Bundeswehr in Belgien – ausgerechnet zur Drohnen-Abwehr
Die Drohnen-Sichtungen in Belgien gehen weiter, nun auch über AKWs. Passiert ist bisher nichts. Dennoch soll die Bedrohung so groß sein, daß die Bundeswehr zu Hilfe gerufen wurde – ausgerechnet.
Verteidigungsminister Francken hat sämtliche Nachbarländer um Unterstützung gebeten, um die unbemannten Fluggeräte zukünftig schneller erkennen und neutralisieren zu können.
Daß er ausgerechnet die Bundeswehr fragte, entbehrt allerdings nicht einer gewissen Ironie. Soweit bekannt, haben “unsere” Männer noch nie eine Drohne abgeschossen oder eingefangen.
Die Bundeswehr ist beim Thema Drohnen noch ganz am Anfang. Auf ihrer Website prahlt sie zwar mit vorgeblichen Fähigkeiten:
Die Bundeswehr könne auf verschiedene Drohnenabwehrsysteme zurückgreifen, so Schott. „Dass wir im Bereich Jamming bereits Mittel für die Bundeswehr haben, ist ein offenes Geheimnis.“ Auch ein Drohnen-Abwehrlaser sei nahe an der Einsatzreife. Zudem würden auch eigene Drohnen zur Aufklärung und Abwehr gegnerischer Systeme eingesetzt, ergänzt Flottillenadmiral Bock. „Die Abwehr von Drohnen beinhaltet natürlich den Einsatz von Drohnen, die bewaffnet sind, die dann entweder gegen Drohnen kämpfen oder direkt gegen Waffensysteme.“ – Quelle: Bundeswehr.de
Doch diese Fähigkeiten wurden noch nie unter Beweis gestellt. Dasselbe gilt übrigens auch für die Briten und Franzosen, die Francken ebenfalls zu Hilfe gerufen hat.
Das Ganze wirkt eher wie eine Demonstration, daß die Alliierten zu Belgien halten. Wenn sie Wirkung zeigen sollte, dann wohl vor allem durch Abschreckung – aber nicht wegen besonderer Kapazitäten.
Bisher ist nicht einmal erwiesen, daß man wirklich eine Drohne abschießen will – denn dabei könnten ja unerwünschte Ergebnisse zutage kommen…
Siehe auch “Der Russe war’s!?“
P.S. Wie Het Nieuwsblad berichtet, verfügt die belgische Polizei über eine schlagkräftige Einheit zur Drohnenabwehr. Sie wurde bei den jüngsten Vorfällen aber nie eingesetzt. Stattdessen ruft man nach der Bundeswehr. Warum nur?

KK
12. November 2025 @ 03:37
“Stattdessen ruft man nach der Bundeswehr. Warum nur?”
Man hat die deutschen Soldaten aus zwei Weltkriegen wohl in guter Erinnerung…
Eric Bonse
12. November 2025 @ 08:13
Garantiert nicht in Belgien!
Art Vanderley
11. November 2025 @ 21:44
Im ersten WK gab es ein schlimmes Ereignis, als deutsche Soldaten ein Massaker anrichteten weil sie sich, nach bereits erfolgter Eroberung einer Kleinstadt, beschossen fühlten. Tatsächlich kam der Schuß von einem Deutschen, versehentlich oder durch Rumballern im Suff.
Hoffentlich gibt es im betroffenen AKW keinen harmlosen aber lauten Knall…
KK
12. November 2025 @ 12:26
Das war Sarkasmus… den Zwinkersmilie hielt ich tatsächlich für überflüssig 😉
hg
11. November 2025 @ 08:08
Keine Sorge, die Briten sind auch da, so sollte s dann gehen:-)))
Art Vanderley
10. November 2025 @ 22:32
Killed by friendly fire, ein tradtionell hohes Risiko für amerikanische Soldaten, wenigstens diese Gefahr besteht nicht, in Ermangelung desselben.
Armin Christ
10. November 2025 @ 16:08
Jaja, die Mönchsrobben in den schwedischen Schären lassen grüßen,
KK
10. November 2025 @ 15:53
“Bisher ist nicht einmal erwiesen, daß man wirklich eine Drohne abschießen will – denn dabei könnten ja unerwünschte Ergebnisse zutage kommen…”
Genau… wenn man ausgerechnet eine Armee mit begrenzten Fähigkeiten wie die Bundeswehr zu Hilfe ruft, riskiert man wenigstens nicht, dass bei einem erfolgreichen Abschuß die eigenen Bürger Trümmer – oder Schlimmeres – auf die Köpfe bekommen. Aber für Propaganda taugts natürlich allemal.
Arthur Dent
10. November 2025 @ 14:47
War bestimmt ein Versprecher – nicht Drohnen, sondern Drachenabwehr.
Siechfritz besiegt den Schuldenbremsdrachen – und was in …Schland geht, geht auch in Gottweisswo