der belgische Premier De Wever hatte Merz öffentlich widersprochen und vor den Risiken für sein Land und den Euro gewarnt.
Diese finanziellen und rechtlichen Risiken, die auch die Europäische Zentralbank umtreiben, könnten sich ebenfalls als “Game changer” erweisen – aber ganz anders, als Merz meint…
Siehe auch Ukraine: Schwere Klatsche für Merz und von der Leyen
P. S. Der Leo sollte auch schon mal ein “Game changer” werden, und dann natürlich der Taurus. Hat irgendwie nicht geklappt…

jjkoeln
30. September 2025 @ 13:44
Qer zeichnet denn die Anleihe?
Da wäre doch BlackRock ganz groß im Spiel.
So stellt sich doch die Frage: Ist Merz korrupt?
Der Skeptiker
30. September 2025 @ 09:25
Es reicht. Warum sollen wir die Ukraine überhaupt. Es bringt uns Krieg und Elend.
Thomas Damrau
30. September 2025 @ 08:54
Das Wort „Game“ bedeutet „Spiel“. Den Menschen, die verkrüppelt aus den Kampfhandlungen zurückkommen, sollte man also ein „Neues Spiel – neues Glück“ entgegenrufen.
Dass Putin ein Zyniker der Macht ist, lässt sich nicht bestreiten. Die Maulhelden auf EU-Seite enttarnen sich durch die Nutzung solch flapsig-cooler Begriffe aus dem Wirtschaftssprech als nur besser getarnte Zyniker. Für sie ist ein Krieg auch nichts anderes als ein flotter Wettbewerb zwischen Konzernen: Kollateralschäden bei disruptiven Vorgängen (ob im Krieg oder im Wirtschaftskrieg) gehören halt zum Spiel, denn es geht ja um den Survival of the strongest – und das sind ja bekanntlich wir.
Guido B.
30. September 2025 @ 06:12
Wie beliebt sind eigentlich die Selenski-Knuddler Merz, vdL, Macron, Starmer in der Bevölkerung? Oder spielt das in Demokratien auch keine Rolle mehr?
KK
30. September 2025 @ 12:35
Solange kein Unzufriedener eine Aktentasche im Besprechungsraum “vergisst”, spielt das offenbar keine Rolle mehr…
Arthur Dent
29. September 2025 @ 23:06
„Herr Merz hatte vorgeschlagen, der Ukraine 140 Mrd zu geben.“ Eine Anzahlung würde er liebend gern schon mal von den Pflegebedürftigen nehmen. Kann man noch besser ausdrücken, wie schnurzpiepegal ihm Menschen sind.
„Er will es der Ukraine geben“ – wem in der Ukraine will er es denn geben?
KK
29. September 2025 @ 19:52
Merz ist der grösste Blender, der jemals im Kanzleramt in den Chefsessel gefurzt hat…
umbhaki
29. September 2025 @ 21:51
Das stimmt. Und das will was heißen …
Erneuerung
29. September 2025 @ 16:01
Das ist DER Gamechanger, wie alle anderen zuvor. Nur dass das „Game“ zu Ungunsten Europas ausgeht, darin besteht bei Leuten mit IQ über Zimmertemperatur kein Zweifel. Das Unbegreifbare daran ist, dass die Generationen, die dieses verlorene Spiel dann in 10…50 Jahren ausbaden müssen, nichts dagegen tun. Langsam verliere ich den Mut, die perversen Handlungen zu kritisieren, wenn eine Mehrheit den Lügen auf den Leim geht. Dann müssen sich die noch Nachwachsenden halt mit dem Status Europas in der Bedeutungslosigkeit abfinden, sie wollten es so.
Michael
29. September 2025 @ 15:44
Manipulationen, Lügen und jetzt Diebstahl als „game changer“ so wie zuvor schon die Helme, die Haubitzen, die Panzer, die Luftabwehr, etc.! Nicht zu vergessen Taurus! Genau so definiert man die werte- und regel-basierte Politik des sog. Westens auch als Doppelmoral und doppelte Standards! Und nebenbei macht man sich mitschuldig des Genozids in Gaza und einer ganzen Palette von diversen Kriegsverbrechen in der Westbank! Da bleibt nur zu hoffen dass die Belgier standhaft bleiben!
Ps. Wer gestern auch nur auszugsweise dem unsäglichen Wadephul zugehört hat weiß dass die deutsche Außenpolitik – nicht erst seit der feministischen Außenpolitik – schon jetzt vollkommen gescheitert ist!