Neues vom Wirtschaftskrieg (283): Neue Finanzordnung schwächt EUropa
Ukraine und EU bereiten 20. Sanktionspaket gegen Russland vor. Bulgarien und Rumänien fürchten nach US-Sanktionen um Ölversorgung. Und die neue Weltfinanzordnung schwächt Europa
- Die neue Weltfinanzordnung schwächt Europa. Der Anteil des US-Dollars an den globalen Währungsreserven ist auf 56,3 Prozent gefallen, den niedrigsten Stand seit 30 Jahren. Davon profitiert hat nicht der Euro, dessen Anteil seit Jahren bei rund 20 Prozent stagniert, sondern Gold. Der Anteil des Edelmetalls an den Zentralbankreserven ist auf 27 Prozent gestiegen und hat damit erstmals seit 1996 den Anteil von US-Staatsanleihen überholt. (Beyond the obvious) Profitiert hat auch der chinesische Renminbi. Der Euro hingegen droht weiter zurückzufallen – auch wegen der Pläne, auf das in Euro-Anleihen angelegte und in Belgien festgesetzte russische Vermögen zuzugreifen. Das zerstört Vertrauen…
- Bulgarien und Rumänien fürchten nach US-Sanktionen um Ölversorgung. Romania and Bulgaria are racing against time to stop their critical oil refineries from shutdowns before U.S. sanctions on their Russian owners kick in later this month. Washington’s decision to blacklist Lukoil and Rosneft has sent EU countrieswhere Russia’s two largest oil companies are present into a tailspin, as they scramble to prevent fuel cutoffs before the sanctions take effect on Nov. 21. (Politico) Ungarn hat es besser – Orban hat sich eine Ausnahmegenehmigung bei Trump geholt. Es sagt viel aus über die “Souveränität” der EU, daß ihre Energieversorgung nunmehr vom Goodwill der USA abhängt…
- Selenskyj: Ukraine und EU bereiten 20. Sanktionspaket vor. Ukraine, together with its partners in the European Union, is preparing proposals for the 20th package of sanctions against Russia, which is expected to include additional restrictions targeting Russia’s energy sector, shadow fleet, and companies supporting the aggressor’s military-industrial complex. President Volodymyr Zelenskyy announced this in his evening address. (Präsidentenbüro Kiev) – Auch das ist bezeichnend: Sanktionen werden nicht mehr in Brüssel, sondern in Kiev angekündigt. Das Ganze wird mehr und mehr zur PR, wie auch ein russischer Top-Ökonom anmerkt
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Niko
11. November 2025 @ 11:20
die Zeche für die dämliche Sanktionitis zahlen die Bürger der sanktionierten Länder und die Bürger der Länder, welche die Sanktionen verhängen. Die Drahtzieher bzw. die, welche es treffen soll, spüren von den Sanktionen persönlich nichts. Wäre es anders, würde nicht sanktioniert. Deshalb Schluss damit!
Der Skeptiker
11. November 2025 @ 09:09
Wundert sich jemand über die depressive Stimmung im Land? Den exorbitanten Krankenstand, Insolvenzen, Betriebsverlagerungen usw.. Niemand glaubt mehr, dass es besser werden könnte und die Politik hat nichts anderes drauf als mehr vom Gleichen. Das hat nichts gebracht und wird auch nichts bringen. Der Koksclown muss weg und man darf nicht mit den Engländern fraternisieren. So wie die die Russen hassen, haben sie auch die Feindschaft zu Deutschland bewahrt. Sie benutzen und nur. Gebt den Russen den letzten Zipfel Donbas und schließt Frieden. Und schickt den Koksclown ins Exil.
Guido B.
11. November 2025 @ 07:09
Ganz einfach: Der kollektive Russenhass führt zur kollektiven Verarmung. Die Ukrainisierung Europas ist in vollem Gange.
Die Russen zahlen für den Prestige-Krieg einen hohen Preis. Europa zieht mit. Nur die USA verdienen sich dumm und dämlich daran. Well done, USA.
Arthur Dent
10. November 2025 @ 22:51
Euro ist so stabil wie einst die italienische Lira. Aber das steigert ja die Wettbewerbsfähigkeit. Europas Waren und Güter werden praktisch verramscht.
Die Läden und Restaurants in Moskau und St. Petersburg sind voll – hab ich zumindest gelesen.
KK
10. November 2025 @ 17:30
Dürfen wir uns denn auf dekadente Feierlichkeiten zum Silbernen (das fünfundzwanzigste) und Goldenen (das fünfzigste) Sanktionspaket freuen?